Urban Development in Braunschweig: Spielplatzsanierung und Klimaschutz im Fokus
Im Februar 2026 standen in Braunschweig zwei zentrale Themen der Stadtplanung im Vordergrund: die Umgestaltung des Spielplatzes Möhlkamp und die Erstellung eines Entsiegelungskatasters im Rahmen des Klimaschutzgesetzes. Beide Projekte zeigen, wie Braunschweig soziale und ökologische Ziele verbindet.
Spielplatzsanierung im Donauviertel: Ein Schritt in Richtung sozialer Stadtentwicklung
Der Spielplatz Möhlkamp im Donauviertel wurde im Februar 2026 vom Ausschuss für Planung und Hochbau einstimmig genehmigt. Mit einer Gesamtkosten von 400.000 Euro wird der Spielplatz neu gestaltet, um das Wohnumfeld und die soziale Infrastruktur der Region zu verbessern. Die Finanzierung erfolgt zu zwei Dritteln aus Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen, wobei ein Drittel als städtischer Eigenanteil bleibt.
Die Sanierung ist Teil des Fördergebiets „Soziale Stadt – Donauviertel“, das auf die nachhaltige Entwicklung sozial benachteiligter Stadtteile abzielt. Die Planung wurde in enger Abstimmung mit den Bewohnern und insbesondere mit den Wünschen der Kinder erarbeitet, die in einer Beteiligungsveranstaltung am 29. August 2025 ihre Vorstellungen einbrachten. Die neue Spielplatzgestaltung beinhaltet drei runde Spielbereiche, ein Rasenfußballfeld, eine Basketballanlage, Schaukeln, Karusselle und Drehspiele. Als Fallschutz kommen Holzhackschnitzel und EPDM-Beläge zum Einsatz, was Sicherheit und Nachhaltigkeit unterstreicht.
Entsiegelungskataster: Klimaschutz durch Planung
Ein weiteres wichtiges Thema im Februar 2026 war die Erstellung eines Entsiegelungskatasters gemäß § 19 Abs. 1 NKlimaG (Niedersächsisches Klimaschutzgesetz). Die Stadt Braunschweig ist verpflichtet, bis Ende 2026 zu ermitteln, welche Flächen für eine Entsiegelung in Frage kommen. Der Kataster wird als WebGIS-Anwendung vom Land Niedersachsen bereitgestellt und ist ein zentraler Baustein für die Klimaanpassungsstrategie der Stadt.
Im Ausschuss debattierten die Ratsmitglieder über die Bedeutung des Entsiegelungskatasters im Zusammenhang mit dem Flächennutzungsplan (FNP) 2040, der aktuell überarbeitet wird. Dabei wurden Potenziale für die Entsiegelung von überdimensionierten Verkehrsflächen erörtert. Das Regelwerk „E-Klima 2022“ der FGSV (Fachgruppe Städtebau, Verkehr und Energie) wurde als „Stand der Technik“ hervorgehoben, das klare Vorgaben zur Reduktion der Versiegelung macht.
Der Flächennutzungsplan und seine Grenzen
Der Flächennutzungsplan (FNP) ist ein zentraler Planungsrahmen, der jedoch keine präzisen Vorgaben zur zukünftigen Versiegelung macht. Er wird als „Plan der Möglichkeiten“ bezeichnet und schafft keine rechtlich verbindlichen Baurechte. Daher liegen aktuell noch keine Zwischenergebnisse zu konkreten Entsiegelungsflächen vor. Dennoch wird angestrebt, bei Neuplanungen und Verkehrsflächen-Umgestaltungen das Entsiegelungspotenzial aktiv zu nutzen.
Die Stellungnahme 26-28351-01 zur Erstellung des Entsiegelungskatasters wurde am 27. Februar 2026 vom Ausschuss für Planung und Hochbau zur Kenntnis genommen. Der Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation ist verantwortlich für die Umsetzung des Projekts, wobei die Nutzung des Katasters durch die Kommunen für die nächsten Wochen geplant ist.
Ausblick: Nachhaltigkeit und Partizipation als zentrale Impulse
Die Entscheidungen des Februars 2026 zeigen, wie Braunschweig sowohl soziale als auch ökologische Ziele in die Stadtplanung einbindet. Die Spielplatzsanierung ist ein Beispiel für partizipative Gestaltung und Investition in die Zukunft der Stadt, während der Entsiegelungskataster einen klaren Impuls für Klimaschutz und nachhaltige Flächennutzung setzt. Beide Projekte tragen dazu bei, Braunschweig zu einer lebenswerten, nachhaltigen und leistungsfähigen Stadt zu machen.
Quellen
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