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Braunschweig: Wirtschaftspolitik im Fokus – Kulturwirtschaft, Tourismus und Leerstand

Economic Development 📍 Braunschweig · Niedersachsen
Braunschweig: Wirtschaftspolitik im Fokus – Kulturwirtschaft, Tourismus und Leerstand

Im Februar 2026 stand in Braunschweig die wirtschaftliche Zukunft im Mittelpunkt. Die Stadt setzte Impulse für Kulturwirtschaft, Wohnmobiltourismus und die Entwicklung der Schloss-Arkaden. Im Wirtschaftsausschuss wurden entscheidende Maßnahmen diskutiert, um Braunschweig als attraktiven Wirtschafts- und Tourismusstandort weiterzuentwickeln.

Wirtschaftliche Impulse für Braunschweig: Kulturwirtschaft, Tourismus und Leerstand

Im Februar 2026 setzte Braunschweig verstärkt auf strategische Maßnahmen, um sich als attraktiver Wirtschafts- und Tourismusstandort zu positionieren. Der Fokus lag dabei auf der Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW), der Förderung des Wohnmobiltourismus für das Großereignis „Tag der Niedersachsen“ und der Bewältigung von Leerstand in der Innenstadt, insbesondere in den Schloss-Arkaden. Diese Themen standen im Mittelpunkt des Wirtschaftsausschusses am 24. Februar 2026.

Kultur- und Kreativwirtschaft: Innovation durch Vernetzung

Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) ist in Braunschweig nicht nur ein kultureller, sondern auch ein wirtschaftlicher Schlüsselbereich. Um die Branche weiterzuentwickeln, fördert die Stadt Braunschweig gemeinsam mit der Braunschweig Zukunft GmbH Projekte, die Rahmenbedingungen für KKW-Unternehmen verbessern. Schwerpunkte der Unterstützung sind die Schaffung von Netzwerkstrukturen, kreativen Milieus und Markterkundungen.

Im Februar wurde eine umfassende Studie zur aktuellen Lage der KKW in Braunschweig vorgestellt. Die Studie, durchgeführt von den Gutachtern STADTart GmbH und Multiplicities GmbH, analysiert nicht nur die Struktur der Branche, sondern auch die Ursachen für die Entwicklung einzelner Teilbranchen. Ziel ist es, Handlungsvorschläge zu entwickeln, die im Wirtschaftsausschuss diskutiert und später in konkrete Fördermaßnahmen umgesetzt werden.

Ein zentraler Partner in diesem Prozess ist der Verein KreativRegion Braunschweig e.V. Die Stadt fördert die Arbeit des Vereins, um die Sichtbarkeit, Vernetzung und Markterschließung für kreative Unternehmen zu verbessern. Die Ergebnisse der Studie fließen auch in die künftige Arbeit des Vereins ein, wodurch eine langfristige Stärkung der KKW angestrebt wird.

Wohnmobiltourismus: Impuls für den „Tag der Niedersachsen“

Der „Tag der Niedersachsen“ ist mit einer erwarteten Besucherzahl von 350.000 Menschen eines der größten Ereignisse im Braunschweiger Veranstaltungskalender. Um die Wirtschafts- und Tourismuswirkung des Events zu maximieren, fördert die Stadt den Wohnmobiltourismus durch zusätzliche Stellplätze und temporäre Zeltplätze. Wohnmobiltourismus und Campingurlaube sind in Deutschland ein Wirtschaftsfaktor, der im Jahr 2023 bereits eine Wertschöpfung von 19,5 Milliarden Euro generierte.

Die Stadt prüft aktuell, ob die vorhandenen 40 Stellplätze für das Großereignis ausreichen und ob zusätzliche temporäre Flächen notwendig sind. Die Stadtbad GmbH hat zugesagt, Kosten für mögliche Erweiterungen zu ermitteln. Ziel ist es, das Bild Braunschweigs als attraktiven Tourismusstandort zu stärken und gleichzeitig wirtschaftliche Impulse in Gastronomie, Einzelhandel und Freizeitangeboten zu generieren.

Zusätzlich wird ein Konzept zur Förderung des Radtourismus entwickelt. Dieses beinhaltet regionale Radrouten, Informationsmaterialien und Beratungsangebote. Der Radtourismus wird als sinnvolle Ergänzung zum Wohnmobiltourismus gesehen und in den Fokus der touristischen Entwicklung Braunschweigs rückt.

Leerstand in der Innenstadt: Herausforderungen und Innovationen

Ein weiteres wichtiges Thema im Wirtschaftsausschuss war der Leerstand in der Innenstadt, insbesondere in den Schloss-Arkaden. Die Schloss-Arkaden, mit 30.000 Quadratmetern Fläche und 150 Geschäften, befinden sich in einem Transformationsprozess. Die Besucherfrequenz hat sich zwar stabilisiert, aber das Vorkrisenniveau von 2019 wird noch nicht erreicht.

Die Gründe für die geringere Frequenz sind vielfältig: strukturelle Veränderungen im Einzelhandel, verändertes Konsumverhalten und die Digitalisierung. Langfristige Leerstände entstehen hauptsächlich durch Insolvenzen oder spezielle Flächenanforderungen. Für mehrere Flächen wurden bereits neue Mietverträge geschlossen, und zukunftsorientierte Konzepte werden umgesetzt.

Zukünftige Nutzungskonzepte beinhalten ergänzende Dienstleistungen, innovative Retail-Formate und Mischnutzungen. Ziel ist es, den Branchenmix nachhaltig zu stärken und die Attraktivität des Standorts zu sichern. Die Stadt beabsichtigt, auch bei der Suche nach neuen Nutzungskonzepten aktiv zu bleiben, um die Innenstadt attraktiv und lebendig zu halten.

Ausblick: Braunschweig als wirtschaftlich dynamische Stadt

Die Entwicklungen im Februar 2026 zeigen, dass Braunschweig aktiv an der Zukunft seines Wirtschaftsstandorts arbeitet. Die Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft, die Förderung des Wohnmobiltourismus und die Bewältigung von Leerstand in der Innenstadt sind zentrale Bausteine für eine wirtschaftliche Zukunft, die sowohl kreativ als auch wirtschaftlich robust ist.

Durch gezielte Förderungsmaßnahmen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und innovative Nutzungskonzepte möchte Braunschweig sich als attraktiver Ort für Unternehmen, Kreative und Touristen weiterentwickeln.

Quellen

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