Bildungspolitik in Braunschweig: Digitalisierung, Ganztagsschulen und Energieeffizienz im April 2026
Im April 2026 standen in Braunschweig zahlreiche bildungspolitische Themen im Fokus. Der Schulausschuss diskutierte die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung, die Digitalisierung der Schulen durch landesweit verfügbare Endgeräte und die Energieentwicklung in Schulgebäuden. Ein Überblick.
Bildungspolitik in Braunschweig: Digitalisierung, Ganztagsschulen und Energieeffizienz
Die Bildungspolitik in Braunschweig ist in der Region ein zentrales Thema, das nicht nur über die Qualität der schulischen Ausbildung entscheidet, sondern auch über die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Im April 2026 standen vor allem drei Aspekte im Mittelpunkt: die Digitalisierung der Schulen, der Ausbau der Ganztagsschulen und die Energieeffizienz in städtischen Bildungseinrichtungen. Der Schulausschuss diskutierte diese Themen intensiv und traf entscheidende Vorhaben, die die Bildungslandschaft der Stadt nachhaltig verändern können.
Digitalisierung: Geräteausstattung und IT-Infrastruktur
Die Digitalisierung der Bildung in Braunschweig hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich Fortschritte gemacht. Im April 2026 wurde bekannt, dass das Land Niedersachsen die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern der 7. Klassen sowie aller Lehrkräfte mit kostenfreien digitalen Endgeräten in die Wege geleitet hat. Diese Initiative ist Teil der landesweiten Umsetzung von § 71 a und § 190 NSchG und markiert einen Meilenstein in der Digitalisierung der Schulen.
Schulträger erhalten für jedes Geräte einen Zuschuss von 125 Euro für die IT-Administration, wodurch die technische Umsetzung unterstützt wird. Die Mittel werden zukünftig an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst angepasst, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Der Web-Shop für die Bestellungen ist geöffnet, und es wurden vier Zeitfenster festgelegt, die von der Ausstattungssituation der Schulen abhängen.
Die Geräte bleiben im Eigentum des Landes und werden an die Schülerinnen und Schüler über einen Leihvertrag unentgeltlich ausgeliehen. Für die Integration in die schulische IT-Infrastruktur und den Support ist der Schulträger verantwortlich. In Braunschweig ist damit zu rechnen, dass die Digitalisierung in den kommenden Jahren deutlich beschleunigt wird.
Ganztagsschulen: Ausbau und rechtlicher Rahmen
Ein weiterer Schwerpunkt bildete der Ausbau der Ganztagsschulen in Braunschweig. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschülerinnen und -schüler ist bundesweit für das Schuljahr 2026/27 jahrgangsweise in Kraft getreten. In Braunschweig ist das Modell der Kooperativen Ganztagsschule (KoGS) etabliert, das aus drei Bausteinen besteht: Umwandlung von Halbtagsschulen, Ausbau der Schulkindbetreuung und vorzeitiger Start in den Ganztag.
Insgesamt sind bereits 25 von 39 Grundschulen im Ganztagsbetrieb nach dem Braunschweiger Modell. Für die verbleibenden Halbtagsgrundschulen sind sukzessive Umbaumaßnahmen geplant. Bauliche Erweiterungen sind für neun Schulen in Vorbereitung, darunter die GS Lindenberg und Wenden, die im kommenden Schuljahr den Ganztag starten. Die Stadt strebt an, einen einheitlichen Betreuungsstandard für alle Grundschüler zu etablieren.
Energieeffizienz in Schulgebäuden
Ein weiteres zentrales Thema war die Entwicklung der Wärmeenergieverbräuche in städtischen Schulgebäuden. Die Stadt Braunschweig hat festgestellt, dass der Energiebedarf durch den Ausbau des Ganztagsschulbetriebs und die Nutzung von Sporthallen und Schwimmbädern gestiegen ist. Um Energie zu sparen, werden zentrale Heizungssteuerungen eingesetzt, die an die Nutzungszeiten angepasst sind. Zudem testet die Stadt den Einsatz smarter Thermostate in zwei Liegenschaften, um Energieeinsparungen zu erzielen.
Die Ferienzeit und außerschulische Nutzungen wie Volkshochschule oder Jugendzentren tragen ebenfalls zur Ausweitung der Nutzungszeiten und damit zum Energiebedarf bei. Die Stadt Braunschweig hat sich daher für den Ausbau energieeffizienter Lösungen entschieden, um langfristig Kosten zu senken und den Klimaschutz voranzutreiben.
Fazit: Eine Bildungspolitik im Wandel
Der April 2026 war ein Monat intensiver bildungspolitischer Debatten und Entscheidungen in Braunschweig. Die Digitalisierung der Schulen, der Ausbau der Ganztagsschulen und die Steigerung der Energieeffizienz in Bildungseinrichtungen sind zentrale Themen, die die Stadt in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird. Mit den aktuellen Maßnahmen setzt Braunschweig ein klares Signal für eine moderne, inklusive und zukunftsorientierte Bildungspolitik.
Quellen
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