Braunschweig investiert in Sport: Zuschüsse, Sanierungen und neue Laufbahnen im April 2026
Im April 2026 setzte Braunschweig mit mehreren Entscheidungen des Sportausschusses und Stadtbezirksrates neue Impulse im Bereich Sport. Zuschüsse an Vereine, die Modernisierung von Sportstätten und der Ausbau des Bürgersports standen im Fokus.
Sportpolitik in Bewegung: Braunschweig stärkt Vereine und Sportstätten
Im April 2026 setzte die Stadt Braunschweig in der Sportpolitik wichtige Akzente. Der Sportausschuss tagte am 27. April, um über Zuschüsse an Vereine, Sanierungsmaßnahmen an Sportstätten und die Ausrichtung von Leistungs- und Bürgersport zu entscheiden. Gleichzeitig diskutierte der Stadtbezirksrat in Braunschweig-Süd über die Modernisierung von Sportanlagen und die Zukunft des Seniorensports. Diese Entscheidungen spiegeln die Priorisierung des Sports als zentralen gesellschaftlichen und gesundheitlichen Pfeiler wider.
Zuschüsse an Sportvereine: Unterstützung für Leistungssport und Bürgersport
Der Sportausschuss beschloss im April 2026 eine Vielzahl von Zuschüssen an lokale Sportvereine. Insgesamt wurden 94.360,52 € für lizenzierte Übungsleiter und Trainer im 2. Halbjahr 2025 bewilligt. Die Verteilung erfolgte nach der Lizenzstufe: A-Lizenzen (2 Punkte), B-Lizenzen (1,5 Punkte) und C-Lizenzen (1 Punkt). Insgesamt wurden 23 A-Lizenzen, 141 B-Lizenzen und 364 C-Lizenzen berücksichtigt. Drei Vereine wurden nicht berücksichtigt, da sie die Antragsvoraussetzungen nicht erfüllten.
Ein zentraler Förderschwerpunkt war der Landesstützpunkt Schwimmen der Schwimm-Start-Gemeinschaft Braunschweig e. V. (SSG), der insgesamt 80.000 € an Zuschüssen erhielt. Die SSG ist für die Ausbildung von Bundes- und Landeskaderathleten verantwortlich und trägt somit zur sportlichen Reputation Braunschweigs bei. Zudem wurde der Braunschweiger Tanz-Sport-Club e. V. mit 45.000 € für den Betrieb des Landesleistungszentrums Tanzsport unterstützt. Der Stadtsportbund Braunschweig e. V. erhielt insgesamt 135.000 € für die Geschäftsstellenführung und den Bürgersport im Park, ein Projekt, das kostenlose Bewegungsangebote im öffentlichen Raum anbietet.
Modernisierung der Sportstätten: Behindertengerechtigkeit und Generationenverträglichkeit
Ein weiterer Schwerpunkt der April-Sitzung war die Modernisierung der Sportanlagen Stöckheim und Waggum. Die Laufbahnen beider Sportstätten sollen durch den Einbau von allwettertauglichen Kunststoffbelägen ersetzt werden. Ziel ist es, behindertengerechte und generationsübergreifende Sportflächen zu schaffen, die sowohl für Kinder als auch für Senioren nutzbar sind. Die Maßnahmen sind Teil des Masterplans Sport 2030 der Stadt und sollen die Attraktivität der Sportstätten langfristig sichern.
Im Rahmen der Modernisierung wird auch der Zugang zu den Anlagen optimiert. In Stöckheim sind die Rundlaufbahnen und Kurzstreckenlaufbahnen betroffen, während in Waggum bestehende Kunststoffflächen angepasst und eine neue Rundlaufbahn nach Norm hergestellt werden. Die Kosten für die Maßnahmen sind aus den städtischen Haushaltsmitteln bereitgestellt.
Bürgersport und Seniorensport: Bewegung für alle Altersgruppen
Neben den Investitionen in die Infrastruktur setzte Braunschweig auch auf die Förderung des Bürgersports. Der Stadtsportbund erhielt einen Zuschuss von 15.000 € für das Projekt „Bürgersport im Park“, das im Jahr 2026 von April bis September stattfinden wird. Im Vorjahr nahmen bereits 4.855 Teilnehmer an 59 Angeboten teil. Das Projekt soll das Image Braunschweigs als Sportstadt weiter stärken.
Im Stadtbezirk 211 (Braunschweig-Süd) diskutierte der Stadtbezirksrat über die Hallennutzung für den Seniorensport beim SV Stöckheim. Der Verein hat erhebliche Bemühungen unternommen, um Senioren eine Plattform für Bewegung und soziale Teilhabe zu bieten. Allerdings fehlen bislang angemessene Räumlichkeiten in der Region. Der aktuelle Gymnastikraum in Rüningen ist für Senioren aus Stöckheim schwer zu erreichen, und der zur Verfügung gestellte Raum im „Vienna House“ bietet unzureichende Platzverhältnisse und fehlende Schlechtteilsgetrennung.
Die SPD-Fraktion stellte einen Antrag zur Präsentation von Nutzungskonzepten für Sporthallen im Bezirk und forderte Lösungsansätze, um den Seniorensport in der Region besser zu unterstützen. Die Diskussion zeigte, wie wichtig Bewegung und soziale Teilhabe für die Gesundheit und das Wohlbefinden älterer Menschen sind.
Fazit: Braunschweig als Sportstadt mit Zukunft
Die Entscheidungen des April 2026 zeigen, dass Braunschweig den Sport nicht nur als Freizeitgestaltung, sondern auch als Gesundheits- und Sozialfaktor ernst nimmt. Durch die Investitionen in Vereine, Sportstätten und Bewegungsprogramme für alle Altersgruppen wird die Stadt ihre Position als Sportstadt weiter ausbauen. Die Modernisierung der Anlagen und die Unterstützung von Leistungssport und Bürgersport sind zentrale Bausteine für eine sportfreundliche und inklusive Stadtentwicklung.
Quellen
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