Stralsund im April 2026: Deep-Dive in die Stadtentwicklung und Bauplanung
Im April 2026 ist Stralsund geprägt von einer Vielzahl an städtebaulichen und baulichen Projekten, die sowohl Wohnraum als auch Gewerbeentwicklung und Energieinfrastruktur betreffen. Der Fokus liegt auf der Realisierung von Bebauungsplänen, der Errichtung von Wohngebäuden und der Modernisierung des maritimen Gewerbegebiets.
Wohnungsbau und Bebauungsplanung im Stadtteil Andershof
Im April 2026 ist Stralsund im vollen Einsatz, um die Wohnraumversorgung zu verbessern und gleichzeitig neue städtebauliche Strukturen zu schaffen. Ein zentrales Projekt ist der Bebauungsplan 71 Teil II „Wohnbebauung am Deviner Weg“, der im Stadtteil Andershof auf einer Fläche von 5,02 Hektar einen neuen Wohnbaukomplex vorsieht.
Der Bebauungsplan sieht die Errichtung von Mehrfamilienhäusern mit einer Grundflächenzahl von 0,3 vor, wobei die Geschossigkeit zwischen II–IV liegt. Die Erschließung erfolgt über den Deviner Weg, und es ist geplant, die Planstraßen B und C mit straßenbegleitenden Bäumen aufzuwerten. Umweltschutzmaßnahmen sind Teil der Planung, insbesondere zur Sicherung von Fledermaus- und Vogelschutz, sowie zur Kompensation durch den „Erholungslandschaft Devin“.
Ein weiteres Projekt, ebenfalls im Stadtteil Andershof, ist die Errichtung von fünf Mehrfamilienhäusern auf einem unbebauten Grundstück von 16.000 Quadratmetern. Dieses Vorhaben wird durch einen städtebaulichen Vertrag finanziert und unterstützt die Innenentwicklung durch den Ausbau brachliegender Flächen.
Modernisierung des Gewerbegebiets Franzenshöhe
In der ehemaligen Volkswerft im Stadtteil Franken Mitte wird mit der 3. Änderung des Bebauungsplans 30c „Maritimer Gewerbepark Franzenshöhe“ ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die geplante Fläche von 2,4 Hektar wird durch den Bau einer Schiffbauhalle mit einer Höhe von 35 Metern und einer Ausdehnung von 120 x 130 Metern neu genutzt.
Die Fläche ist stark altlastenbelastet, weshalb eine Einkapselung durch Spundwandkästen vorgesehen ist. Zudem wird der Zuckergraben verlegt, um Altlasten zu umgehen. Die Planung erfolgt im Regelverfahren mit Umweltbericht, und die Finanzierung wird durch die Abteilung Stadtentwicklung geregelt, ohne die städtischen Haushaltsmittel zu belasten.
Energiepark und Erschließungsmaßnahmen
Ein weiteres Projekt, das im April 2026 entscheidend vorangetrieben wird, ist der Bebauungsplan 93 „SWS Energiepark“. Dieses Vorhaben sieht die Errichtung eines 110 kV Umspannwerkes und einer Großbatterie zur Unterstützung erneuerbarer Energien vor. Die Fläche von 5,85 Hektar im Stadtgebiet Lüssower Berg wird durch externe Kompensationsmaßnahmen in der Gemeinde Wendorf abgeglichen.
Die Planung erfolgte im Regelverfahren mit einer öffentlichen Beteiligung und Auslegung, wobei lediglich geringfügige Anpassungen notwendig waren. Der Bebauungsplan wird im April 2026 beschlossen, und die städtischen Grundstücke werden anschließend an den Vorhabenträger übergeben.
Zusammenfassung und Ausblick
Der April 2026 markiert einen entscheidenden Meilenstein in der städtebaulichen Entwicklung Stralsunds. Durch die Realisierung von Bebauungsplänen in Andershof, Franken Mitte und Lüssower Berg wird die Stadt sowohl im Wohnbau als auch in der Gewerbeentwicklung und Energieinfrastruktur vorangebracht. Diese Projekte tragen nicht nur zur Sicherung des Wohnraumbedarfs bei, sondern auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur Förderung erneuerbarer Energien. Die transparente und umweltgerechte Planung zeigt Stralsunds Engagement für eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung.
Quellen
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