Rostocks Beschaffungsstrategie im Februar 2026: Von Brückenbauwerken bis zu Behindertenförderung
Im Februar 2026 setzte die Hansestadt Rostock mit mehreren bedeutenden Entscheidungen im Bereich Beschaffung, Verträge und Genehmigungen Maßstäbe. Vom Bau von Brücken über die Sanierung historischer Gebäude bis hin zur Beschaffung von Dienstleistungen für behinderte Schülerinnen und Schüler – die Stadt hat ein breites Spektrum an Projekten in Gang gesetzt, die bis ins Jahr 2028 und darüber hinaus wirken werden.
Rostocks Beschaffungsstrategie im Februar 2026
Im Februar 2026 war die Hansestadt Rostock in einer intensiven Phase ihrer Beschaffungsaktivitäten unterwegs. Zahlreiche Entscheidungen im Wirtschafts- und Vergabeausschuss sowie in weiteren Gremien legten den Grundstein für Investitionen in Infrastruktur, Kultur und soziale Infrastruktur. Die Stadt setzte dabei bewusst auf EU-weite Vergabeverfahren und transparente Kriterien, um Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Infrastruktur im Fokus: Brückenbauwerke und Straßenbau
Eine der größten Herausforderungen der Stadt im Februar war der Ersatzneubau des Brückenbauwerkes BW 121 in der Rennbahnallee. Dieses Projekt, das im Zuge der Verbindung des Rostocker Zoos mit der DB-Strecke 6921 stattfindet, war Gegenstand eines EU-weiten Vergabeverfahrens im Offenen Verfahren. Das alleinige Zuschlagskriterium war der Preis. Mit einem Schwellenwert von über 216.000 EUR netto war hier ein transparenter und wettbewerbsorientierter Prozess entscheidend.
Auch die Sanierung der Decken in der Nobelstraße zwischen Tychsenstraße und Südring wurde beschlossen. Hier war das Zuschlagskriterium ebenfalls 100 % Preis. Die Stadt entschied sich bewusst für eine beschränkte Ausschreibung, was vor allem bei kleineren Projekten effizienter ist. Die Kosten für dieses Projekt lagen ebenfalls über dem EU-Schwellenwert, was eine europaweite Ausschreibung notwendig machte.
Kultur und Museumsbetrieb: Dienstleistungen neu vergeben
Im Bereich der Kultur setzte Rostock mit der Neuvergabe der Aufsichts- und Kassendienstleistungen für das Kulturhistorische Museum auf ein ausgewogenes Bewertungssystem. Hier wurden 70 % des Zuschlagskriteriums dem Preis und 30 % dem Konzept gewidmet. Die Laufzeit des neuen Vertrags beträgt bis zu vier Jahre, mit Option auf Verlängerung. Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie die Stadt nicht nur auf Kosteneffizienz, sondern auch auf Qualitätskriterien achtet, um den Museumsbesuchern ein angemessenes Angebot zu liefern.
Behindertenförderung: Mobilität neu gestaltet
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Beförderung behinderter Schülerinnen und Schüler. Mit einem Auftragsvolumen von über 216.000 EUR netto und einer Laufzeit bis 2030 setzte Rostock auf ein Offenes Verfahren. Die Bewertungskriterien hierbei waren nicht nur der Preis (70 %), sondern auch der Tourenplan (15 %), die Ortungsmöglichkeit der Fahrzeuge (10 %) und das Zertifikat für sichere Beförderung (5 %). Diese Vielzahl an Kriterien unterstreicht den Anspruch der Stadt, auch bei sozialen Projekten eine hohe Qualität zu gewährleisten.
Zukunftsvisionen: Der Rostock City Cube und das Parkhaus in Warnemünde
Ein weiteres Highlight war die Einleitung des Vergabeverfahrens für die Errichtung des „Rostock City Cube“ am Neuer Markt. Dieses Projekt, das Teil der Smart-City-Initiative „Zukunft:Quartier“ ist, wird mit Fördermitteln finanziert. Mit einem Schätzvolumen von 500.000 EUR netto und einem rein preisbasierten Auswahlverfahren setzte Rostock hier auf Effizienz und Transparenz.
Auch in Warnemünde gab es eine spannende Entwicklung: Ein Prüfantrag für die Errichtung eines Parkhauses am Strand Mitte wurde vorgelegt. Die Stadt prüft, ob der hintere Teilbereich der Grundstücke an private Investoren ausgeschrieben werden kann. Dieses Projekt könnte in der Zukunft nicht nur die Parkplatzsituation verbessern, sondern auch neue wirtschaftliche Impulse setzen.
Fazit: Transparente und strategische Beschaffungspolitik
Der Februar 2026 markierte für Rostock einen Meilenstein in der Beschaffungs- und Vertragspolitik. Die Stadt setzte bewusst auf EU-weite Verfahren, transparente Kriterien und langfristige Planung. Ob in der Infrastruktur, im Kultur- oder im Bildungsbereich – Rostock zeigt, dass eine moderne Stadt nicht nur auf Innovation, sondern auch auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung bauen muss. Mit Projekten wie dem City Cube, der TRAM WEST oder der Umgestaltung des Werftbeckens setzt Rostock den Kurs für eine leistungsfähige und zukunftsfähige Stadt, die sich sowohl wirtschaftlich als auch sozial weiterentwickelt.
Quellen
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