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Rostocks Sportentwicklungsplanung 2026 – Eine neue Richtung für Bewegung und Sport in der Hansestadt

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Rostocks Sportentwicklungsplanung 2026 – Eine neue Richtung für Bewegung und Sport in der Hansestadt

Im März 2026 fokussiert sich die kommunale Sportpolitik in Rostock auf die Umsetzung der integrierten Sportentwicklungsplanung. Mit einer Aktivitätsquote von 86 % und einem starken Fokus auf partizipative Planung hat die Hansestadt einen wegweisenden Schritt in Richtung nachhaltiger Sportinfrastruktur und inklusiver Bewegungsangebote getan.

Rostock stärkt Sportpolitik mit integrierter Entwicklungsplanung

Bewegung und Sport spielen in Rostock eine zentrale Rolle in der Lebensqualität der Bevölkerung. Im März 2026 setzt die Hansestadt mit der Umsetzung ihrer ersten integrierten Sportentwicklungsplanung einen Meilenstein in der kommunalen Sportpolitik. Das Ziel: eine bedarfsgerechte, inklusive und nachhaltige Entwicklung der Sport- und Bewegungsstrukturen. Die Planung ist nicht nur ein Planungsinstrument, sondern auch eine strategische Steuerung für zukünftige Entscheidungen und Investitionen.

Partizipation und Datenlage als Grundlage für die Planung

Die Sportentwicklungsplanung basiert auf einer umfassenden Studie des Instituts für kommunale Sportentwicklung (INSPO), die in einem kooperativen und partizipativen Prozess erstellt wurde. Eine repräsentative Bürgerbefragung mit 10.800 Teilnehmern sowie Online-Befragungen von Sportvereinen, Schulen und Kindertagesstätten haben die Planung entscheidend mitgestaltet. Die Ergebnisse der Bestands- und Bedarfsanalysen wurden einer Planungsgruppe vorgestellt, und in Workshops wurden konkrete Handlungsvorschläge entwickelt und priorisiert.

Die Bevölkerungsstruktur Rostocks zeigt ein spannendes Bild: Mitgliederzuwächse bei Kindern und Jugendlichen sowie eine zunehmende Zahl älterer Menschen. Gleichzeitig sind mittlere Altersgruppen leicht rückläufig. Die Aktivitätsquote liegt bei beeindruckenden 86 %, deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Besonders hervorzuheben ist die hohe Beteiligung von Menschen mit Behinderung sowie das große Interesse an Bewegung unter bislang inaktiven Bevölkerungsgruppen.

Drei Handlungsfelder für die Zukunft

Die Oberbürgermeisterin wird Handlungsempfehlungen für drei zentrale Handlungsfelder erarbeiten:

  1. Zielgruppen-, Angebots- und Organisationsstrukturen: Der Fokus liegt auf der Verbesserung von Angeboten für alle Altersgruppen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Vereinsungebundene Aktivitäten gewinnen zunehmend an Bedeutung, weshalb auch hier neue Wege beschritten werden.

  2. Kommunikation, Kooperation und Netzwerke: Es geht um die Stärkung von Partnerschaften zwischen Vereinen, Schulen, Kitas und der Stadt. Eine bessere Vernetzung soll die Transparenz und die Reichweite der Sportangebote erhöhen.

  3. Räumliche Infrastruktur und Sportgelegenheiten: Eine zentrale Herausforderung ist die Schließung von Lücken in der Sportflächenversorgung. Beispielsweise besteht in Lütten Klein ein hoher Bedarf an ungedeckten Sportflächen. Für den Rostocker Nordwesten ist zudem eine neue Schwimmhalle geplant, deren Standort um das Hamburger Tor/IGA Park-Gelände liegt. Ein neuer Sachstand ist für Mai 2026 geplant.

Diese Handlungsfelder sind nicht isoliert, sondern miteinander verknüpft. Sie bilden eine Brücke zwischen der bestehenden Sportlandschaft und zukünftigen Bedürfnissen der Bevölkerung.

Finanzielle Auswirkungen und zukünftige Investitionen

Die Sportentwicklungsplanung hat direkte Auswirkungen auf Bereiche wie die Sportstättenentwicklungsplanung, die Sportförderung und die Entgeltordnung. Im März 2026 steht beispielsweise die Sanierung der Eishalle Rostock (Schillingallee 51) im Fokus. Mit einem Honorarrahmen von bis zu 1,5 Millionen Euro ist ein umfangreiches Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb geplant. Die Sanierung umfasst Elektroinstallationen, Sicherheitsbeleuchtung, Außenfassade und Freianlagen. Dies zeigt, wie konkret die Planung bereits in die Umsetzung übergeht.

Ausblick: Ein zukunftsorientiertes Steuerungsinstrument

Die integrierte Sportentwicklungsplanung ist kein statisches Dokument, sondern ein Leitfaden, der sich alle zehn Jahre aktualisiert und der Bürgerschaft zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Die Planung ist zudem eine Grundlage für sportpolitische Entscheidungen und Investitionen in die Sportinfrastruktur. Sie ermöglicht es, Ressourcen gezielt einzusetzen und langfristige Ziele zu verfolgen.

Zukünftig wird Rostock nicht nur die Sportstättenentwicklung überwachen, sondern auch den Trend zu vereinsungebundenen Aktivitäten stärken. Die Stadt hat mit dieser Planung einen klaren Kurs gewählt: Sport ist nicht nur ein Freizeitvergnügen, sondern ein zentraler Baustein für Gesundheit, Inklusion und soziale Teilhabe.

Quellen

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