Fokus auf Entwicklung und Struktur: Taunusstein im Februar 2026
Im Februar 2026 beschäftigte sich Taunusstein mit zentralen Themen der Stadtentwicklung, Kultur sowie Finanzen. Hier der Monatsrückblick in Kürze.
Entwicklung, Struktur und Kultur im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- Der Bebauungsplan „Tiergarten“ wurde beschlossen – mit klaren Festsetzungen und Ausgleichsmaßnahmen.
- Wochenmärkte in Hahn und die Neufassung der Marktordnung sind auf dem Weg.
- Die Abschaffung der Straßenbeiträge wurde einstimmig beschlossen.
- Mit einem Waschbär-Management wird die Tierhaltung in der Stadt strukturiert.
- Der Bau-Turbo wird angewandt, um Baugenehmigungen zu beschleunigen.
- Der Jahresbericht des Freibads machte deutlich: Es ist ein beliebter Ort mit hoher Nutzung.
Stadtentwicklung und Bauen: Bauplanung im Fokus
Im Februar standen Planungen für die zukünftige Entwicklung von Taunusstein im Vordergrund. Der Bebauungsplan „Tiergarten“ im Ortsteil Neuhof wurde einstimmig beschlossen. Damit ist ein Sondergebiet Bau- und Gartenmarkt mit ca. 39.600 m² Fläche festgelegt, die eine Gesamtverkaufsfläche von 11.300 m² umfasst.
Zudem wurde die Stilllegung städtischer Waldflächen als Ausgleichsmaßnahme beschlossen – konkret ein Waldstück bei Watzhahn, um 590.000 Wertpunkte auszugleichen. Diese Entscheidung folgt den Vorgaben des Umweltberichts und der Hessischen Bauordnung.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Einführung des Bau-Turbo-Verfahrens gemäß der BauGB-Novelle, um Baugenehmigungsverfahren zu beschleunigen. Zudem wurde ein Antrag zur Einführung eines Waschbär-Managements gestellt, um die Situation mit Waschbären zu strukturieren.
Kultur, Ehrenamt und Markt: Neue Impulse
Im Ausschuss für Generationen, Kultur und Ehrenamt wurde die Neufassung der Marktordnung beschlossen (DRS. 26/027) sowie die Änderung der Benutzungsordnung der Stadtbücherei (DRS. 26/021). Zudem wurde ein Antrag auf Einführung eines Wochenmarktes in Taunusstein-Hahn gestellt, der in der nächsten Sitzung behandelt wird.
Der Jahresbericht 2025 des Freibads zeigte, dass das Freibad in Taunusstein ein stark genutzter Ort ist: 47.109 Besucher nutzten die Einrichtung – vor allem in den Sommermonaten. Mit einer Förderquote von 55 % (bis zu 556.600,00 €) und einer Amortisationszeit von 8,3 Jahren wurde die energetische Sanierung vorgestellt.
Finanzen und Verwaltung: Strukturelle Entscheidungen
Im Ausschuss für Hauptangelegenheiten, Finanzen, Wirtschaft und Digitales wurde die Abschaffung der Straßenbeiträge einstimmig beschlossen. Der Magistrat ist beauftragt, eine Aufhebungssatzung vorzubereiten. Zudem wurde die Neufassung der Richtlinie für Beteiligungen der Stadt einstimmig beschlossen, die zum 01.04.2026 in Kraft tritt. Eine Überprüfung der städtischen Beteiligungen auf Nutzen hinsichtlich monetärer und nicht-monetärer Aspekte ist vorgesehen.
Ein Antrag auf Moratorium für den Ausbau barrierefreier Bushaltestellen wurde an die Stadtverordnetenversammlung überwiesen, was zeigt, dass auch bei Themen der Barrierefreiheit noch Entscheidungsbedarf besteht.
Überblick: Entwicklung und Nachhaltigkeit im Gleichgewicht
Der Februar 2026 zeigte, dass Taunusstein zwischen Stadtentwicklung, Kultur und finanzieller Struktur agiert. Einerseits werden neue Baugebiete und Gewerbebereiche geplant, andererseits wird auf Umweltverträglichkeit und soziale Angebote geachtet. Die Abschaffung der Straßenbeiträge ist ein klares Signal für mehr Bürgerfreundlichkeit, während der Bau-Turbo zeigt, dass die Stadt auch bei bürokratischen Abläufen effizienter werden will.
Zugleich bleibt die Bewältigung von Tieren in der Stadt wie die Waschbär-Initiative ein Thema, das auf eine strukturierte Herangehensweise hofft. Der Wochenmarkt in Hahn ist ein weiterer Schritt, um die lokale Wirtschaft zu stärken und Bürgerbegeisterung zu wecken.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war in Taunusstein geprägt von klaren Entscheidungen in den Bereichen Stadtentwicklung, Finanzen und Kultur. Mit der Abschaffung der Straßenbeiträge, der Neuplanung von Baugebieten und der Einführung von Wochenmärkten setzt die Stadt auf Struktur, Nachhaltigkeit und Bürgerfreundlichkeit. Im März wird es darum gehen, die Beschlüsse umzusetzen und weitere Projekte in die Wege zu leiten – insbesondere im Bereich der Barrierefreiheit und der Ehrenamtsarbeit.
Quellen
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