Schwedt setzt auf Partizipation und Zukunft: Bildungspolitik im Fokus im Februar 2026
Im Februar 2026 hat die Stadt Schwedt/Oder entscheidende Weichen für die Zukunft ihrer Bildungspolitik und Kinder- und Jugendarbeit gestellt. Mit einer neuen Rahmenkonzeption, der Entwicklung einer Jugendcharta und einer intensiveren Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird Schwedt aktiv auf die Herausforderungen der Zukunft reagieren.
Bildung und Partizipation in Schwedt: Eine neue Ära beginnt
Die Stadt Schwedt/Oder hat sich im Februar 2026 als Vorreiter in der Bildungspolitik und Jugendförderung positioniert. Mit einem breiten politischen Prozess, der sowohl inhaltliche als auch strukturelle Neuerungen umfasste, hat die Kommune ihre Strategie für Kinder- und Jugendarbeit neu ausgerichtet. Die Sitzung des Kultur-, Bildungs- und Sozialausschusses am 17. Februar markierte nicht nur einen Meilenstein, sondern auch eine klare Botschaft: Schwedt will Kinder und Jugendliche aktiv in die Zukunftsgestaltung einbinden.
Die Rahmenkonzeption 2026–2030: Eine strategische Neuausrichtung
Die einstimmig empfohlene Rahmenkonzeption Kinder- und Jugendarbeit 2026–2030 ist der zentrale Pfeiler der neuen Bildungspolitik in Schwedt. Sie ersetzt das seit 1999 bestehende Stadtkonzept „Jugend hat Zukunft“ und legt den Fokus auf Partizipation, Inklusion und Nachhaltigkeit.
Im Zentrum steht die Erarbeitung einer Kinder- und Jugendcharta, die bis Ende 2026 verabschiedet werden soll. Diese Charta soll als Leitfaden für die Mitwirkungsmöglichkeiten junger Menschen dienen und gleichzeitig die Grundlage für ein breites Beteiligungsmodell bilden. Die Charta ist Teil der Kampagne „Platz für morgen“, die auf kommunaler Ebene für mehr Jugendbeteiligung wirbt.
Ein weiteres zentrales Ziel ist die Neuausrichtung der Jugendarbeit in den Ortsteilen, um die Reichweite und Wirksamkeit zu steigern. Dazu zählt auch die Etablierung der AG Jugend als fester Austauschraum für Fachkräfte, Vereine und Verwaltung. Zudem wird die Kooperation zwischen Schulsozialarbeit und offener Jugendarbeit gestärkt, um Themen wie Demokratiebildung und Drogenprävention aktiv zu adressieren.
Beteiligung als Schlüssel: Die Kinder- und Jugendbeteiligungssatzung und mehr
Die Kinder- und Jugendbeteiligungssatzung, die 2022 eingeführt wurde, und die Kinder- und Jugendbeteiligungsleitlinie von 2024 sind wichtige Voraussetzungen für die aktuelle Neuausrichtung. Die Stadt hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt, etwa durch die Einrichtung der Stelle der hauptamtlichen Kinder- und Jugendbeauftragten (2023) sowie die Erhöhung des Kinder- und Jugendbudgets für Mikroprojekte.
Im Rahmen der Rahmenkonzeption 2026–2030 wird ein partizipativer Erarbeitungsprozess durchgeführt. Jugendliche, freie Träger, Politik und Verwaltung sind aktiv eingebunden. Die fachliche Begleitung erfolgt durch Herrn Steffen Adam aus dem Beratungsnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg. Dies zeigt, wie sehr Schwedt auf Expertise und Mitwirkung aus verschiedenen Bereichen baut.
Herausforderungen und Widerstände: Der Antrag zur Jugendcharta
Nicht alle Anträge fanden bei den Ratsmitgliedern gleiche Zustimmung. Der Antrag zur Ausbau von Beteiligungsformaten (AN/022/25) wurde in der Sitzung am 17. Februar mit 1 Ja-Stimme, 6 Nein-Stimmen und keine Enthaltung abgelehnt. Dies zeigt, dass es innerhalb der politischen Landschaft Schwedts auch Diskrepanzen und Widerstände gibt – vor allem, wenn es um zusätzliche Ressourcen oder langfristige Verpflichtungen geht.
Dennoch bleibt die Kinder- und Jugendcharta ein zentrales Projekt, das über den politischen Konsens hinaus als symbolischer Meilenstein steht. Sie soll nicht nur die Rechte junger Menschen definieren, sondern auch eine klare Handlungslinie für die Kommune setzen.
Ausblick: Schwedt als Modellstadt für Jugendbeteiligung
Mit der neuen Rahmenkonzeption und der Entwicklung der Jugendcharta hat Schwedt einen klaren Kurs für die Zukunft gesetzt. Die Stadt zeigt, dass Bildungspolitik und Jugendförderung nicht isoliert betrachtet werden können, sondern in enger Verbindung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und demokratischen Werten stehen.
Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um die Konzepte in die Praxis umzusetzen, die Jugendbeteiligung zu stärken und Schwedt als Vorbild für andere Kommunen im Brandenburger Raum zu etablieren. Mit einem breiten Beteiligungsprozess und der Einbindung junger Menschen in Entscheidungsprozesse hat Schwedt bereits gezeigt, dass die Zukunft nicht nur für, sondern auch mit Kindern und Jugendlichen gestaltet werden kann.
Quellen
Weitere Beiträge aus Schwedt
Finanzen und Haushalt in Schwedt: Schlüsselentscheidungen im Februar 2026
Im Februar 2026 standen in Schwedt/Oder entscheidende Haushalts- und Finanzthemen im Vordergrund. Der Finanzausschuss diskutierte und beschloss mehrere Vorlagen, die die künftige Entwicklung der Stadt prägen werden – von Steuererhöhungen über Straßensanierungen bis hin zu Großprojekten im Sondervermögen.
Weiterlesen →
Kulturpolitik in Schwedt: Sanierung des Theaterhauses und Bühnenausschuss-Sitzungen
Im Februar 2026 standen in Schwedt bedeutende Entscheidungen für die kulturelle Infrastruktur im Vordergrund. Der Fokus lag dabei auf der Sanierung des Theaterhauses "Uckermärkische Bühnen Schwedt" und der Arbeit des Bühnenausschusses.
Weiterlesen →
Schwedt: Urban Development und Bauleitplanung – Analyse Februar 2026
Im Februar 2026 setzte die Stadt Schwedt/Oder wichtige Impulse in der Stadtentwicklung und Bauleitplanung. Mit der Erweiterung des Industriegebiets Hafen Nord und der Umwidmung von Flächen im Ortsteil Vierraden zeigt die Stadt Ambitionen, wirtschaftliche Perspektiven zu sichern und gleichzeitig rechtliche und ökologische Rahmenbedingungen zu beachten.
Weiterlesen →Früher wissen. Früher handeln.
Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.
Jetzt kostenlos testen