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Fürstenwalde im Februar 2026: Stadtentwicklung, Haushalt und Bürgerbeteiligung im Fokus

Fürstenwalde im Februar 2026: Stadtentwicklung, Haushalt und Bürgerbeteiligung im Fokus

Der Februar 2026 war in Fürstenwalde geprägt von wichtigen Entscheidungen im Bereich Stadtentwicklung, Haushaltsplanung und Bürgerbeteiligung. Zahlreiche Bebauungspläne wurden beschlossen, ein Haushaltssicherungskonzept ist in Arbeit und das Bürgerbudget zeigt neue Impulse.

Stadtentwicklung und Bauplanung beschleunigt

Bebauungspläne in beschleunigtem Verfahren

Im Februar 2026 wurden mehrere Bebauungspläne in Fürstenwalde beschlossen, um die Innenentwicklung voranzutreiben. Der Bebauungsplan Nr. 132 "Rauener Kirchweg" sowie der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 68 "Lebensmittelmarkt Triftstraße" und der einfache Bebauungsplan Nr. V "Erweiterung Lebensmittelmarkt Rudolf-Breitscheid-Straße" wurden einstimmig im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB verabschiedet.

Diese Pläne zielen darauf ab, bestehende Flächen effizienter zu nutzen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu stärken. Die Bebauungsvarianten, insbesondere im Rauener Kirchweg, bieten zukünftig Wohnraum in Form von kleinteiliger Wohnbebauung oder Mehrfamilienhäusern, wodurch der soziale Mix in der Stadt gefördert werden soll.

Bürgerbeteiligung an Bahnhofsumfeld

Zwar wurde der Antrag der Fraktion DIE LINKE. zum Bahnhofsumfeld nicht abgestimmt, aber die Verwaltung wurde beauftragt, konkrete Maßnahmen umzusetzen. Dazu gehören die Initiierung einer Bürgerinitiative "Unser Bahnhof", die Nutzung des Bahnhofs als Dienstleistungszentrum und die Einrichtung eines PopUpParks. Diese Maßnahmen zeigen, wie die Stadt auch in sensiblen Quartieren auf Bürgerwünsche reagiert.

Haushaltssicherung und Bürgerbudget

Haushaltssicherungskonzept in Arbeit

Der Haushalt 2026 ist aktuell in der Überarbeitung. Nach einem Rückzug der Haushaltsplanfeststellung durch den Bürgermeister wurde ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept angestrebt, das keine Genehmigung der Kommunalaufsicht benötigt. Dieses Konzept ist Teil einer Strategie, um langfristig finanzielle Stabilität zu gewährleisten, auch wenn die gesetzliche Verpflichtung nach § 68 BbgKVerf nicht greift.

Der Zwischenbericht zum Haushaltssicherungskonzept wurde in den Ausschüssen vorgestellt, und der Jahresbericht zum Haushaltsvollzug 2025 wies einen Gesamtüberschuss von 4.742.118,98 € aus. Trotz eines negativen Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit (–155.536,61 €) bleibt die Stadt finanziell stabil.

Bürgerbudget 2026: Bürgermeinungen zählen

Im Jahr 2026 beteiligten sich 1858 Bürgerinnen und Bürger am Bürgerbudget, was einer Beteiligungsquote von 6,3 % entspricht. Aus 24 zugelassenen Vorschlägen wurden 6 Projekte ausgewählt, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Das Bürgerbudget zeigt, dass die Stadt ein offenes Ohr für bürgerschaftliche Impulse hat und diese in ihre Planung einbezieht.

Verwaltung und Personalentscheidungen

Rechnungsprüfung und Personalwechsel

Frau Tordis Kruck wurde einstimmig zur Rechnungsprüferin bestellt und wird ab 1. März 2026 ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Finanzierung erfolgt über den Haushaltsansatz im Bereich Personal, was zeigt, dass die Stadt auch in Verwaltungsfunktionen auf Kontinuität und Transparenz setzt.

Im nichtöffentlichen Teil mehrerer Sitzungen wurden Personalentscheidungen beraten, darunter die Abberufung und Bestellung von Geschäftsführern bei der Gewerbe- und Industriepark Lindenstraße GmbH und der Wohnungswirtschaft GmbH Fürstenwalde (Spree). Diese Entscheidungen sind Teil der strategischen Ausrichtung der kommunalen Unternehmen und werden in den kommenden Monaten Auswirkungen auf die Arbeitswelt und das Wohnen in Fürstenwalde haben.

Straßenreinigung neu geregelt

Die Neufassung der Straßenreinigungssatzung und der Straßenreinigungsgebührensatzung wurden einstimmig beschlossen. Diese Änderungen sollen die Klarheit im kommunalen Dienstleistungsangebot erhöhen und gleichzeitig die Transparenz in der Gebührenberechnung verbessern. Bürgerinnen und Bürger können sich so auf gerechte und verständliche Regelungen verlassen.

Überblick: Was diesen Monat wichtig war

  • Bebauungspläne beschleunigt: Innenentwicklung und Wirtschaftsflächen sind im Fokus.
  • Bürgerbudget 2026: Bürgermeinungen prägen die Stadtentwicklung mit.
  • Haushaltssicherungskonzept: Finanzstabilität bleibt Ziel der Stadt.
  • Neue Rechnungsprüferin: Transparenz und Kontrolle werden weiter gestärkt.
  • Bürgerbeteiligung am Bahnhof: Initiativen für ein lebendiges Bahnhofsumfeld gestartet.

Ausblick und Schlussfazit

Der Februar 2026 hat gezeigt, dass Fürstenwalde sowohl in der Stadtentwicklung als auch in der Haushaltsplanung entschlossen vorangeht. Die beschleunigte Bauplanung, die Bürgerbeteiligung und die Schaffung von Transparenz in der Verwaltung sind Schwerpunkte, die die Stadt in den kommenden Monaten weiter ausbauen wird.

Mit der Vorlage eines neuen Haushaltsentwurfs und der Umsetzung der gewählten Bürgerbudgetprojekte wird im März 2026 die konkrete Umsetzung beginnen. Fürstenwalde bewegt sich auf einem Kurs, der die Zukunft der Stadt aktiv gestaltet – mit den Bürgern, für die Bürger.

Quellen

Sitzung

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