März 2026: Frankfurter Stadtentwicklung und Bürgerthemen im Fokus
Der März 2026 war geprägt von bedeutenden Entscheidungen in Frankfurt (Oder), die Investitionen, Klimaschutz, Soziales und Bildung betreffen. Erfahren Sie, was sich in der Stadt bewegt hat.
Bürgerrelevante Entscheidungen im März 2026
- Investitionen in Bildung und Sport: Mehrere Millionen Euro werden in neue Turnhallen und Sportstätten investiert, darunter der Neubau der Turnhalle am Oberstufenzentrum mit 11,18 Millionen Euro.
- Energiewende und Erneuerbare Energien: ENERTRAG plant Wind- und Solaranlagen in der Nähe des Gas-Motoren-Kraftwerks. Die Stadt erhält jährlich rund 469.440 Euro an Einnahmen aus diesen Projekten.
- Soziale Unterstützung und Integration: Mit der Brandenburgischen Angebotsanerkennungsverordnung wird die Nachbarschaftshilfe für Pflegebedürftige erweitert. Zudem wurde ein Demenzberatungskonzept vorgestellt.
- Infrastruktur und Klimaneutralität: Die Stadt nutzt das Sondervermögen des Bundes für Projekte wie die Beleuchtung von Gemeindestraßen und die Brücke Ziegenwerder.
- Bürgerbeteiligung und Kiez-Kitas: Neue Kiez-Kitas und ein Armutspräventionskonzept wurden beschlossen, um Kindern und Familien gezielt zu helfen.
Investitionen und Infrastruktur: Der Aufbruch in Richtung Zukunft
Die Stadt Frankfurt (Oder) hat sich im März 2026 klar für eine umfassende Infrastruktur- und Klimaneutralitätsoffensive entschieden. Mit dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturgesetz (LuKIFG) wurden mehrere Projekte beschlossen, die bis 2030 umgesetzt werden sollen. Die größten Investitionen fallen in die Bereiche Bildung und Sport: Der Neubau der Turnhalle am Oberstufenzentrum kostet allein 11,18 Millionen Euro. Zudem wird die Brücke Ziegenwerder mit 6,64 Millionen Euro saniert.
Ein weiteres Projekt, das im März beschlossen wurde, ist die Errichtung eines integrierten Energie-Intranets mit Photovoltaik und Windenergie. Die PV-Anlagen sollen im zweiten Quartal 2028 und die Windkraftanlagen im zweiten Quartal 2031 in Betrieb gehen. Die Stadt profitiert dabei nicht nur von sauberer Energie, sondern auch von finanziellen Beteiligungen, die durch das EEG und brandenburgische Abgabengesetze entstehen.
Soziale Sicherung und Demenzberatung: Eine stärkere Unterstützung für Familien
Im Ausschuss für Gleichstellung, Gesundheit, Soziales und Integration wurde ein Konzept zur Demenzberatung vorgestellt. Ziel ist es, Betroffene und Angehörige mit regelmäßigen Beratungen, Fortbildungen und digitalen Angeboten zu unterstützen. Zudem wurde die Brandenburgische Angebotsanerkennungsverordnung novelliert, um die Nachbarschaftshilfe zu stärken: Einzelpersonen können künftig bis zu zehn Euro pro Stunde für ihre ehrenamtliche Arbeit erhalten.
Zudem wurde ein Armutspräventionskonzept diskutiert, das auf Barrierefreiheit, Integration und Gesundheitsversorgung setzt. Der Jugendhilfeausschuss beschloss zudem, Kiez-Kitas einzurichten, um Kindern in sozialen Brennpunkten gezielt zu helfen. Die Förderung von acht neuen Kiez-Kitas mit jeweils 0,5 VZEs wurde beantragt.
Bürgerbeteiligung und Bildung: Mehr Chancen für Kinder und Jugendliche
Die Stadt hat sich im März 2026 dafür entschieden, die Bürgerbeteiligung in allen Bereichen zu stärken. Im Jugendhilfeausschuss wurde ein stadtweites Beteiligungsverfahren beschlossen, das Betroffene, Freie Träger und Interessenvertretungen einbinden soll. Zudem wurde ein Familienwegweiser fertiggestellt, der Familien in Frankfurt (Oder) den Zugang zu sozialen Leistungen und Angeboten erleichtern soll.
In der Bildungsszene ist der Aufbau der Kiez-Kitas ein Meilenstein. Die Kita „Hans und Hanka“ und der Hort „Coole Kiste“ sollen ab August 2026 als Kiez-Kitas starten. Die Stadt hat zudem ein Armutspräventionskonzept entwickelt, das auf dem Rücken der Ergebnisse einer Kinder- und Jugendbefragung mit über 850 Teilnehmenden basiert.
Überblick und Ausblick
Der März 2026 war geprägt von zukunftsorientierten Entscheidungen in Frankfurt (Oder). Die Stadt investiert kräftig in Bildung, Sport und Infrastruktur, stärkt soziale Sicherung und Demenzberatung und setzt auf mehr Bürgerbeteiligung und Chancengleichheit. In den kommenden Monaten wird es vor allem um die Umsetzung dieser Projekte gehen – und um die Finanzierung, die bis 2030 geplant ist.
Quellen
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