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Bildungspolitik in Cottbus: Fokus auf Freistundenvermeidung und Rechtsextremismus im März 2026

Bildungspolitik in Cottbus: Fokus auf Freistundenvermeidung und Rechtsextremismus im März 2026

Im März 2026 standen in Cottbus wichtige bildungspolitische Themen wie die Vermeidung von Freistunden, Berufsorientierung und der Umgang mit Rechtsextremismus im Mittelpunkt. Der Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und sorbische/wendische Angelegenheiten diskutierte diese Themen intensiv.

Bildungspolitik in Cottbus: Aktuelle Herausforderungen und Handlungsfelder

Die Bildungspolitik ist in Cottbus ein zentraler Schwerpunkt der kommunalen Arbeit. Im März 2026 standen insbesondere drei Themen in den Fokus des Ausschusses für Bildung, Sport, Kultur und sorbische/wendische Angelegenheiten: die Vermeidung von Freistunden, die Stärkung der Berufs- und Nachfolgeorientierung sowie der Umgang mit Rechtsextremismus in der Schule. Diese Themen spiegeln nicht nur aktuelle bildungspolitische Prioritäten, sondern auch tiefgreifende gesellschaftliche Entwicklungen wider.

Vermeidung von Freistunden: Eine Herausforderung für die Schulorganisation

Die Anfrage AN-42/26, die den Ausschuss beschäftigte, befasste sich mit der Nutzung eines Angebots zur Vermeidung von Freistunden. Freistunden sind in der schulischen Praxis ein langfristiges Problem, das sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler*innen belastend ist. Sie wirken sich negativ auf die Unterrichtskontinuität aus und können zu einem erhöhten organisatorischen Aufwand führen.

Die Stadt Cottbus hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Freistunden zu reduzieren, darunter bessere Planungsinstrumente und die Förderung von Kooperationen zwischen Schulen. Im März 2026 wurde geprüft, ob bestehende Angebote ausreichend genutzt werden und ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Die Diskussion unterstrich, dass die Vermeidung von Freistunden nicht nur ein organisatorisches, sondern auch ein strukturell-politisches Thema bleibt.

Berufs- und Nachfolgeorientierung: Zukunftssicherung durch frühzeitige Unterstützung

Ein weiterer zentraler Tagesordnungspunkt war die Berufs- und Nachfolgeorientierung. In einer Zeit, in der die Arbeitswelt sich rasant verändert, gewinnt es an Bedeutung, Schüler*innen frühzeitig für mögliche Berufe zu sensibilisieren und sie bei der Berufswahl zu unterstützen.

In Cottbus wird hierbei ein besonderes Augenmerk auf die Nachfolge in regional wichtigen Berufen gelegt – vor allem in Handwerk, Pflege und Technik. Der Ausschuss befasste sich mit der Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Unternehmen und der Stadt optimiert werden kann, um praxisnahe Orientierungsangebote zu schaffen. Diskutiert wurden unter anderem die Rolle von Praktika, dualen Ausbildungsmodellen und der Einbindung von Berufsschulen in die regionale Bildungsstruktur.

Rechtsextremismus in der Schule: Prävention und Handlungsstrategien

Ein weiteres wichtiges Thema war der Umgang mit Rechtsextremismus in der Bildungspolitik. Der Ausschuss diskutierte einen Bericht zur Fortschreibung des externen Handlungskonzepts Rechtsextremismus. Dieses Konzept ist Teil einer umfassenden Strategie, um rechtsextreme Einflüsse in der Schule frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

Die Diskussion zeigte, dass Prävention und Sensibilisierung eine zentrale Rolle spielen. Dazu gehören nicht nur spezifische Lehrpläne und Schulungen für Lehrkräfte, sondern auch die Stärkung von demokratischen Kompetenzen bei den Schülerinnen. In Cottbus setzt man dabei auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Expertinnen aus der Bildungslandschaft.

Ausblick: Bildung als zentraler Handlungsfeld für Cottbus

Die März-Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport, Kultur und sorbische/wendische Angelegenheiten in Cottbus unterstreicht, dass Bildung ein Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit der Stadt ist. Die Themen Freistundenvermeidung, Berufsorientierung und Rechtsextremismus sind nicht isoliert zu betrachten, sondern zeigen die Vielschichtigkeit der bildungspolitischen Herausforderungen.

Zukünftig wird es darauf ankommen, wie gut die Stadt Cottbus diese Themen in ihrer Gesamtstrategie verankert und wie sie dabei die Partizipation von Eltern, Lehrkräften und der jungen Generation stärkt. Nur so kann Bildung in Cottbus auch in Zukunft ein zentraler Baustein für soziale und wirtschaftliche Entwicklung bleiben.

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