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Rosenheims Klimaschutz im April 2026: Hochwasserschutz, Landschaftsschutz und Abfallwirtschaft

Environment and Climate 📍 Rosenheim · Bayern
Rosenheims Klimaschutz im April 2026: Hochwasserschutz, Landschaftsschutz und Abfallwirtschaft

Im April 2026 standen in Rosenheim umfassende Klimaschutzmaßnahmen im Vordergrund. Der Fokus lag auf der Ertüchtigung der Mangfalldeiche, der Änderung des Landschaftsschutzgebiets und dem Fortschritt bei der Biomüllsammlung. Der Blog-Artikel analysiert die Hintergründe, Entscheidungen und Auswirkungen dieser Maßnahmen.

Klimawandel als treibende Kraft für Rosenheims Stadtpolitik

Rosenheim hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Herausforderungen des Klimawandels eingestellt. Im April 2026 zeigte sich dies besonders deutlich im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Mit Investitionen in den Hochwasserschutz, der Anpassung von Landschaftsschutzgebieten und Fortschritten in der Abfallwirtschaft demonstriert die Stadt ihre Vorreiterrolle in der Klimapolitik.

Hochwasserschutz an der Mangfall: Investitionen mit Klimafaktor

Die Sanierung der Mangfalldeiche ist ein zentrales Projekt, um die Stadt vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Im April 2026 wurden die Details für mehrere Bauabschnitte vorgestellt, darunter:

  • Bauabschnitt 11.1 (Eisenbahnbrücke – Schwimmbadsteg): 1.220 Meter Deich werden saniert, Böschungen angepasst und Setzungen ausgeglichen. Der Deichkronenweg wird asphaltiert. Die Kosten betragen rund 9 Millionen Euro, die Bauzeit etwa 2,5 Jahre.
  • Bauabschnitt 11.2: Weitere Sanierungen mit einem Kostenrahmen von 2,3 Millionen Euro und einer Bauzeit von 1,5 Jahren.
  • Fluttor-Bereich (Bauabschnitt 91/95): Ein dreifeldriges Absperrbauwerk wird errichtet, Kosten: 3,8 Millionen Euro.

Ein weiteres zentrales Projekt ist das Rückhaltebecken Feldolling, das 2026 fertiggestellt wird. Mit einem Klimafaktor von 15 % wird hier bereits proaktiv auf zukünftige Niederschlagsmengen eingestellt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 80 Millionen Euro, davon wurden bereits 70 Millionen Euro investiert.

Diese Maßnahmen zeigen, wie Rosenheim die Klimarisiken nicht nur reaktiv, sondern strategisch angeht. Gleichzeitig wird der landschaftspflegerische Aspekt in die Planung einbezogen, um den ökologischen Wert der Mangfallregion zu erhalten.

Landschaftsschutzgebiet „Mangfall“: Änderung und Ausweitung

Im April 2026 wurde die Verordnung zur Änderung des Landschaftsschutzgebiets „Mangfall“ beschlossen. Das Schutzgebiet umfasst nun etwa 121 Hektar, nachdem es ursprünglich 99 Hektar groß war. Die Änderung erfolgte nach mehrjähriger Rechtsverzögerung und wurde durch ein öffentliches Verfahren begleitet, bei dem keine Bedenken erhoben wurden.

Die neue Verordnung schützt Grünflächen entlang der Mangfall und regelt Einschränkungen in Bezug auf Beleuchtung, Feuerstätten, Veranstaltungen und Forstwirtschaft. Die Änderung wurde von der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützt, wobei Bedenken gegen die Entnahme einer Grünfläche am Eisstadion geäußert wurden.

Die Verordnung ist ein Meilenstein in der Balance zwischen städtischer Entwicklung und Landschaftsschutz. Sie zeigt, wie Rosenheim auch bei sensiblen Themen wie dem Schutz natürlicher Ressourcen vorausschauend handelt.

Biomüllsammlung: Erfolge und Herausforderungen

Seit Anfang 2025 sammelt Rosenheim dezentral Bioabfälle an 21 Standorten mit insgesamt 27 Containern. Nach einem Jahr Praxis wurden bereits rund 100 Tonnen Biomüll gesammelt, was auf eine positive Akzeptanz der Bevölkerung hindeutet. Die Erfahrungen mit der Trennung sind weitgehend positiv, es gab nur vereinzelte Fehlwürfe.

Die Stadt plant, weitere 30 Container hinzuzufügen und den Standortkreis auf Aising, Happing und Am Gries auszuweiten. Allerdings ist die durchschnittliche Menge an gesammeltem Biomüll in Rosenheim mit 2 kg pro Einwohner noch deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von 70,3 kg. Dies unterstreicht, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt, insbesondere im Hinblick auf Bewusstseinsbildung und Infrastruktur.

Ausblick: Klimaangepasste Städtepolitik als Zukunftsaufgabe

Der April 2026 war in Rosenheim ein intensiver Monat für Klimaschutzmaßnahmen. Mit Investitionen in den Hochwasserschutz, der Ausweitung des Landschaftsschutzgebiets und Fortschritten in der Abfallwirtschaft zeigt die Stadt, dass sie die Herausforderungen des Klimawandels ernst nimmt.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die geplanten Maßnahmen pünktlich und effektiv umgesetzt werden können. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie die Stadt auch in anderen Bereichen – etwa im Verkehr oder in der Energiepolitik – klimafreundliche Lösungen entwickelt. Rosenheim bewegt sich in die richtige Richtung, doch die Balance zwischen Wachstum, Sicherheit und Nachhaltigkeit bleibt eine ständige Herausforderung.

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