Monatlich 3 Min. Lesezeit

Landshut setzt im Februar 2026 auf mehr Bildung, Kultur und Konsolidierung

Landshut setzt im Februar 2026 auf mehr Bildung, Kultur und Konsolidierung

Im Februar 2026 hat Landshut entscheidende Schritte in der Bildungsplanung, Schulumstruktur und kulturellen Entwicklung getätigt. Der Fokus lag auf der Schulentwicklungsplanung, der Mittagsbetreuung an Grundschulen, Gebührenanpassungen und der kulturellen Verortung der Skulptur „Königskerze“.

Bildung und Kultur im Fokus: Landshuts Entscheidungen im Februar 2026

Die Stadt Landshut hat sich im Februar 2026 intensiv mit der Zukunft ihrer Bildungslandschaft und kulturellen Angebote beschäftigt. In der 24. Sitzung des Bildungs- und Kultursenats wurden zentrale Themen wie Schulentwicklungsplanung, Betreuungsangebote an Grundschulen, Gebührenanpassungen an der Musikschule und kulturelle Projekte diskutiert und entschieden. Diese Maßnahmen spiegeln sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen einer wachsenden Stadt in Bayern wider.

Schulentwicklungsplanung: Sicherung des Bildungsraumes für die Zukunft

Die aktuelle Schulentwicklungsplanung für Grundschulen in Landshut bestätigte erneut die Dringlichkeit der geplanten Baumaßnahmen. Mit einem Anstieg der Grundschülerzahlen von 2.035 (2012/2013) auf 2.653 (Prognose 2026) wird deutlich, dass die Kapazitäten an bestehenden Schulen bald ihre Grenzen erreichen. Die Projektgruppe Bildung und Region biregio hat daher Empfehlungen für den Neubau der Grundschulen Ost und Nordwest sowie die Erweiterung der Grundschule Peter und Paul ausgearbeitet. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den steigenden Bedarf an Schulplätzen zu decken und die Qualität der Bildung zu gewährleisten.

Die Verwaltung wird im Jahr 2026 einen Bericht über die aktualisierte Grundschulplanung vorlegen, der den Senat und den Stadtrat über die Fortschritte informiert.

Mittags- und Hausaufgabenbetreuung: Ausbau und Qualitätssteigerung

Mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 tritt der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Kinder der 1. bis 4. Klasse in Kraft. In Landshut wurde ein Konzept zur Umsetzung dieses Rechtsanspruches vorgelegt, das eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Betreuung an acht Grundschulen sichert. Dazu zählen die Grundschulen Carl Orff, Karl-Heiß, St. Wolfgang, Berg, Konradin Landshut-Auloh, Nordwest, Ost und Nikola.

Ein zentrales Element ist die Anpassung des Betreuungsschlüssels von 1:24 auf 1:12, um die Sicherheit und Qualität zu erhöhen. Dazu wird vorgeschlagen, fünf Stellen für pädagogische Fachkräfte (Eingruppierung S8a) zu schaffen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den steigenden Betreuungsbedarf zu bewältigen und den Eltern mehr Flexibilität in der Arbeitsorganisation zu ermöglichen.

Gebührenanpassung an der Städtischen Musikschule: Konsolidierung und Transparenz

Die Musikschule Landshut hat im Februar 2026 eine Gebührenanpassung beschlossen, die sowohl finanzielle als auch strukturelle Aspekte berücksichtigt. Ziel ist es, den Haushalt der Musikschule zu konsolidieren, der durch steigende Kosten und sinkende Einnahmen unter Druck steht. Die Gebührenerhöhung beträgt durchschnittlich 5 %, wobei der Einzelunterricht à 45 Minuten um knapp 8 % auf 1.020 € pro Jahr angepasst wird.

Zudem wird eine Gebühr für Ensemble- und Ergänzungsfächer wie Theorieunterricht oder Spielkreise eingeführt. Die Verwaltung hat außerdem eine redaktionelle Überarbeitung der Satzung vorgenommen, um die Lesbarkeit und Verständlichkeit zu verbessern. Die neuen Regelungen sollen im Jahr 2026 in Kraft treten und werden vom Bildungs- und Kultursenat empfohlen.

Kulturprojekte und Skulpturen: Die „Königskerze“ und der Paradiesgarten

Ein weiteres Highlight der Februar-Sitzung war die Planung zur Versetzung der Skulptur „Königskerze“ von Slavko Oblak. Die Skulptur wird vom Stadtteilsportgelände Mitterwöhr in den Innenhof des Ursulinenklosters verlegt, wo sie in den zukünftigen Paradiesgarten integriert wird. Dieser Lern- und Ruheort wird pädagogisch, meditativ und naturnah gestaltet. Die Skulptur wird zunächst in einer Ausstellung in der Heiliggeistkirche präsentiert, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommt.

Die Verwaltung hat die betroffenen Vereine und die Interessengemeinschaft Mitterwöhr in den Planungsprozess eingebunden. Die Versetzung erfolgt kostenneutral für die Stadt, da die Skulptur als Dauerleihgabe an das Erzbischöfliche Ordinariat übergeben wird.

Ausblick: Bildung und Kultur als zentrale Städteentwicklungsachsen

Die Entscheidungen im Februar 2026 zeigen, dass Landshut Bildung und Kultur als tragende Säulen der Städteentwicklung versteht. Mit der Schulentwicklungsplanung, dem Ausbau der Mittagsbetreuung und der kulturellen Gestaltung öffentlicher Räume wird die Stadt auf die Zukunft vorbereitet. Gleichzeitig wird durch Gebührenanpassungen und Konsolidierungsmaßnahmen finanzielle Stabilität angestrebt.

Im Jahr 2026 steht Landshut nicht nur vor der Herausforderung, den steigenden Bedarf an Bildungsplätzen zu decken, sondern auch kulturell zu überzeugen. Mit Projekten wie der Pumuckl-Ausstellung, der Fritz-Koenig-Online-Datenbank und der Ausstellung über Slavko Oblak wird die Stadt ihre kulturelle Identität weiterentwickeln.

Quellen

Sitzung

Weitere Beiträge aus Landshut

Stadtentwicklung in Landshut: Herausforderungen, Projekte und Zukunftsperspektiven im März 2026
Economic Development 📍 Landshut

Stadtentwicklung in Landshut: Herausforderungen, Projekte und Zukunftsperspektiven im März 2026

Im März 2026 standen in Landshut entscheidende Themen der Stadtentwicklung und Bauplanung im Fokus. Vom Bebauungsplanentwurf über Infrastrukturmaßnahmen bis hin zu Umwelt- und Finanzfragen – die Stadt setzt auf Planungssicherheit, Nachhaltigkeit und präzise Finanzierung. Dieser Deep-Dive beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen und gibt Einblick in die zukünftigen Herausforderungen.

Weiterlesen
Jugendpolitik in Landshut: Neue Weichenstellungen und Maßnahmen im März 2026
Education and Public Facilities 📍 Landshut

Jugendpolitik in Landshut: Neue Weichenstellungen und Maßnahmen im März 2026

Im März 2026 hat Landshut wichtige Schritte in der Jugendpolitik gesetzt. Der Jugendhilfeausschuss stimmte mehreren Reformen zu, darunter einem zweiten Aktionsplan für eine kinderfreundliche Kommune, Anpassungen der Kindertagespflege-Richtlinien und der Erlass von Satzungen für kooperative Ganztagsbetreuungen an Grundschulen. Diese Maßnahmen zeigen den Willen der Stadt, die Lebensbedingungen junger Menschen nachhaltig zu verbessern.

Weiterlesen

Früher wissen. Früher handeln.

Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.

Jetzt kostenlos testen