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Jugendpolitik in Landshut: Neue Weichenstellungen und Maßnahmen im März 2026

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Jugendpolitik in Landshut: Neue Weichenstellungen und Maßnahmen im März 2026

Im März 2026 hat Landshut wichtige Schritte in der Jugendpolitik gesetzt. Der Jugendhilfeausschuss stimmte mehreren Reformen zu, darunter einem zweiten Aktionsplan für eine kinderfreundliche Kommune, Anpassungen der Kindertagespflege-Richtlinien und der Erlass von Satzungen für kooperative Ganztagsbetreuungen an Grundschulen. Diese Maßnahmen zeigen den Willen der Stadt, die Lebensbedingungen junger Menschen nachhaltig zu verbessern.

Jugendpolitik als zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit Landshuts

Jugendpolitik ist in Landshut nicht nur ein Randthema, sondern ein zentraler Baustein für die langfristige Entwicklung der Stadt. Im März 2026 wurden im Jugendhilfeausschuss entscheidende Weichen gestellt, die nicht nur die aktuelle Betreuungslandschaft verändern, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Stadt stärken. Mit der Vorstellung des zweiten Aktionsplans für eine kinderfreundliche Kommune, der Anpassung der Kindertagespflege-Richtlinien und der Erstellung von Satzungen für kooperative Ganztagsbetreuungen zeigt Landshut, dass die Interessen junger Menschen in den Fokus gestellt werden.

Der zweite Aktionsplan für eine kinderfreundliche Kommune

Im März 2026 stellte der Jugendhilfeausschuss den zweiten Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune Landshut“ vor. Dieser Plan wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendbeirat, der Steuerungsgruppe und Kooperationspartnern entwickelt und baut auf vier Grundsäulen auf: Partizipation, Bildung, Sicherheit und Lebensqualität. Insgesamt sind 15 konkrete Maßnahmen enthalten, von denen drei in Kooperation mit Schulen umgesetzt werden sollen. Drei Maßnahmen aus dem ersten Aktionsplan – darunter die Einrichtung der Stabsstelle Kinder- und Jugendbeauftragte und die Erstellung einer Portalseite für Kinder und Jugendliche – wurden übernommen.

Der zweite Aktionsplan verursacht jährlich etwa 4.500 Euro an zusätzlichen Kosten. Die Erreichung des kommunalen Siegels „Kinderfreundliche Kommune“ ist bis spätestens Mai 2026 Ziel, mit einer offiziellen Siegelübergabe voraussichtlich im Juli. Der Ausschuss empfahl, den Plan im Stadtrat zu beschließen und die erforderlichen Haushaltsmittel bereitzustellen.

Anpassung der Richtlinien für Qualifizierte Kindertagespflege

Ein weiterer Schwerpunkt der März-Sitzung war die Anpassung der Richtlinien für Qualifizierte Kindertagespflege. Diese Anpassungen erfolgten unter Berücksichtigung der aktuellen Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales. Ab 1. April 2026 wird ein Betreuungszeitkorridor von 7:00 bis 20:00 Uhr vorgegeben, mit der Möglichkeit der Randzeitenbetreuung bis zu 5:00 Uhr und 22:00 Uhr. Diese Flexibilisierung ist insbesondere für Eltern wertvoll, die unregelmäßige Arbeitszeiten haben.

Die Stadt Landshut sieht in der Qualifizierten Kindertagespflege einen wichtigen Baustein für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Der Jugendhilfeausschuss stimmte der Anpassung der Richtlinien einstimmig zu, was zeigt, dass die Stadt bereit ist, auf veränderte gesetzliche und soziale Anforderungen zu reagieren.

Kooperative Ganztagsbetreuungen an Grundschulen

Zum Beginn des Schuljahres 2026/27 wird Landshut zwei neue Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft an den Grundschulen Nord-West und Ost eröffnen. Diese Einrichtungen bieten eine enge Verzahnung von Schule und Nachmittagsbetreuung und sind darauf ausgerichtet, eine ganztägige Betreuung für Grundschulkindergartenkinder anzubieten. Der Ausschuss empfahl, Benutzungs- und Gebührensatzungen für diese Einrichtungen zu erlassen.

Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags bis 16:30 Uhr und freitags bis 16:00 Uhr, in den Ferien bis 16:30 Uhr. Flexible Buchungsformate wie der „Hort bis 14 Uhr“ und der „Hort klassik bis 15:30 Uhr“ sollen Eltern mehr Gestaltungsfreiheit bieten. Mindestens 15 Betreuungstage pro Jahr müssen gebucht werden. Die Gebühren orientieren sich an den städtischen Kitas, mit Regelungen für Geschwisterermäßigungen.

Diese Maßnahme unterstreicht den Willen der Stadt, die Betreuungsangebote für Familien zu erweitern und gleichzeitig die Qualität der pädagogischen Arbeit zu sichern.

Ausblick: Jugendpolitik als Investition in die Zukunft

Die Entscheidungen im März 2026 zeigen, dass Landshut bereit ist, jugendpolitische Themen aktiv zu gestalten. Mit dem zweiten Aktionsplan für eine kinderfreundliche Kommune, der Anpassung der Kindertagespflege-Richtlinien und der Eröffnung neuer Betreuungseinrichtungen setzt die Stadt nicht nur auf kurzfristige Verbesserungen, sondern auf eine nachhaltige Entwicklung der Lebensbedingungen junger Menschen. Diese Investitionen in die Zukunft der Stadt tragen nicht nur zur Sicherung der demografischen Entwicklung bei, sondern auch zur Stärkung der sozialen und kulturellen Identität Landshuts.

Quellen

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