Kirchheim: April 2026 – Baupläne, Seniorenkonzept und Energiezukunft
Im April 2026 standen in Kirchheim wichtige Entscheidungen zur Stadtentwicklung, Seniorenversorgung und Energiepolitik im Fokus. Hier ist unser Monatsrückblick.
Zukunft in Stein gemeißelt – Kirchheim baut weiter
Was diesen Monat wichtig war
- Neubauten genehmigt: Mehrere Baugenehmigungen wurden erteilt, darunter ein Mehrgenerationenhaus und ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage.
- Seniorenkonzept beschlossen: Der Ablauf- und Kostenplan für das lokale Seniorenkonzept wurde einstimmig verabschiedet.
- Wärmeplan für zukunftsfähige Energieversorgung: Gemeinsam mit Aschheim und Feldkirchen wurde ein Wärmeplan beschlossen.
- Lesekonten steigen: In der Stadtbücherei wurden 2025 mehr Entleihungen und Besuche als im Vorjahr verzeichnet.
- Stellplatzregelung geklärt: Auf einem Baugrundstück in der Marsstraße wird ein Stellplatz mehr als vorgeschrieben errichtet.
- Doppelstabmattenzaun genehmigt: Ein Antrag auf einen erhöhten Zaun wurde genehmigt.
Bauausschuss: Stadtentwicklung vorangetrieben
Im April tagte der Bauausschuss und beschloss mehrere Bauvorhaben. Besonders hervorzuheben ist das geplante Mehrgenerationenhaus an der Poinger Straße 28a, das als Begeisterungspotenzial für Nachbarschaft und Gemeinschaft gilt. Ebenso wurde ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage an der Dorfstraße 8 genehmigt, was auf den wachsenden Bedarf an Wohnraum hindeutet.
Zudem wurden Befreiungen von Bebauungsplanfestsetzungen erteilt – etwa für eine Terrasse in einem privaten Grünstreifen oder für die Reduzierung der Stellplatzanzahl bei kleineren Wohnungen. Ein Doppelstabmattenzaun an der Ludwig-Ganghofer-Straße wurde genehmigt, obwohl er um 0,60 Meter über der zulässigen Höhe liegt.
Auffallend ist, dass die Sitzung einstimmig verlaufen ist: 10 Ja-Stimmen, keine Gegenstimmen. Rechtliche Grundlagen waren dabei unter anderem § 30 BauGB und Art. 6 BayBO.
Hauptausschuss: Senioren und Kultur im Fokus
Der Hauptausschuss beschloss den Ablauf- und Kostenplan für das lokale Seniorenkonzept, was zeigt, dass Kirchheim auch in Zukunft auf eine altersgerechte Infrastruktur setzt. Zudem wurde eine neue Abrechnungsregelung für den Dorffest und Christkindlmarkt beschlossen. Statt einer 10-prozentigen Gewinnabgabe gilt künftig eine Pauschale, was für Klarheit und Transparenz sorgen soll.
Die Lesekontenentwicklung in der Stadtbücherei ist aufwärts gerichtet: Im Jahr 2025 wurden 73.300 Entleihungen und 25.000 Besuche gezählt – ein Plus von jeweils 4 % gegenüber dem Vorjahr. Einnahmen aus Veranstaltungen und dem Flohmarkt stiegen auf 21.000 Euro (2025), was deutlich mehr ist als die 6.900 Euro des Vorjahres.
Gemeinderat: Energiepolitik und Stadtbild
In der Gemeinderatssitzung standen Themen wie Energieversorgung, Stadtgestaltung und Kinderbetreuung im Vordergrund. Besprochen wurde der Wärmeplan für Kirchheim, Aschheim und Feldkirchen, der als zentraler Baustein für die zukünftige Energiepolitik der Gemeinden gilt.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Anpassung der Elternbeiträge in der Kinderbetreuung, die ab September 2026 greifen wird. Zwar wurden keine konkreten Beträge genannt, aber der Grundsatz wurde beschlossen. Zudem erfolgte eine Grundsatzentscheidung für die Dachsanierung nach Wasserschaden am Standort St. Elisabeth.
Überblick: Entwicklung im Gleichgewicht
Der April 2026 zeigt ein Kirchheim, das auf verschiedenen Ebenen aktiv bleibt: In der Stadtentwicklung mit Neubauten und Stellplatzregelungen, in der Senioren- und Kulturpolitik mit klaren Regelungen und Investitionen in das Dorffest, und in der Energiepolitik mit einem Vorgriff in die Zukunft.
Die einstimmigen Entscheidungen im Bauausschuss und Hauptausschuss unterstreichen die Stabilität des Gremiums, während die Anfragen und Diskussionen im Gemeinderat zeigen, dass auch kritische Themen wie Digitalisierung oder Wahlergebnisse zur Sprache kommen.
Ausblick
Im Mai wird Kirchheim mit Sicherheit auf die Umsetzung der beschlossenen Projekte fokussiert sein – insbesondere die Dachsanierung und die Gewerbegebietplanung. Zudem ist zu erwarten, dass die Anpassung der Elternbeiträge konkretisiert wird. Bürgerinnen und Bürger sollten die Entwicklung des Seniorenkonzepts sowie die Umsetzung des Wärmeplans weiterhin im Blick behalten.
Quellen
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