Fürth: Mobilität im März 2026 – Steigende Taxitarife, Geschwindigkeitskontrollen und Investitionen
Im März 2026 standen in Fürth Entscheidungen zur Mobilität im Mittelpunkt: Eine einstimmige Taxitariferhöhung, neue Geschwindigkeitsbegrenzungen und Investitionen in den Fuhrpark des Marktamtes sorgten für Diskussion. Der Blog gibt einen Überblick über Hintergründe, Debatten und Auswirkungen.
Fürth setzt auf nachhaltige Mobilität – mit gestiegenen Taxitarifen und Sicherheitsmaßnahmen
Im März 2026 hat die Stadt Fürth entscheidend in die Zukunft ihrer Mobilität investiert. Mit der einstimmigen Genehmigung der Taxitariferhöhung, der Einführung neuer Geschwindigkeitskontrollen und der Modernisierung des Fuhrparks des Marktamtes hat der Stadtrat Maßnahmen beschlossen, die sowohl auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit als auch auf Verkehrssicherheit abzielen. Diese Entscheidungen spiegeln einen klaren Fokus auf die Zukunftsfähigkeit der städtischen Infrastruktur wider.
Taxitarifordnung: Erhöhung um 5,19 % aufgrund steigender Kosten
Die Taxigenossenschaft Fürth hat im März 2026 eine Anpassung der Taxitarifordnung beantragt und erhielt dafür einstimmige Zustimmung im Stadtrat. Die Erhöhung um 5,19 % gegenüber dem IHK-Referenzwert ist ein direktes Ergebnis der steigenden Kosten im Taxigewerbe. Die Kfz-Versicherungen stiegen um 19,3 %, die Finanzierungskosten verdoppelten sich von 1,99 % auf 6,99 %, und auch die Personalkosten nahmen um 8,42 % zu.
Zusätzlich belasten die Anschaffungskosten für TSE-fähige Taxameter, die bei rund 1.200–1.500 € pro Fahrzeug liegen, die Branche. Die Tarifanpassung erfolgte daher nicht nur zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch zur Angleichung an Partnerstädte wie Nürnberg und Erlangen.
Die Stadt Fürth selbst profitiert von der Anpassung nicht wirtschaftlich, da die Taxitarifordnung keine Folgelasten für den städtischen Haushalt bedeutet.
Geschwindigkeitskontrollen: Tempo 30-Zonen und Blitzer-Säulen
Ein weiteres zentrales Thema war die Sicherheit im Straßenverkehr. In mehreren Wohngebieten, darunter die Friedrich-Ebert-Straße und die Blütenstraße, wurden Anträge auf die Einführung von Tempo 30-Zonen und baulichen Anpassungen gestellt. Die Verwaltung empfahl, auch mobile Geschwindigkeitsmesstafeln und gegebenenfalls Blitzer-Säulen einzusetzen, um Geschwindigkeitsverstöße einzudämmen.
Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Sicherheit von Kindern und Senioren. So wurde beispielsweise eine Tempo 30-Zone um das Seniorenheim Haus Maximilian und Schulen in der Tannenstraße eingeführt. In der Friedrich-Ebert-Straße wurde die Tempo 30-Regelung montags bis freitags, 7–17 Uhr, erweitert, allerdings nicht bis zur Vacher Straße, da der 150-Meter-Radius um den Kindergarten überschritten worden wäre.
Fuhrparkmodernisierung: Investitionen in Höhe von 390.000 €
Im März 2026 beschloss der Stadtrat eine Investition von insgesamt 390.000 € in den Fuhrpark und die Ausrüstung des Marktamtes. Dazu gehören ein LKW 26t mit Stapler (255.000 €), ein Kastenwagen 3,5t (60.000 €) sowie zusätzliche Ausrüstung wie Kabelbrücken und Veranstaltungsequipment (45.000 €).
Diese Investitionen sind Teil einer Neuorganisation des Marktamtes mit dem Ziel, die Eigenleistungsfähigkeit zu steigern und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Der LKW wird jedoch erst ab Anfang 2027 lieferbar sein, was 2026 zu Mehrausgaben von ca. 50.000 € für externe Dienstleister führt.
Ausblick: Nachhaltigkeit und Sicherheit im Fokus
Die Entscheidungen aus März 2026 zeigen, wie Fürth ihre Mobilitätspolitik weiterentwickelt: mit einer modernisierten Taxitarifordnung, neuen Sicherheitsmaßnahmen und Investitionen in städtische Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt die Stadt sensibel für wirtschaftliche und klimatische Aspekte – etwa durch die Prüfung von Klimawirkungen oder die Einhaltung von Budgetgrenzen.
In den kommenden Monaten wird es besonders spannend, die Auswirkungen der Geschwindigkeitskontrollen zu beobachten und zu prüfen, ob die Investitionen in den Fuhrpark langfristig tragfähig sind. Fürth zeigt damit, wie eine Stadt mit gezielten Maßnahmen auf die Herausforderungen der Mobilität reagieren kann.
Quellen
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