Fürth blickt zurück: März 2026 in Zahlen, Entscheidungen und Entwicklungen
Im März 2026 setzte die Stadt Fürth wichtige Impulse in Wirtschaft, Verkehr, Verwaltung und Bildung. Hier ist der Monatsrückblick mit den wichtigsten Entwicklungen und Entscheidungen.
Fürth im März 2026: Was diesen Monat wichtig war
- Taxitarife steigen: Die Taxitarifordnung wurde angepasst, um steigende Kosten für Fahrzeugerwerb, Versicherungen und Wartung auszugleichen.
- Neue Nahversorgungsstudie: Für die Stadtteile Vach und Mannhof wurde eine Machbarkeitsstudie für Nahversorgungsmärkte beschlossen.
- Finanz- und Personalentwicklung: Im Marktamt wurden vier neue Stellen geschaffen, und Investitionen in Höhe von 390.000 Euro genehmigt.
- Verkehrssicherheit gefördert: Geschwindigkeitskontrollen, Zebrastreifen und Tempolimits wurden beschlossen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.
- Klimaprüfung entfällt: Bei mehreren Beschlüssen wurde die Klimaprüfung als nicht notwendig angesehen.
Wirtschaftliche und städtische Entwicklung
Die Stadt Fürth hat in diesem Monat wichtige Schritte in Richtung einer zukunftsfähigen Wirtschaftsstruktur gesetzt. Der Wirtschafts- und Grundstücksausschuss beschloss die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für Nahversorgungsmärkte in den Stadtteilen Vach und Mannhof. Ziel ist es, Lebensmittelstandorte zu identifizieren, die sowohl flächentechnisch als auch wirtschaftlich tragfähig sind und in den städtischen Entwicklungszielen passen.
Zudem wurde die Genehmigung für den Ersatzneubau der EDEKA-Filiale an der Theodor-Heuss-Straße 1 einstimmig erteilt. Die Verwaltung betonte, dass keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt erwartet werden. Gleichzeitig wurde beschlossen, mögliche Einflussmöglichkeiten der Stadt auf den ehemaligen Möbelhaus-Flamme-Standort zu prüfen, einschließlich Kaufoptionen und städtischer Planungsinstrumente.
Verkehr und Sicherheit
Im März 2026 wurde deutlich, dass die Sicherheit im Straßenverkehr ein zentrales Thema bleibt. Der Verkehrsausschuss beschloss mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, darunter:
- Geschwindigkeitskontrollen entlang der Würzburger Straße und der Friedrich-Ebert-Straße.
- Neue Zebrastreifen an strategisch wichtigen Stellen.
- Feste Blitzer-Säulen an Stellen mit hohem Geschwindigkeitsverstößen.
- Tempolimit von 30 km/h in der Friedrich-Ebert-Straße, um besonders Kinder zu schützen.
Zudem wurde die Umsetzung einer Umweltspur in der Schwabacher Straße zwischen Benno-Strauß-Straße und Rothenburger Straße angestoßen, um den ÖPNV und Fahrradverkehr zu stärken. Die GRÜNEN forderten zudem, ökologische und soziale Kriterien in der Stadtvergabe wiederzubeleben, beispielsweise durch CO2-Kompensation und Tarifbindung.
Finanzpolitik und Verwaltung
Der Finanz- und Verwaltungsausschuss legte in diesem Monat den Grundstein für eine effizientere Verwaltungsstruktur. Er beschloss die Neuschaffung von vier Vollzeitstellen im Marktamt, darunter für Assistenz, Sicherheitskoordination und handwerkliche Tätigkeiten. Gleichzeitig wurden 390.000 Euro für Investitionen freigegeben, darunter für Fahrzeugsperren und einen LKW mit Stapler.
Zudem wurden die Essenspreise an den Fürther Grundschulen erhöht. Ein Schuljahr mit drei Mahlzeiten kostet künftig 75 Euro, was einen Anstieg von 6 Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Verwaltung betonte, dass die Erhöhung notwendig sei, um die steigenden Kosten für Lebensmittel und Betrieb zu decken.
Überblick: Strukturelle und personelle Anpassungen
Im Ausschuss für Personal, Organisation und Digitalisierung wurden mehrere organisatorische Anpassungen beschlossen. So wurde im Referat I/SchvA eine Teamstruktur mit vier Teams eingeführt und die Hans-Böckler-Schule neu strukturiert. Zudem wurde der Referat V in „Planen, Bauen, Grün und Infrastruktur“ umbenannt, um die Aufgaben klarer abzugrenzen.
Die Geschäftsordnungskommission beschloss zudem, den Baubeirat um ein Mitglied zu erweitern und das Stadtratsticket von 25 auf 32 Euro zu erhöhen. Diese Maßnahmen sollen die Transparenz und Effizienz der städtischen Gremien verbessern.
Cross-Topic: Klima und Nachhaltigkeit
Obwohl in mehreren Gremien Entscheidungen gefällt wurden, die inhaltlich Klimaschutz betreffen (z. B. Umweltspur, CO2-Kompensation), wurde in fast allen Fällen keine Klimaprüfung durchgeführt, da keine stark negativen Klimawirkungen erwartet wurden. Dies zeigt, dass das Thema Klimaschutz noch nicht in alle Entscheidungsprozesse eingebunden ist. Gleichzeitig zeigt die Diskussion um ökologische Kriterien in der Stadtvergabe, dass Nachhaltigkeit wieder stärker in den Fokus rückt.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war in Fürth geprägt von klaren Entscheidungen in Wirtschaft, Verkehr und Verwaltung. Die Stadt setzt Impulse für mehr Nahversorgung, bessere Verkehrssicherheit und eine schlankere Verwaltung. Gleichzeitig zeigt sich, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit zwar diskutiert, aber noch nicht systematisch in alle Entscheidungsprozesse eingebunden sind.
Im April steht die konstituierende Sitzung des Stadtrats an, die weitere personelle und strukturelle Anpassungen mit sich bringen wird. Zudem sind die Ergebnisse der Nahversorgungsstudie und der Taxitarifanpassung für die Bürgerinnen und Bürger spürbar. Fürth bewegt sich – und das zielgerichtet in Richtung Zukunft.
Quellen
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