März 2026 – Monatsrückblick Coburg
Im März 2026 hat Coburg wichtige Entscheidungen im Bereich Stadtentwicklung, Finanzen und Sozialem getroffen. Der städtebauliche Rahmenplan Bertelsdorf-Glend wurde beschlossen, Finanzhaushalte wurden angepasst und neue Bildungsprojekte gestartet.
Planung, Finanzen und Soziales im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- Der städtebauliche Rahmenplan Bertelsdorf-Glend wurde im Stadtrat einstimmig beschlossen – ein Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils.
- Finanzsenat genehmigte eine Haushaltsüberschreitung von 161.000 Euro für Ordnungsangelegenheiten und begründete dies mit Mehreinnahmen.
- Neue Ganztagsschulen und eCn-Klassen an Coburger Schulen wurden finanziell abgesichert – ein Schritt in Richtung moderner Bildung.
- Sozialsenat erhielt einen umfassenden Bericht über das Jobcenter Coburg, darin enthalten sind Leistungen, Integrationsquoten und Daten zur Wohnungslosenhilfe.
- Jugendhilfesenat beschloss eine Organisationsuntersuchung im Amt für Jugend und Familie, um Personalstruktur und Effizienz zu prüfen.
- Rückert-Mittelschule stand im Fokus – ein Kostenbericht wurde vorgestellt, allerdings ohne konkrete Zahlen.
Städtebau und Nachhaltigkeit: Der Rahmenplan Bertelsdorf-Glend
Der städtebauliche Rahmenplan für Bertelsdorf-Glend, der im März 2026 nach mehreren Stellungnahmen und öffentlichen Beteiligungen beschlossen wurde, ist ein zentraler Meilenstein in der Stadtentwicklung Coburgs. Der Plan wurde am 11. März 2026 im Senate für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen einstimmig genehmigt und am 26. März 2026 im Stadtrat zur Zustimmung empfohlen.
Im Fokus standen dabei ökologische und verkehrliche Aspekte. So wurden Maßnahmen zur Schaffung von Retentionsflächen und Grünachsen im Sinne des Schwammstadt-Prinzips festgelegt, Amphibienleiteinrichtungen eingeplant und ein emissionsarmes Beleuchtungskonzept vorgeschlagen. Verkehrstechnisch ist eine Lichtsignalanlage oder ein Kreisverkehr vorgesehen, sowie eine durchgehende Wegeverbindung zwischen Lautertal und Goldbergsee.
Die Verwaltung wurde beauftragt, in den nächsten Planungsphasen Verkehrsuntersuchungen, Gleisanschluss-Prüfungen und Klimasimulationen durchzuführen. Der Rahmenplan ist online unter www.coburg.de/rahmenplan-bertelsdorf einsehbar.
Finanzsenat: Haushaltsüberschreitung und Mehreinnahmen
Der Finanzsenat beschloss im März 2026 eine Haushaltsüberschreitung in Höhe von 161.000 Euro im Deckungskreis 1032 (Ordnungsangelegenheiten). Diese Überschreitung von 2025 betrug insgesamt 160.810,50 Euro, verteilt auf drei Produktkonten. Die Deckung erfolgte durch Mehreinnahmen in Höhe von 70.000,00 Euro, 55.000,00 Euro und 41.000,00 Euro.
Die Genehmigung wurde unter Berufung auf Art. 66 Abs. 1 der Bayerischen Gemeindeordnung (GO) erteilt. Die Niederschrift der ersten öffentlichen Sitzung des Finanzsenates vom 24. Februar 2026 wurde genehmigt, und der Haushaltsvollzug 2025 wurde geprüft.
Bildung und Ganztagsschulen: Neue Angebote für Coburger Kinder
Der Kultur- und Schulsenat beschloss im März 2026 die Weiterführung der eCn-Klasse an der Heiligkreuz-Mittelschule Coburg und die Einführung einer offenen Ganztagsschule an der Grundschule Coburg-Ketschendorf. Die Stadt übernimmt die Drittmittelfinanzierung in Höhe von 8.000 Euro pro Jahr für drei Jahre für die eCn-Klasse.
Für die offene Ganztagsschule finanziert die Stadt Coburg 8.068 Euro pro Gruppe bis 16:00 Uhr und 7.346 Euro pro Kurzgruppe bis 14:00 Uhr. Die Gesamtkosten für 20 Stunden Betreuungsangebot pro Schule beliefen sich auf 52.700 Euro, finanziert von der Stadt, der Agentur für Arbeit und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
Überblick und Ausblick
Der März 2026 war in Coburg geprägt von Entscheidungen, die in die Zukunft investieren: vom städtebaulichen Rahmenplan über Finanzanpassungen bis hin zu neuen Bildungsangeboten. Die Stadt bewegt sich in Richtung Nachhaltigkeit, Digitalisierung und sozialer Inklusion – Themen, die in den nächsten Monaten weiter an Bedeutung gewinnen werden.
Ausblickend auf April 2026 wird es spannend, wie die Umsetzung der beschlossenen Projekte voranschreitet, welche Folgen die Haushaltsentscheidungen haben und ob weitere Stellungnahmen oder Bürgerbeteiligungen folgen. Coburg bleibt dabei ein Stadtmodell, das Verantwortung für Umwelt, Bildung und Soziales übernimmt.
Quellen
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