Stadtneuigkeiten Februar 2026: Verkehr, Kultur und mehr
Im Februar 2026 hat die Stadt Ulm wichtige Entscheidungen getroffen, die Verkehr, Kultur, Finanzen und Jugendhilfe betreffen. Erfahren Sie hier, was in diesem Monat wichtig war und was für Sie als Bürger*in relevant sein könnte.
Was diesen Monat wichtig war
- Radverkehrsoptimierung: Die Stadt setzt auf deutliche Verbesserungen im Radverkehr entlang der Friedrich-Ebert-Straße. Mit einer neuen Markierung und besseren Pfostenanordnungen sollen Konflikte reduziert werden.
- Neue Intendantin für das Theater Ulm: Greta Călinescu wurde einstimmig zur neuen Intendantin ernannt. Der Spielplan für die Spielzeit 2026–2027 wurde gebilligt.
- Jugendhilfeprojekte: Es gibt neue Finanzierungsentscheidungen für Projekte wie „loveonair #ungeniertaufgeklärt“ und Finanzkompetenztraining, aber auch Abschließende Maßnahmen wie das „Lost-Graffiti-Project“ drohen zu enden.
- Finanzen und Beteiligungen: Die Stadtwerke Ulm (SWU) und andere Tochtergesellschaften haben ihre Wirtschaftspläne 2026 vorgestellt. Neue Kapitalrücklagen und Ausfallbürgschaften wurden beschlossen.
- Vorkaufsrechts-Satzungen aufgehoben: 17 Vorkaufsrechts-Satzungen für städtische Gebiete wurden aufgehoben, um rechtliche Flexibilität für künftige Projekte zu schaffen.
- Bildungsmesse 2027: Die Bildungsmesse wird von der Ulm-Messe GmbH in Eigenregie organisiert. Die Stadt Ulm unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss von 75.000 Euro.
Verkehr und Infrastruktur: Der Fokus auf Radverkehr
Im Februar hat der Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt entscheidende Maßnahmen für die Verkehrssicherheit und -qualität beschlossen. Besonders die Friedrich-Ebert-Straße wurde im Fokus. Die Verwaltung empfahl Variante 3, bei der die Pfosten an den Fahrbahnrand versetzt werden und eine durchgängige farbliche Markierung für den Radverkehr geschaffen wird. Die Kosten für diese Maßnahme sind auf 400.000 bis 450.000 Euro geschätzt.
Zudem wurden die Vorkaufsrechts-Satzungen für 16 städtische Gebiete aufgehoben, darunter auch „Böblinger Straße – Schillerstraße – Hauffstraße“. Diese Maßnahmen dienen der rechtlichen Klarheit und Flexibilität in der Stadtentwicklung und ermöglichen zukünftige Bauprojekte.
Kultur und Bildung: Neue Impulse für Theater und Museen
Im Kulturbereich gab es im Februar bedeutende Personal- und Finanzentscheidungen. Greta Călinescu wurde einstimmig zur neuen Intendantin des Theaters Ulm ernannt. Der Spielplan für die Spielzeit 2026–2027 wurde gebilligt, wodurch Sicherheit für künftige kulturelle Angebote gewährleistet wird.
Im Museum „Die Einsteins“ wurden die Entgelte für 2026–2027 festgelegt: 8 Euro regulär, 6 Euro ermäßigt, 20 Euro Familienticket und 65 Euro für Gruppenführungen. Kinder bis sechs Jahren können weiterhin kostenlos den Eintritt genießen.
Zudem wurde die Bildungsmesse 2027 beschlossen. Die Stadt Ulm unterstützt dieses Projekt mit einem Zuschuss von 75.000 Euro, verteilt auf die Jahre 2026 und 2027. Die Messe wird künftig von der Ulm-Messe GmbH in Eigenregie organisiert.
Jugendhilfe: Projekte und Finanzierungen
Der Jugendhilfeausschuss hat im Februar über mehrere Projekte beraten. So wurde beispielsweise der Bericht des Hauses des Jugendrechts zur Kenntnis genommen. Besonders hervorzuheben ist der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA), der im Berichtszeitraum 5.437 Euro in 2024 und 4.876 Euro bis Anfang 2025 einnahm.
Allerdings drohen einige Projekte wie das „Lost-Graffiti-Project“ mit der Ablösung der Finanzierung zu enden. Zudem laufen Finanzkompetenztrainings und Gruppenangebote mit Ablauf des Schuljahres 2025/26 aus. Neue Projekte wie „loveonair #ungeniertaufgeklärt“ und das Projekt zur Unterstützung junger Frauen werden jedoch weiterhin gefördert.
Finanzen und Beteiligungen: Stabilität und Investitionsplanung
Der Hauptausschuss hat mehrere finanzielle Beschlüsse gefasst, die die Stabilität und Investitionsplanung der Stadt Ulm sichern. So wurden freie Kapitalrücklagen bei den Tochtergesellschaften der SWU Stadtwerke gebildet, um zukünftige Investitionen finanzieren zu können. Die SWU-Unternehmensgruppe erwirtschaftete 2026 641.103 T€ Gesamterträge und einen Konzernjahresüberschuss von 2.239 T€.
Zudem wurde eine Ausfallbürgschaft für die Technischen Werke Blaubeuren GmbH (TWB) genehmigt, um finanzielle Risiken abzusichern. Die Stadt hat zudem Spenden und Schenkungen genehmigt, wobei für Zuwendungen bis 150.000 Euro der Hauptausschuss zuständig ist.
Ausblick: Was kommt im März?
Im März stehen weitere wichtige Themen an: Die Bildungsmesse 2027 wird konkretisiert, und die Sanierungstreuhand Ulm GmbH wird in ihrer Rolle weiterentwickelt. Zudem laufen in mehreren Stadtteilen Diskussionen über Breitbandausbau und Verkehrsplanung an. Bürger*innen können sich weiterhin an den Stadtteilforen beteiligen und Einfluss auf die Entwicklung ihrer Nachbarschaft nehmen.
Quellen
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