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Rhein-Neckar-Kreis: März 2026 – Fokus auf Jugendhilfe, Bildung und Verkehr

Rhein-Neckar-Kreis: März 2026 – Fokus auf Jugendhilfe, Bildung und Verkehr

Im März 2026 setzte der Rhein-Neckar-Kreis entscheidende Impulse in den Bereichen Jugendhilfe, Bildung und Verkehr. Mehrere Ausschüsse nahmen wichtige Beschlüsse für die Zukunft der Region vor. Hier der Überblick.

Der März – Impulse für Bildung, Jugend und Mobilität

Was diesen Monat wichtig war

  • Der Jugendhilfeausschuss beschloss Förderungen in Höhe von über 6,8 Millionen Euro für soziale Projekte im Jugendbereich.
  • Die Albert-Schweitzer-Schule Sinsheim erhielt Fördermittel für digitale Innovationen und einen Schulgarten.
  • Die Regiobuslinien 750 und 798 erhalten einen Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten ab Dezember 2026.
  • Das Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis berichtete über einen Rückgang der Lebensunterhaltsleistungen und eine positive Entwicklung bei der Integration.
  • Neue BNE-Schulen (Bildung für nachhaltige Entwicklung) wurden in den Kreis hinzugefügt.
  • Die Albert-Schweitzer-Schule startet ein Projekt zur Ausbildung internationaler Pflegekräfte.

Jugendhilfe: Investition in die Zukunft

Der Jugendhilfeausschuss beschloss im März 2026 eine umfassende Finanzierung für soziale Projekte im Jugendbereich. Mit insgesamt 6,8 Millionen Euro werden Schulsozialarbeit, Erziehungsberatung und Kindertagespflege unterstützt. Besonders hervorzuheben ist die Schulsozialarbeit, die 2,55 Millionen Euro erhält – ein deutliches Signal für die Bedeutung von psychosozialer Betreuung an Schulen.

Darüber hinaus setzte sich der Ausschuss für die Einrichtung einer anwaltlichen Beratungsstelle gemäß Beratungshilfegesetz ein. Dies ist ein Schritt hin zu besseren Rechtsberatungsangeboten für junge Menschen in Konfliktsituationen. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit BIOS-BW im Bereich Sexualstraftaten ausgeweitet, was die Sicherheit und Rechte von Kindern und Jugendlichen stärkt.

Bildung in Bewegung: Innovation, Nachhaltigkeit und Internationalisierung

Die Albert-Schweitzer-Schule Sinsheim erhielt im März 2025 einen Zuschlag von 10.460 Euro für das Innovationsprogramm „Digitale Schule“. Neben einem ComThink-Set und einem Schulgarten fördern auch regionale Stiftungen wie die Sparkasse Kraichgau-Stiftung und BASF dieses Vorhaben. Die Schule wird bis Ende 2026/27 als Modellprojekt für digitale Bildung dienen.

Im Bereich BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) wurden zwei neue Schulen hinzugefügt: die Carl-Theodor-Schule Schwetzingen und die Johann-Philipp-Bronner-Schule Wiesloch. Die Plakettenübergabe erfolgt 2026. Zudem ist die Theodor-Frey-Schule Eberbach für das Erasmus+-Programm akkreditiert – ein weiterer Schritt in Richtung internationaler Ausrichtung.

Ein besonderes Projekt ist „Care & Stay!“, das durch die Heidehof-Stiftung finanziert wird und bis 2027 läuft. An der Albert-Schweitzer-Schule Sinsheim starteten 10 internationale Auszubildende im August 2025. Ziel ist es, jährlich bis zu 15 internationale Pflegekräfte auszubilden – ein wegweisender Ansatz in der Ausbildungsförderung.

Verkehr: Mehr Takt, mehr Sicherheit

Der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft beschloss die Ausweitung des Halbstundentakts für die Regiobuslinien 750 (Schwetzingen – Walldorf – Wiesloch) und 798 (Speyer – Hockenheim – Walldorf – Wiesloch) ab Dezember 2026. Dies ist insbesondere für Pendler ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum.

Die Finanzierung dieser Maßnahme wird durch Festbetragsförderung gesichert. Der Rhein-Neckar-Kreis übernimmt seine Anteile, sofern das ZSPNV Süd die Fehlbeträge trägt und das Land Baden-Württemberg die Linien fördert. Die Kosten für die Taktverdichtung 2027 belaufen sich auf 295.000 Euro für Linie 750 und 411.000 Euro für Linie 798.

Außerdem stimmte der Ausschuss der Durchführung von Baumaßnahmen im Sicherheits- und Deckenprogramm mit einem Gesamtvolumen von 930.000 Euro zu. Die Projekte betreffen die Straßen K 4156, K 4183 und K 4279 und sind Teil der langfristigen Instandhaltung der Kreisstraßen.

Soziale Entwicklung: Integration und Unterstützung

Der Ausschuss für Soziales nahm Kenntnis vom Zielerreichungsstand 2025 und stimmte der Zielvereinbarung 2026 zwischen dem Landratsamt und dem Jobcenter zu. Die Leistungen zum Lebensunterhalt sanken um 3,4 Prozent auf 94,4 Millionen Euro, was auf eine stabile soziale Entwicklung hindeutet.

Im Jahr 2025 wurden 85,5 Prozent der schulabgehenden Personen beraten – deutlich über dem Ziel von 80 Prozent. Die Integration von Alleinerziehenden verbesserte sich ebenfalls. Insgesamt stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht an, wobei die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent blieb.

Ausblick

Der März 2026 war geprägt von klaren Entscheidungen in den Bereichen Jugendhilfe, Bildung und Mobilität. Die Investitionen in digitale Schulentwicklung, internationale Ausbildung und eine bessere Verkehrsinfrastruktur zeigen, dass der Rhein-Neckar-Kreis auf die Zukunft blickt. In den kommenden Monaten wird es besonders spannend, die Auswirkungen der beschlossenen Projekte zu beobachten – nicht zuletzt, da einige Vorhaben erst in den nächsten Jahren in vollem Umfang starten.

Quellen

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