Mobilitätsentwicklung in Offenburg: Was sich im Februar 2026 bewegt hat
Im Februar 2026 hat Offenburg entscheidende Schritte in der Zukunftsgestaltung seiner Mobilitätsstruktur gesetzt. Von Schulstraßen über den Neubau der Unionbrücke bis hin zur Elektrifizierung des Stadtbusverkehrs – die Stadt verfolgt ein klares Ziel: eine klimafreundliche, sichere und lebenswerte Verkehrskultur zu schaffen.
Offenburg setzt auf nachhaltige Mobilität – Fokus auf Februar 2026
Die Mobilitätsentwicklung ist in Offenburg ein zentraler Faktor für die künftige Lebensqualität und Nachhaltigkeit. Im Februar 2026 wurden mehrere Schlüsselentscheidungen getroffen, die in den kommenden Jahren weitreichende Auswirkungen auf den Verkehr, die Infrastruktur und das Klima haben werden. Die Stadt verfolgt dabei ein breites Spektrum an Maßnahmen – von der Schaffung von Schulzonen bis hin zur Elektrifizierung des Stadtverkehrs.
Schulstraßen und Schulzonen: Sicherheit und Klimaschutz im Schulumfeld
Die Einrichtung von Schulstraßen und Schulzonen ist ein zentraler Punkt im Masterplan Verkehr Offenburg 2035. Ziel ist es, den sicheren Schulweg für Kinder und Jugendliche zu sichern, den Kfz-Verkehr vor Schulen zu reduzieren und dadurch die Verkehrssituation zu entschärfen. Mit der Aktualisierung der Straßenverkehrsordnung 2024 und dem Erlass des baden-württembergischen Verkehrsministeriums aus August 2025 ist die Grundlage geschaffen, um Schulzonen und Schulstraßen in Offenburg umzusetzen.
In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 25. Februar 2026 wurde ein Sachstandsbericht zur Einrichtung von Schulzonen an drei Schulen – Montessori-Schulzentrum, Weingartenschule/Neue Erich-Kästner-Realschule und Anne-Frank-Schule – vorgestellt. Es ist geplant, zwei Schulstandorte jährlich zu prüfen, wobei Kriterien wie Schülerzahlen, Verkehrssituation und Schulart berücksichtigt werden. Die Umsetzung erfolgt durch verkehrsrechtliche Anordnungen und straßenrechtliche Teileinziehung, wobei die betroffenen Schulen, Eltern und Anlieger in den Prozess eingebunden werden.
Elektrifizierung des Stadtbusverkehrs: Ein Schritt in Richtung Klimaneutralität
Die Elektrifizierung des Stadtbusverkehrs ist ein weiterer Schwerpunkt der Mobilitätsstrategie. Der Gemeinderat beschloss im März 2026, die Vertragslaufzeit für den Stadtbusverkehr auf 15 Jahre (01.11.2027 bis 31.10.2042) zu verlängern. Diese Verlängerung ist notwendig, um Investitionen in emissionsfreie Fahrzeuge und Betriebshöfe wirtschaftlich abzuschreiben.
Zudem wird sukzessive auf batterieelektrische Bussen umgestellt. Ab 2026 müssen mindestens 65 % der neu beschafften Bussen „saubere Fahrzeuge“ sein, davon mindestens 50 % emissionsfrei. Im Rahmen des Masterplans Verkehr wird die Taktverdichtung und die Optimierung der Bedienzeiten im Stadtbusverkehr umgesetzt. Die Ausschreibung für den Stadtbusverkehr ist für 2027 geplant, und ein Fachbüro wird beauftragt, Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Umsetzung der Antriebswende zu ermitteln.
Infrastrukturentwicklung: Brückenbau, Trogbauwerke und Parkraumkonzepte
Der Neubau der Unionbrücke und der Ausbau der Badstraße sind zentrale Baumaßnahmen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Die Unionbrücke ist nicht sanierbar und muss bis 2030 durch ein Ersatzbauwerk ersetzt werden. Ein europaweites Ausschreibungsverfahren wurde durchgeführt, und vier Entwürfe wurden in die zweite Stufe des Verfahrens übernommen. Der Sieger des Verfahrens wird die Planung der neuen Brücke übernehmen.
Der Umbau der Eisenbahnüberführung (EÜ) Badstraße und der Ausbau der Badstraße sind ebenfalls in vollem Gange. Die neue Brücke wird einen Trogbauwerkskomplex beinhalten, der die Durchfahrt für Kfz-Verkehr ermöglicht und gleichzeitig den Rad- und Fußverkehr optimiert. Die Kosten für die Maßnahme liegen bei über 24 Millionen Euro, wobei die Stadt Offenburg mit einer Netto-Belastung von 12,1 Millionen Euro rechnet.
Zudem wird ein Mobilitätskonzept für das südliche Stadtbild erarbeitet. Die Auslastung des Parkraums ist dort ein zentrales Thema, weshalb eine Quartiersgarage auf dem Parkplatz des Freizeitbads geprüft wird. Ziel ist es, etwa 250 zusätzliche Parkplätze zu schaffen und gleichzeitig den Umweltverbund zu fördern.
Fazit: Offenburg als Vorreiter in der Mobilitätsoffensive
Die Entscheidungen aus dem Februar 2026 zeigen, dass Offenburg nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Umsetzung eine klare Kurskorrektung in Richtung nachhaltiger und klimafreundlicher Mobilität vollzieht. Die Kombination aus Infrastrukturmaßnahmen, Elektrifizierung des Öffentlichen Verkehrs und der Schaffung von sicheren Verkehrsräumen für Kinder und Pendler macht die Stadt zu einem Vorreiter in der Mobilitätsentwicklung. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, diese Maßnahmen konsequent umzusetzen und die Akzeptanz der Bevölkerung durch Transparenz und Beteiligung zu gewinnen.
Quellen
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