Urban Development in Burgrieden: Schwerpunkte im April 2026
In der Aprilsession 2026 hat der Gemeinderat von Burgrieden mehrere zentrale Entscheidungen im Bereich der städtischen Entwicklung getroffen. Neben der Modernisierung der Grundschule und der Ortsdurchfahrt Rot standen auch Bebauungsplanänderungen und Sanierungsprojekte im Fokus. Diese Maßnahmen spiegeln die langfristige Strategie der Gemeinde wider, ihre Infrastruktur zu stärken und gleichzeitig klimafreundliche Lösungen zu verfolgen.
Schwerpunkt April 2026: Urban Development in Burgrieden
Die Aprilsitzung des Gemeinderats von Burgrieden war geprägt von einer Vielzahl an Baumaßnahmen und städtebaulichen Initiativen. Diese Reihen von Entscheidungen zeigen, wie die Gemeinde ihre Infrastruktur modernisiert, gleichzeitig Arbeitsplätze sichert und zukunftsorientierte Energiekonzepte umsetzt.
Grundschule: Sanierung und Energieeffizienz
Die Grundschule Burgrieden stand in mehreren Punkten im Mittelpunkt der Aprilsitzung. Zunächst wurde die Erneuerung der Heizungsanlage beschlossen. Die bestehende Anlage aus dem Jahr 1996 war sanierungsbedürftig, und nach einer umfassenden Kosten- und Wirtschaftlichkeitsanalyse entschied sich der Gemeinderat für eine Hybridanlage bestehend aus einer Luft/Wasser-Wärmepumpe und einem Gasbrennwertkessel.
Die Investitionskosten für diese Variante betragen ca. 595.500 Euro, wobei eine KfW-Förderung in Höhe von 130.000 Euro möglich ist. Die Sanierung ist für die Sommerferien 2027 geplant. Die Umsetzung dieser Maßnahme ist ein zentraler Schritt in Richtung Klimaneutralität, da sie die jährlichen Energiekosten deutlich senkt und zudem 70 % des Stroms eigenverbraucht werden können.
Ein weiteres Projekt ist der Umbau der bestehenden Photovoltaikanlage auf Eigenstromnutzung. Zwei Speicher mit insgesamt 33 kWh Kapazität sollen installiert werden, um den Eigenverbrauch auf bis zu 90 % zu steigern. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 62.000 Euro, und die Amortisationszeit beträgt ca. 7 Jahre. Die Maßnahme ist für den Herbst/Winter 2026 geplant und wird in enger Verzahnung mit der Heizungssanierung umgesetzt.
Neben diesen Energieprojekten wurde auch die Sanierung der Umkleidekabinen des Lehrschwimmbeckens beschlossen. Die Arbeiten beinhalten den Austausch der Lüftungsanlage, die Erneuerung von Leitungen und die Installation zusätzlicher Abluftsysteme. Die Firma Schlecht aus Laupheim wurde mit dem Auftrag beauftragt. Die Kosten liegen bei ca. 35.357 Euro brutto.
Bebauungsplanänderungen und Gewerbeentwicklung
Ein weiterer zentraler Punkt war die Bebauungsplanänderung „Beim Flugplatz“, die in Zusammenarbeit mit der Firma ALBA plc & Co. KG beschlossen wurde. Ziel ist es, das Betriebsgelände der Firma rechtssicher weiter zu nutzen und Arbeitsplätze zu sichern. Die Fläche ist derzeit als GE-Gewerbegebiet ausgewiesen, was aufgrund der neuesten TA-Luft-Vorgaben nicht mehr ausreicht. Die Gemeinde plant zudem eine redaktionelle Vereinheitlichung der Bebauungspläne „Beim Flugplatz“ und „Beim Flugplatz II“.
Im Vor-Vertrag wurde festgelegt, dass die Firma ALBA die Kosten für Gutachten, Prüfungen und Planungsleistungen trägt, die von der Gemeinde oder Fachbehörden ausdrücklich gefordert werden. Die Gemeinde bleibt für das Planaufstellungsverfahren verantwortlich.
Ortsdurchfahrt Rot: Sanierung und Infrastruktur
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Rot war ein weiteres zentrales Thema. Die Maßnahmen umfassen die Sanierung von Hydrantenschächten, Kanalhaltungen und Einlaufschächten. Die Gesamtkosten für die kommunalen Maßnahmen liegen bei ca. 214.000 Euro. Eine Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg wurde getroffen, und die Ausschreibung der Maßnahme erfolgte. Die Durchführung ist für 2027 geplant, und das Ingenieurbüro ES tiefbauplanung wurde mit weiteren Planungsleistungen beauftragt.
Neubau und Baugenehmigungen
Im April wurden auch mehrere Baugenehmigungen erteilt. Dazu zählt der Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage im Vereinfachten Baugenehmigungsverfahren. Ein weiteres Projekt ist der Neubau eines Doppelhauses an der Blumenstraße, ebenfalls im Vereinfachten Verfahren. Die Gemeinde hat zudem die Errichtung eines Lager-/Gartengeräteraums genehmigt.
Sanierungsgebiet „Ortsmitte“
Der Gemeinderat hat den Beginn der Vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte“ nach § 141 Baugesetzbuch beschlossen. Ziel ist es, die Ortsmitte attraktiver zu gestalten und den öffentlichen Raum sowie kommunale Gebäude zu modernisieren. Die Maßnahme ist im Rahmen des Landessanierungsprogramms Baden-Württemberg gefördert. Die Untersuchungen umfassen ein Flächenangebot von ca. 38 Hektar und beinhalten eine Eigentümerbefragung.
Ausblick
Die Aprilsitzung unterstreicht die strategische Ausrichtung der Gemeinde Burgrieden, ihre Infrastruktur zu stärken und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu setzen. Die Investitionen in Energieeffizienz, Sanierung und Bebauungsplanung zeigen, wie Burgrieden auf die Herausforderungen der Zukunft reagiert. Die Umsetzung der beschlossenen Projekte wird in den kommenden Monaten entscheidend sein, um die langfristigen Ziele des Gemeindeentwicklungskonzepts „Burgrieden 2040“ zu erreichen.
Quellen
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