Jena blickt auf eine bewegte Februarwoche für Jugendpolitik
Im Februar 2026 setzte sich die Stadt Jena intensiv mit der Zukunftsfähigkeit ihrer Jugendpolitik auseinander. Der Jugendhilfeausschuss beschloss neue Geschäftsordnungen, der Spielplatz-Netzplan wurde weiterentwickelt, und präventive Angebote zur Jugendbildung und Konfliktprävention standen im Fokus. Der Blog gibt einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungen, Hintergründe und Auswirkungen.
Jugendhilfeausschuss und neue Geschäftsordnung
Im Februar 2026 fand die 17. Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Jena statt, bei der unter anderem die Neufassung der Geschäftsordnung beschlossen wurde. Die Anpassungen erfolgten aufgrund der neuen Struktur der Dezernatszugehörigkeit, wodurch die Geschäftsstelle des Ausschusses nun im Dezernat gebildet wird, dem das Jugendamt zugeordnet ist. Diese organisatorische Anpassung spiegelt die veränderte Zuständigkeitsverteilung in der Stadtverwaltung wider.
Die neue Geschäftsordnung legt klare Regeln für die Einberufung, die Öffentlichkeit und das Verfahren innerhalb der Sitzungen fest. So sind Sitzungen grundsätzlich öffentlich, können aber bei Bedarf nicht öffentlich stattfinden, beispielsweise bei Personalangelegenheiten. Mitglieder des Stadtrates erhalten Zugang zu den Niederschriften, was Transparenz und Partizipation stärkt. Die Geschäftsordnung wurde einstimmig beschlossen und tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.
Fortschreibung des Spielplatz-Netzplans
Ein weiteres zentrales Thema war die Fortschreibung des Netzplans für kommunale Spielplätze. Der Stadtrat hatte bereits beschlossen, dass die Stadtverwaltung eine Überarbeitung im Jahr 2026 vorlegen soll. Im Fokus der Planung standen neben der Erweiterung der Spielangebote auch Sitzgelegenheiten für Begleitpersonen, Hitzepräventionsmaßnahmen sowie die Entwicklung weiterer Wasserspielplätze.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Sanierung und Erneuerung von Skate- und Scooter-Anlagen, wobei Anpassungen an neue Nutzungsformen berücksichtigt werden sollen. Zudem sollen nicht umgesetzte Anträge aus dem Bürgerbudget in die Planung einfließen. Ziel ist es, die Attraktivität und Vielfalt der Spielplätze zu steigern und den Zugang für Kinder sowie Begleitpersonen zu verbessern.
Jugendförderplan 2027/2028: Prävention und Beteiligung
Der Jugendförderplan für die Jahre 2027/2028 wird verstärkt auf präventive Angebote zur Jugendbildung, -beteiligung und Konfliktprävention ausgerichtet. Im Rahmen des Plans sollen neue Initiativen entstehen, die junge Menschen erreichen, bei Konflikten vermitteln und deren Potenziale fördern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung legaler Graffiti-Flächen im Stadtgebiet, um illegale Vandalismusakte vorzubeugen.
Die Stadt Jena plant, junge Menschen, offene Kinder- und Jugendarbeit, freie Träger der Jugendhilfe, Schulen, Ortsteilräte, JenaKultur und Vertreter der Street-Art-Szene aktiv in diesen Prozess einzubeziehen. Ziel ist es, eine kreative und legale Alternative zu illegalen Graffiti zu schaffen und gleichzeitig die Jugendbeteiligung zu stärken.
Jugendparlament diskutiert Zukunft der Schwimmhalle
Im Rahmen der Sitzung des Jenaer Jugendparlaments am 11. Februar standen Diskussionen über die Zukunft der alten Schwimmhalle in Lobeda im Mittelpunkt. Gast des Abends war Karl Rödiger, der über die Planungen und Perspektiven informierte. Das Jugendparlament nutzte die Gelegenheit, um eigene Anliegen zu formulieren und sich über aktuelle Entwicklungen in der Stadt zu informieren.
Die Diskussion unter dem Motto „Was regt mich auf? Was gefällt mir?“ zeigt, wie aktiv junge Menschen in Jena politisch einbezogen werden. Gleichzeitig bereitete das Parlament sich auf die interne Planung und die Jahresplanung vor, wodurch strukturelle Sicherheit für die Zukunft der Jugendpolitik in Jena gewährleistet wird.
Ausblick
Die Entscheidungen im Februar 2026 zeigen, dass Jena ihre Jugendpolitik bewusst weiterentwickelt. Mit der Neufassung der Geschäftsordnung für den Jugendhilfeausschuss, der Fortschreibung des Spielplatz-Netzplans und der Ausrichtung des Jugendförderplans auf Prävention und Beteiligung setzt die Stadt auf eine zukunftsorientierte, inklusive und partizipative Jugendpolitik. Die aktive Einbindung von Jugendlichen – etwa im Jugendparlament – ist dabei zentral. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie diese Pläne in die Praxis umgesetzt werden und welche Auswirkungen sie auf das Leben junger Menschen in Jena haben.
Quellen
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