Speyer setzt auf nachhaltige Abfallwirtschaft und Forstpolitik – März 2026 im Fokus
In Speyer hat sich der Fokus im März 2026 auf nachhaltige Abfallwirtschaft und forstpolitische Initiativen gelegt. Die Stadt hat ein neues Abfallwirtschaftskonzept verabschiedet, den Bebauungsplan für eine Bauschuttrecyclinganlage diskutiert und ein neues Leitbild für den Stadtwald vorgestellt.
Nachhaltigkeit in Speyer: März 2026 im Umweltfokus
Im März 2026 hat die Stadt Speyer mehrere bedeutende Entscheidungen im Bereich Umwelt und Klima getroffen, die die zukünftige Abfallwirtschaft und Forstpolitik prägen werden. Mit dem Ziel, Ressourcen zu schonen und den Klimaschutz voranzutreiben, setzt Speyer auf Innovation und Nachhaltigkeit in der Abwasser- und Abfallwirtschaft sowie in der Forstwirtschaft.
Abfallwirtschaftskonzept 2026–2029: Schwerpunkte und Umsetzung
Die Stadt Speyer hat das Abfallwirtschaftskonzept 2026–2029 verabschiedet, das als Leitfaden für die nächsten drei Jahre dienen wird. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Sammlung von Textilabfällen, insbesondere angesichts der zurückgehenden Zahl von Sammlern. Hier setzt die Stadt auf die Installation von Altkleidercontainern an ausgewählten Standorten – vor allem an Glascontainerstandorten –, um die Erfassung von Alttextilien zu verbessern.
Die MeinSpeyer-App wird künftig die Standorte dieser Container anzeigen, was für die Bürger*innen eine bessere Orientierung und Transparenz schafft. Zudem wird ein Standort-Konzept für Sammelcontainer und deren Bewirtschaftung erarbeitet, um langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten.
Ein weiteres Ziel ist die Entfrachtung von Restabfällen, insbesondere durch die Prüfung der Anschlussquote der Biotonne und die Evaluierung von Satzungsregelungen zur Biotonnenpflicht. Im Investplan 2026 sind zudem Mittel für die Beschaffung von Wertstoffcontainern vorgesehen, was auf eine verstärkte Sammlung von Recyclingstoffen hindeutet.
Bauschuttrecyclinganlage: Planung und Umweltverträglichkeit
Im Zusammenhang mit der Abfallwirtschaft stand auch der Bebauungsplan Nr. 077 „Bauschuttrecyclinganlage Speyer“ im Fokus. Die Planung dieser Anlage wurde in öffentlichen Sitzungen diskutiert, darunter auch artenschutzrechtliche Analysen und die Bewertung von Ausgleichsflächen. Der Bebauungsplan wurde geprüft und in seiner Konkretisierung vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf der Umweltverträglichkeit lag.
Die EntsorgungsBetriebe Speyer (EBS) sind hier der zentrale Akteur. Sie sind als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und dem Landeskreislaufwirtschaftsgesetz Rheinland-Pfalz (LKrWG) verantwortlich. Die EBS übernehmen nicht nur die Abfallwirtschaft, sondern auch die Abwasserbeseitigung gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und Landeswassergesetz (LWG). Ziel ist es, Abfälle und Abwasser zu vermeiden und unschädlich zu beseitigen.
Leitbild „Speyerer Modell“: Nachhaltigkeit im Stadtwald
Ein weiteres Highlight des Monats war die Vorstellung des Leitbildes „Speyerer Modell“, das als Nachhaltigkeitsstrategie für den Stadt- und Bürgerhospitalwald Speyer fungiert. Das Leitbild dient als Grundlage für das Forteinrichtungswerk 2026–2036 und die mittelfristige Betriebsplanung. Ziel ist es, den Stadtwald nachhaltig zu bewirtschaften und für zukünftige Generationen zu erhalten.
Im Leitbild wurden konkrete Maßnahmen für den Umweltschutz festgelegt:
- Planmäßiger Hiebssatz auf maximal 2 Festmeter je Hektar begrenzen
- Einschlagstopp für Stieleiche, Traubeneiche und Rotbuche ab einem Bestandsalter von 80 Jahren
- Kein Einsatz von vollmechanisierten Holzerntesystemen (Harvester, Forwarder)
- Kein Anbau gebietsfremder Baumarten im Stadtwald
Diese Maßnahmen wurden in Zusammenarbeit mit Landesforsten, dem BUND, dem Naturschutzbeirat und der Arbeitsgruppe Wald entwickelt. Allerdings kritisiert die Verwaltung weiterhin, dass einige dieser Punkte – insbesondere die Einschränkung des Hiebssatzes und des Einschlags – in das Leitbild aufgenommen wurden, da sie möglicherweise die wirtschaftliche Betriebsfähigkeit des Stadtwaldes beeinträchtigen könnten.
Ausblick: Nachhaltigkeit als zentraler Leitfaden
Die Entscheidungen des März 2026 zeigen, dass Speyer sich aktiv für eine nachhaltige Stadtentwicklung einsetzt. Mit dem neuen Abfallwirtschaftskonzept, der Planung der Bauschuttrecyclinganlage und dem „Speyerer Modell“ für den Stadtwald setzt die Stadt auf langfristige Lösungen, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen.
In den kommenden Monaten wird es besonders wichtig sein, die Umsetzung der Maßnahmen zu beobachten und gegebenenfalls anzupassen. Die Verbindung von Bürgerbeteiligung, wissenschaftlicher Begleitung und politischer Entscheidungsfähigkeit wird entscheidend sein, um die Klimaziele und Nachhaltigkeitsstrategie Speyers voranzutreiben.
Quellen
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