Boppard im März 2026: Stadtbibliothek, Baugrundstücke und Kultur im Fokus
Im März 2026 standen in Boppard Entscheidungen zur Stadtbibliothek, zur Vermarktung von Baugrundstücken und zur Kultur im Vordergrund. Hier ist der Monatsüberblick für Bürgerinnen und Bürger.
Kultur, Bau und Klima: März in Boppard im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- Stadtbibliothek: Gebühren für Ersatzausweise, Verlängerungen und Kopien wurden erhöht, um die Finanzierung zu sichern.
- Baugrundstücke: Die Stadt arbeitet an einheitlichen Vergaberichtlinien für Baugrundstücke, die EU-konform und sozial ausgewogen sind.
- Kultur: Der Verein Mittelrheinischer Weinfrühling erhielt einen Zuschuss, und die Weinhoheit Boppard wird neu ausgerichtet.
- Thermalfreibad: Einheitliche Eintrittspreise ab 8 Jahren wurden festgelegt, und die Gästekarte Boppard gewährt freien Eintritt.
- Rheinufermauer: Sanierungsarbeiten sind für März geplant, inklusive Sichtschutzmauern mit städtischen Bannern.
- Klinikvereinbarung: Die Stadt schloss einen Betrauungsakt mit der Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH.
Kultur und Kommunikation: Weinhoheit, Weinfrühling und Vereinsförderung
Der März begann und endete mit kulturellen Themen, die Boppard als touristischen und kulturellen Knotenpunkt positionieren. Der Ausschuss für Tourismus, Stadtmarketing und Kultur stellte mehrere Themen, wie die Neuausrichtung der Weinhoheit Boppard, zur weiteren Beratung. Die Weinhoheit ist ein zentraler Punkt im Stadtbild und im Tourismus, und die neue Ausrichtung soll sie zeitgemäßer und attraktiver gestalten.
Zudem erhielt der Verein Mittelrheinischer Weinfrühling einen Zuschuss von 1.000 Euro, um die Veranstaltung am 26. April 2026 zu organisieren. Dies ist ein weiterer Schritt, um Boppard und seine Weinregionen in den Mittelpunkt zu rücken.
Im Ortsbezirk Bad Salzig wurde zudem beschlossen, kulturell aktive Vereine mit 2.000 Euro aus den Haushaltsmitteln zu würdigen. Diese Entscheidung unterstreicht die Bedeutung der kulturellen Arbeit auf lokaler Ebene.
Bau und Stadtentwicklung: Baugrundstücke, Bebauungsplan und Investitionen
Die Stadt Boppard arbeitet intensiv an der Vermarktung von Baugrundstücken. In mehreren Ortsbeiräten wurde beschlossen, einheitliche Vergaberichtlinien zu entwickeln, die sowohl ortsbezogene als auch soziale Kriterien berücksichtigen. Die Vergabe kann zukünftig über Höchstgebot, Losverfahren, Windhundprinzip oder festgelegte Kriterien erfolgen.
Ein zentrales Projekt ist der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Klostergut Jakobsberg“, der in mehreren Gremien einstimmig beschlossen wurde. Der Bebauungsplan legt klare Vergabekriterien, Bauverpflichtungen und Veräußerungsverbote fest. Erwerber müssen innerhalb von 5 Jahren ein selbstbewohntes Wohnhaus errichten, und es gelten 10-jährige Veräußerungsverbote.
Zudem wurden mehrere Investitionsmaßnahmen für Kitas und andere städtische Einrichtungen beschlossen. Die Katholischen Kitas St. Klara und Franziska erhielten insgesamt 153.595 Euro an Förderung, um Sanierungsarbeiten durchzuführen.
Finanzen, Verwaltung und Bürgerdienste: Gebührenanpassungen und digitale Angebote
Im März wurden mehrere Gebührenanpassungen beschlossen, um die Finanzierung städtischer Einrichtungen zu sichern. In der Stadtbibliothek wurden beispielsweise die Gebühren für Ersatzausweise (10 Euro), Kopien (0,50 Euro) und Säumnisgebühren (1 Euro pro Woche) angepasst.
Zudem wurde ein Express-Schalter im Bürgerbüro eingerichtet, um die Servicequalität für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die digitale Gästekarte, die ab 19. März eingeführt wird, ermöglicht zudem freien Eintritt ins Thermalfreibad.
Die Stadt setzt zudem auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Verwaltung. Der Rechnungshof Rheinland-Pfalz prüfte die Haushalts- und Wirtschaftsführung, und der Haushalt der Kanalwerke wurde zur Kenntnis genommen.
Ausblick: Sommer, Sanierungen und Städtebau
Der Sommer wird in Boppard mit neuen Investitionen, Veranstaltungen und Sanierungsarbeiten begleitet. Die Rheinufermauer wird saniert, und es sind Sichtschutzmauern mit städtischen Bannern geplant. Zudem wird das Thermalfreibad in seiner neuen Form eröffnet, und der Mittelrhein Weinfest wird in seiner neuen Ausrichtung präsentiert.
Die Baugrundstücke werden in den kommenden Wochen und Monaten im Fokus bleiben, da die Vergaberichtlinien nach den Sommerferien erneut beraten werden. Die Stadt Boppard setzt damit auf einen sozial ausgewogenen und transparenten Städtebau, der auch den EU-Vorgaben entspricht.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war in Boppard ein Monat des strategischen Handelns und kulturellen Engagements. Die Entscheidungen zur Stadtbibliothek, Baugrundstücken und Kultur zeigen, wie die Stadt sich für ihre Bürgerinnen und Bürger verantwortlich fühlt. Im April und Mai stehen dann weitere Sanierungen, Veranstaltungen und Investitionen an, die Boppard weiterentwickeln und für die Zukunft stärken.
Quellen
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