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Andernach im Fokus: Was sich im Februar 2026 bewegt hat

Andernach im Fokus: Was sich im Februar 2026 bewegt hat

In Andernach ist im Februar 2026 einiges passiert: Von der Ernennung des neuen Bürgermeisters bis zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung – hier ist der monatliche Rückblick.

Bildung neu denken – Andernach setzt auf Ganztagsschulen

Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung

Am 19. Februar 2026 fasste der Jugendhilfeausschuss in Andernach einen wegweisenden Beschluss zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung nach dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) ab dem Schuljahr 2026/2027. Ziel ist es, Kindern mit Betreuung und Bildung in Ganztagsschulen (GTS) und Betreuenden Grundschulen (BGS) zu ermöglichen, die neuen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Die Stadt plant, die Betreuung in zwei Modellen umzusetzen: an Halbtagsschulen mit Morgen- und Nachmittagsbetreuung (7:00–8:00 und 12:00–15:00 Uhr) sowie an Ganztagsschulen mit einer Mittagsbetreuung (12:00–13:30 Uhr), sofern mindestens 8 Kinder anwesend sind. Die Elternbeiträge wurden festgelegt: 63 €/Monat für BGS, 25 €/Monat für GTS-Plus und 152 €/Woche für das Ferienprogramm.

Ein Schwerpunkt liegt auf der digitalen Übersicht der Angebote, der Einbindung freier Träger in die Ferienbetreuung sowie der Einführung eines einheitlichen Standards für die BGS-Angebote. Zudem wird ein Maßnahmenkatalog für den Umbau des Jugendzentrums erstellt und an das Land weitergeleitet.

Abschaffung des Horts in Eich

Der Hort in Eich wird schrittweise abgeschafft, bestehende Verträge bleiben jedoch bis zu deren Ablauf bestehen. In Namedy wird die Betreuung zugunsten der BGS-Angebote abgeschafft, wobei der Pavillon zusätzlich genutzt werden soll. Die Verwaltung ist beauftragt, eng mit den Eltern zu kommunizieren und den Geschwisterbonus zu prüfen.

Finanzierung und Verwaltung

Die Gesamtkosten der Stadt für Zuschüsse betragen 278.904 €, verteilt auf BGS (179.960 €), GTS+ (7.744 €) und Ferienprogramm (91.200 €). Die Kostenberechnungen und die Einbindung von Drittförderungen sind zentrale Punkte der Umsetzung.

Rechtliche Grundlagen

Die Beschlüsse basieren auf dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG), dem Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) und dem Schulgesetz. Die Verwaltung ist federführend im Amt für Jugend und Soziales, Schulen angesiedelt, geleitet von Gudrun Kapp und Katrin Merks.

Andernach wählt neuen Bürgermeister

Sammy Labidi gewählt zum Bürgermeister

Am 25. Februar 2026 wählte der Stadtrat Sammy Labidi einstimmig zum neuen Bürgermeister von Andernach. Labidi erhielt 24 von 41 abgegebenen Stimmen, während Milan Kriegel 15 Stimmen erzielte. Die Wahl fand durch den Wahlausschuss statt, bestehend aus Christian Greiner (Vorsitzender), Judith Lehnigk-Emden, Sarah Omar (Beisitzer) und Jochen Schuth (Schriftführer).

Die Amtsübernahme ist für den 22. Oktober 2026 geplant. Der neue Bürgermeister wird in die Besoldungsgruppe B 2 BBesG eingestuft, was eine Dienstaufwandsentschädigung von 158 € beinhaltet. Der Zusatz zur Einstufung in B 3 BBesG wurde gestrichen, da der aktuelle Stelleninhaber nicht erneut kandidiert hat.

Weitere Personalien

Der Stadtrat beschloss einstimmig die Neubesetzung des Jugendhilfeausschusses, unter anderem mit Timur Külahcioglu, Birgit Schröder, Hartmut Dressel und Fabian Ringel. Die Elternvertreter im Schulträgerausschuss wurden bestätigt: Björn Steffen (Grundschule Eich) und Daniel Ledovskich (Grundschule St. Peter).

Rückblick auf die Sitzungen des Monats

Was diesen Monat wichtig war

  • Der Jugendhilfeausschuss hat den Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung in Andernach beschlossen.
  • Sammy Labidi wurde einstimmig zum neuen Bürgermeister gewählt.
  • Der Hort in Eich wird schrittweise abgeschafft, die Betreuung wird in BGS-Angebote umgewandelt.
  • Die Ferienbetreuung wird durch freie Träger unterstützt, ein digitales Angebot ist geplant.
  • Der Stadtrat hat die Besetzung des Jugendhilfeausschusses und des Schulträgerausschusses aktualisiert.

Perspektiven und Herausforderungen

Bildung und Integration im Fokus

Der Februar 2026 markiert einen Meilenstein für Andernach im Bereich Bildung und Integration. Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung ist ein zentraler Schritt, um die Chancengleichheit für Kinder zu verbessern. Gleichzeitig spiegelt die Wahl eines neuen Bürgermeisters die politische Stabilität und Planungssicherheit wider, die für die Umsetzung solcher Projekte entscheidend sind.

Die Abschaffung bestehender Horte und die Umstellung auf BGS-Angebote zeigen, dass Andernach flexibel auf veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen reagiert. Die Einbindung von Eltern und freien Trägern in die Ferienbetreuung ist ein weiteres Signal für eine partizipative und inklusive Bildungslandschaft.

Fazit und Ausblick

Der Februar 2026 war in Andernach ein Monat der Entscheidungen und der Strukturveränderungen. Mit der Wahl des neuen Bürgermeisters Sammy Labidi und der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung hat die Stadt wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Im März 2026 stehen weitere Diskussionen und Abstimmungen an, insbesondere in den Ortsbeiräten und im Haupt- und Finanzausschuss.

Die Herausforderungen sind klar: die Finanzierung der neuen Betreuungsangebote, die Kommunikation mit den Eltern und die Umsetzung in der Praxis. Doch mit einem klaren Plan und einer engagierten Verwaltung hat Andernach gute Voraussetzungen, diese Aufgaben zu meistern.

Bleibt gespannt – im März wird es spannend.

Quellen

Sitzung

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