Wuppertal Januar 2026 – Highlights und Entwicklungen
Im Januar 2026 standen in Wuppertal Entscheidungen zum Haushalt, Klimaschutz, Bildung und Mobilität im Fokus. Zahlreiche Bezirksvertretungen tagten und setzten Impulse für die Zukunft der Stadt.
Bildung und Mobilität im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- Die Bezirksvertretungen beschlossen den Ausbau von Offenen Ganztagsschulen (OGS) mit insgesamt 377 zusätzlichen Plätzen an 20 Grundschulen.
- Der Neubau der 7. Gesamtschule in Heckinghausen wurde beschlossen, mit Fertigstellung voraussichtlich im Jahr 2028.
- In Oberbarmen und Uellendahl-Katernberg wurden Ladesäulenstandorte geplant, um die klimafreundliche Mobilität voranzutreiben.
- Der Haushaltsplanentwurf 2026/2027 zeigt ein Defizit von 157,6 Mio. €, mit steigender Tendenz bis 2030.
- Der Radring Wuppertal – ein 35 km langer Radrundweg – wird sukzessive umgesetzt und verbindet Wuppertal mit ehemaligen Bahntrassen und dem Zooviertel.
Finanzplanung und Haushaltssicherung
Die Bezirksvertretungen haben den Haushaltsplanentwurf 2026/2027 vorgelegt, der für beide Jahre ein Defizit in Höhe von 157,55 Mio. € aufweist. Bis 2030 soll das Defizit auf 185,9 Mio. € steigen. Aufgrund der anhaltenden Defizite ist ein Haushaltssicherungskonzept erforderlich, das in einer Sondersitzung am 26.01.2026 vorgestellt wurde und der Kommunalaufsicht vorgelegt wird.
Dieses Konzept ist Teil der gesetzlichen Pflicht, wenn die Stadt drei Jahre in Folge ein Defizit erwirtschaftet. Es beinhaltet Maßnahmen zur Konsolidierung, einschließlich Sparmaßnahmen, Einnahmeerhöhungen und Investitionsstrategien. In den Bezirken wurde der Haushaltsplanentwurf in den Sitzungen beraten, aber in weiten Teilen vertagt, um weitere Diskussionen und Konsultationen zu ermöglichen.
Bildung und Schulentwicklung
Der Neubau der 7. Gesamtschule in Heckinghausen ist ein Meilenstein in der Bildungspolitik der Stadt. Angebote in der zweiten Verhandlungsrunde für die Vergabe an einen Totalunternehmer sind bis zum 20.02.2026 geplant. Der Zuschlag ist für den 31.03.2026 vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant, und bis dahin werden die bestehenden Gebäude saniert und zurückgebaut.
Auch in Uellendahl-Katernberg wurde ein neuer Bildungsgang am Berufskolleg Kohlstraße beschlossen: ein staatlich geprüfter Sozialassistent mit Schwerpunkt auf Erziehung, Bildung und Betreuung für Grundschulkinder. Dieser Ausbildungsstudiengang wird den Bedarf in der pädagogischen Betreuung im Grundschulalter nachhaltig abdecken.
Klimaschutz und Mobilität
Im Januar 2026 wurden erneut Maßnahmen zur Klimaschutzstrategie beschlossen. In mehreren Bezirken wurden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge geplant, und in Oberbarmen und Vohwinkel wurde eine Fahrradstraße eingerichtet, um die emissionsfreie Mobilität zu fördern.
Der Knotenpunktnetzplan ist ein weiteres Vorhaben, das im Haushaltsplan 2026/2027 berücksichtigt wird. Ziel ist es, das bestehende R-Wege-System durch ein neues Netz aus Knotenpunkten zu ersetzen, das eine bessere Vernetzung und Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer schafft. Die Kosten für das Projekt werden mit ca. 120.000 € kalkuliert, wobei die Stadt einen Eigenanteil von 45.000 € leisten muss.
Gesundheit und Pflege
Die Gesundheits-, Alters- und Pflegekonferenz tagte am 28.01.2026 und beriet über den aktuellen Stand der Alten- und Pflegeplanung 2024. Der Bericht zeigt, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Wuppertal stetig steigt. Am 15.12.2023 lebten in Wuppertal 25.080 pflegebedürftige Menschen, wovon 20.121 ab 60 Jahren waren.
Zudem wurde beschlossen, das Jugendamt der Stadt Wuppertal ordentliches Mitglied der Gesundheits- und Pflegekonferenz zu machen, um gesundheitliche Themen wie Prävention, Inklusion und Eingliederungshilfe besser in die Planung einzubeziehen. Gleichzeitig wurde das Beratungsnetzwerk Pflege, das seit 2009 existiert, aufgelöst. Das Restvermögen in Höhe von 11.000 € ist für Veranstaltungen zum Thema Pflege vorgesehen.
Ausblick
Der Januar 2026 war geprägt von klaren Entscheidungen in Bildung, Finanzen und Klimaschutz. Die Bezirksvertretungen haben Impulse gesetzt, die die Entwicklung Wuppertals in den kommenden Jahren prägen werden. Zentral bleibt die Haushaltsplanung, aber auch die Umsetzung klimafreundlicher Mobilitätskonzepte und die Sicherstellung von Bildungsangeboten sind zentrale Themen.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob die beschlossenen Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden können und wie sich die Haushaltsprobleme langfristig lösen lassen. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt es wichtig, an den Diskussionen teilzunehmen und sich in den Gremien einzubringen.
Quellen
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