April 2026: Schule, Jugend und Sicherheit im Fokus
Der April 2026 brachte in Remscheid wichtige Entscheidungen in den Bereichen Bildung, Jugendbeteiligung und Sicherheit. Der Schulentwicklungsplan, der 12. Jugendrat und ein Verweilverbot für öffentliche Parkplätze standen im Mittelpunkt.
Schule, Jugend und Sicherheit: Monatliche Schwerpunkte
Was diesen Monat wichtig war
- Der Schulentwicklungsplan wird aktualisiert, um die steigende Bevölkerung bis 2043 zu berücksichtigen.
- Der 12. Jugendrat wurde konstituiert mit einer Wahlbeteiligung von 56,1 % – ein Rekordstand.
- Ein Verweilverbot auf öffentlichen Parkplätzen wurde beschlossen, um Ruhestörungen durch die Poserszene zu reduzieren.
- In der Seniorenarbeit wurde ein Konzept zur Barrierefreiheit von Grundsicherungsanträgen und zur besseren Schneeräumung beschlossen.
- Der Jugendrat beschloss Investitionen in Spiel- und Bolzplätze im siebenstelligen Bereich.
Schulentwicklungsplan und Bevölkerungsplanung
Im Ausschuss für Schule wurde deutlich: Remscheid muss sich auf einen Bevölkerungsanstieg von etwa 8.000 Einwohnern bis 2043 einstellen. Der Schulentwicklungsplan wird daher bis Ende 2024 aktualisiert – mit einem Fokus auf Schülerzahlenprognosen und die Infrastruktur der Schulgebäude.
Die CDU-Fraktion forderte zudem einen Masterplan Schule, um die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf Bildungseinrichtungen, Offenen Ganztag und Kindertagesbetreuung zu bewältigen. Gleichzeitig wird ein strategisches Papier zur Bevölkerungsplanung bis 2043 entwickelt, das auch Themen wie bezahlbaren Wohnraum und klimaangepasste Quartiere umfasst.
Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Planung, die auch den Gesundheitsdienst und die Altenhilfe berücksichtigt – mit Unterstützung aus dem Beratungszentrum Markt 13 und dem „Runden Tisch 50+“.
Jugendrat: Mehr Beteiligung, mehr Investitionen
Der 12. Jugendrat wurde am 28. April 2026 konstituiert. Mit einer Wahlbeteiligung von 56,1 % setzte sich ein junges Team aus 15 Mitgliedern (8 weiblich, 12 männlich) zusammen. Gymnasien stellten mit 10 Mitgliedern die klare Mehrheit.
In seiner ersten Sitzung beschloss der Jugendrat, ein öffentlichen WLAN-Netz auf der Alleestraße einzurichten – mit 5 Accesspoints und einer Inbetriebnahme bis Mitte Mai. Die laufenden Kosten betragen 6.500 € pro Accesspoint.
Zudem wurden Investitionen in Spiel- und Bolzplätze in Höhe von 1.170.500 € beschlossen. Dazu gehören Sanierungen in der Dowidat-Siedlung und Johannesstraße, Pflanzungen von 30 Bäumen, sowie Schutzanlagen und Unterstände an mehreren Standorten.
Sicherheit und Ordnung: Verweilverbot und Prävention
Ein weiterer Schwerpunkt war die Sicherheit in der Stadt. Der Rat beschloss am 14. April 2026 ein Verweilverbot auf öffentlichen Parkplätzen von 22:00 bis 6:00 Uhr, um der Poserszene den Aufenthalt zu erschweren und Ruhestörungen zu unterbinden.
Bußgelder können bis zu 1.000 € betragen. Die Polizei hat bereits seit 2021 gezielte Maßnahmen gegen Raserei und illegale Fahrzeugveränderungen durchgeführt. Für 2026 sind Präventionskampagnen an Schulen und verstärktes Monitoring geplant.
Zudem wurde ein Konzept zur besseren Schneeräumung und Müllbeseitigung an Bushaltestellen beschlossen – insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Bürger.
Vernetzung und Zukunftsfähigkeit
Neben diesen konkreten Maßnahmen zeigen sich übergeordnete Tendenzen: Remscheid setzt auf Bürgerbeteiligung, digitale Lösungen und nachhaltige Stadtentwicklung.
Im digitalen Bereich wird beispielsweise die Terminvergabe optimiert – trotz Personalengpässen. Im sozialen Bereich werden Barrierefreiheit und Inklusion stärker in den Fokus genommen. Und im städtebaulichen Bereich wird deutlich: Leerstand nutzen statt Flächen verbrauchen.
Fazit und Ausblick
Der April 2026 war in Remscheid geprägt von konkreten Entscheidungen für die Gegenwart und Zukunft. Die Stadt reagiert auf Herausforderungen im Bildungsbereich, stärkt die Jugendbeteiligung und setzt auf Sicherheit und Ordnung. Gleichzeitig wird ein nachhaltiges Wachstum angestrebt – mit Fokus auf Bevölkerungsplanung, Digitalisierung und soziale Teilhabe.
Im Mai stehen weitere Gremiensitzungen an, in denen beispielsweise der Bebauungsplan 673 Lenneper Straße und die Glasfaserausbaustrategie diskutiert werden. Zudem wird der Baustellenrundgang zur Linden-Residenz stattfinden.
Remscheid bewegt sich – langsam, aber sicher – in Richtung einer zukunftsfähigen, lebenswerten Stadt.
Quellen
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