Moers setzt auf nachhaltige Jugendpolitik – Was sich im Februar 2026 verändert hat
Der Jugendhilfeausschuss Moers hat sich im Februar 2026 mit zentralen Themen wie Finanzierung, Betreuungsangeboten und Trägerwechseln beschäftigt. Ein Überblick über die wichtigsten Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf die Jugendpolitik in der Stadt.
Jugendpolitik in Moers: Entscheidungen und Umsetzung im Februar 2026
Die Stadt Moers hat im Februar 2026 wichtige Weichen für die Zukunft der Jugendpolitik gestellt. Der Jugendhilfeausschuss setzte sich in seiner zweiten Sitzung mit der Haushaltsplanung, Trägerwechseln, Betreuungsangeboten und Projektförderung auseinander. Die Entscheidungen zeigen einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Inklusion und finanzielle Fairness. Im Folgenden ein Analysebericht zu den zentralen Punkten.
Haushaltsplan 2026: Mehr Transparenz in der Finanzierung
Der Haushaltsplan 2026 für die Jugend- und Kindertageseinrichtungen wurde im Februar beraten. Ein zentraler Punkt ist die Überarbeitung der Satzung zur Erhebung von Elternbeiträgen. Mit dem paritätischen Wechselmodell wird künftig das Einkommen beider Elternteile berücksichtigt. Damit wird eine gerechtere Finanzierung ermöglicht, insbesondere in Familien, in denen beide Partner arbeiten.
Zudem ist ein Härtefallfonds für nicht leistungsberechtigte Eltern vorgesehen. Dies zeigt, dass Moers nicht nur auf klare Strukturen, sondern auch auf soziale Verantwortung setzt.
Trägerwechsel: Neue Perspektiven für Kitas
Ein weiteres Highlight war die Entscheidung über den Trägerwechsel an mehreren Kindertageseinrichtungen. Die Evangelische Kita Gerhart-Hauptmann-Straße wechselt in die Trägerschaft der Bethanien-Diakonissen-Stiftung. Diese Änderung bringt nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch die Möglichkeit, neue pädagogische Konzepte und Strukturen einzuführen.
Zudem profitiert die Stadt von Einsparungen durch den Wechsel. Die Kita Kranichstraße spart beispielsweise durch den neuen Träger 55.562,89 Euro. Die Stadt Moers unterstützt den Wechsel mit einem freiwilligen Zuschuss von 4,3 %, was zeigt, dass sie den Übergang aktiv begleitet.
Betreuungsangebote: Ausbau der Ganztagsschule
Die Offene Ganztagsschule (OGS) wird ab dem Schuljahr 2026/2027 auf 2.450 Plätze erweitert. Dies ist eine klare Antwort auf den steigenden Bedarf an Betreuung außerhalb der regulären Schulzeiten. Gleichzeitig plant die Stadt, im Ü3-Bereich die Zahl der Betreuungsplätze um 62 zu reduzieren, da der Bedarf rückläufig ist. Dieser Anpassungsprozess ist notwendig, um Ressourcen effizient zu verteilen.
Demokratiebildung und Jugendprojekte
Moers setzt auch verstärkt auf Projekte, die Demokratie und soziale Fähigkeiten stärken. Der Arbeitskreis „Demokratie stärken in Moers“ förderte 12 Projekte mit insgesamt 17.269,50 Euro. Ein Beispiel ist das Projekt „Story Coaches“ an der Anne-Frank-Gesamtschule, das Lesekompetenz und soziale Fähigkeiten fördert.
Ein weiteres Projekt, „Vielfalt verbindet – Begegnungstage“, zielt auf Toleranz und interkulturelle Begegnung ab. Solche Initiativen zeigen, wie Moers die Zukunft der Jugend aktiv gestaltet – nicht nur durch Betreuung, sondern auch durch Bildung und Partizipation.
Ausblick: Stabile Grundlagen für die Zukunft
Die Entscheidungen des Jugendhilfeausschusses im Februar 2026 liefern eine solide Grundlage für die Jugendpolitik in Moers. Sie zeigen, dass die Stadt auf Veränderungen reagiert, aber gleichzeitig auf langfristige Planung setzt.
Besonders wichtig ist die Kombination aus finanzieller Sicherheit, pädagogischer Qualität und sozialer Inklusion. Mit der Erweiterung der Ganztagsschule, der Unterstützung von Demokratieprojekten und der Anpassung der Betreuungsangebote hat Moers einen nachhaltigen Kurs eingeschlagen.
Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich diese Maßnahmen in der Praxis bewähren – doch eines ist klar: Moers investiert in die Zukunft ihrer Jugend.
Quellen
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