Moers im Fokus: Was sich im Februar 2026 getan hat
Im Februar 2026 hat sich in Moers einiges getan – von organisatorischen Änderungen in den Ratsausschüssen bis hin zu neuen Projekten im Bereich Integration, Behindertenpolitik und Jugendförderung. Hier ist der Rückblick auf die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen.
Moers bewegt sich – von Integration bis Digitalisierung
Was diesen Monat wichtig war
- Umbenennung des Ausschusses für Bauen, Wirtschaft und Liegenschaften in „Bauen, Wirtschaft, Wohnen und Liegenschaften“
- Einstimmige Ablehnung der Wiederinbetriebnahme von Desinfektionsspendern im Rathaus
- Förderung integrativer Projekte mit insgesamt 17.269,50 €
- Neue Wege in der Behindertenpolitik mit konstituierenden Sitzungen beider Beiräte
- Digitale Umstellung der Ratsarbeit mit Finanzierung für Ratsmitglieder
Umbauplanung in den Ratsstrukturen
Im Februar hat sich Moers strukturell neu ausgerichtet. Der Ausschuss für Bauen, Wirtschaft und Liegenschaften wurde umbenannt und erweitert: Er heißt nun Ausschuss für Bauen, Wirtschaft, Wohnen und Liegenschaften (ABWWL). Gleichzeitig wurde der Ausschuss für Personal und Digitalisierung in Personalausschuss umbenannt und das Thema Digitalisierung dem Hauptausschuss zugeordnet. Zudem erhielt der Feuerwehrausschuss den Bereich Ordnung und Sicherheit und der Hauptausschuss übernimmt künftig auch die Digitalisierung.
Diese Änderungen spiegeln den gesellschaftlichen und administrativen Wandel wider und ermöglichen eine noch besser abgestimmte Arbeit der Ratsorgane. Die 12. Änderung der Zuständigkeitsordnung wurde einstimmig beschlossen und ist ab sofort gültig. Sie ist ein Meilenstein für Transparenz und Effizienz in der kommunalen Verwaltung.
Integration und Gedenkprojekte
Im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wurden wichtige Schritte in Richtung sozialer Inklusion gesetzt. Mit einem Budget von 8.500 € wurden integrative Projekte gefördert, darunter auch das Gedenkprojekt „10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU“. Hierbei wurden Holzpalisaden aus Robinienholz mit Kosten von ca. 7.000–8.000 € beschlossen, finanziert aus dem Budget des Integrationsrates. Die Gedenktafel und weitere Elemente wie Bäume und Stelen werden von verschiedenen Fachdiensten übernommen.
Zudem wurde der „Bunten Tisch“ auf die Stadtwebsite verlagert, während das „Interkulturelle Nachbarschaftsnetzwerk 55plus“ nicht weitergeführt wird. Die Verwaltung wird künftig eng mit der Frau Spitz, Herrn Rüddel und dem Kommunalen Integrationsmanagement (KIM) kooperieren.
Behindertenpolitik und Älterenarbeit
Zwei neue Beiräte für Menschen mit Behinderung und für ältere Menschen wurden konstituiert. Der Beirat für Menschen mit Behinderung setzte sich in seiner konstituierenden Sitzung mit 16 stimmberechtigten und 10 nicht stimmberechtigten Mitgliedern auseinander. Herr Slavernik wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, Frau Schoisingei und Frau Pickel in verschiedene Ausschüsse entsendet. Themen wie barrierefreie Toiletten, inklusive Sportangebote und Mängel an Behindertenparkplätzen standen im Fokus.
Der Beirat für ältere Menschen tagte ebenfalls konstituierend. Herr Theußen wurde zum Vorsitzenden gewählt, Frau Göbel und Herr Laakmann zu den stellvertretenden Vorsitzenden. Der Beirat lehnte einen Antrag zu einem kriminalpräventiven Handlungskonzept ab und formulierte einen geänderten Beschlussvorschlag, der an den Sozialausschuss weitergeleitet wird. Zudem wurde ein Senioren-Scooter-Park als Mobilitätsförderung empfohlen.
Jugendförderung und Bildung
Der Jugendhilfeausschuss setzte sich mit der Zukunft der Kindertageseinrichtungen auseinander. Einstimmig wurde beschlossen, die Trägerschaft der Einrichtungen Gerhart-Hauptmann-Straße und Kranichstraße zu wechseln. Zudem wurde die Aufnahmekapazität in der Offenen Ganztagsschule auf 2.450 Plätze erhöht. Mit einem Budget von 20.000 € wurden Jugendprojekte unter dem Moerser Signal gefördert.
Die Verwaltung wurde ermächtigt, geringfügige Abweichungen bei der Antragstellung bis zum 15.03.2026 zu berücksichtigen. Ebenso wurde Claudia Brunck als neue Beisitzerin im Verein „Klartext für Kinder e. V.“ bestellt.
Digitale Zukunft in Moers
Ein weiterer Meilenstein war die digitale Umstellung der Ratsarbeit, die mit sofortiger Wirkung beschlossen wurde. Ratsmitglieder erhalten einen einmaligen Zuschuss von 500 Euro, um ein iPad oder Tablet zu beschaffen. Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu einer modernen, transparenten und effizienten Kommunikation in der Politik.
Zudem wurde der Verein Frauen helfen Frauen e.V. mit bis zu 22.881,00 Euro unterstützt, vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltssicherungskonzeptes. Im Zuge dessen wurden auch weitere Zuschüsse an verschiedene Einrichtungen vergeben.
Ausblick
Moers bewegt sich in Richtung einer inklusiveren, digitaler und transparenteren Zukunft. Die neuen Strukturen in den Ratsausschüssen, die Förderung integrativer Projekte und die Unterstützung behinderter und älterer Menschen zeigen, dass die Stadt auf die vielfältigen Bedürfnisse ihrer Bürger*innen reagiert. Im März stehen weitere Themen wie die Haushaltsplanung und stadtentwickelnde Projekte auf der Agenda.
Quellen
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