Bildung und Infrastruktur in Köln: Fokus auf Sanierungen, Schulentwicklung und Mobilität
Im Januar 2026 standen in Köln wichtige Entscheidungen für Bildungseinrichtungen und öffentliche Infrastruktur im Mittelpunkt. Von energetischen Sanierungen bis hin zu Schulentwicklungsplänen – die Stadt reagiert auf Herausforderungen der Zukunft.
Bildung und Infrastruktur in Köln: Wie die Stadt auf die Zukunft vorbereitet
Die Bildungspolitik in Köln ist in Bewegung. Im Januar 2026 wurden entscheidende Schritte in der Schulentwicklung, energetischen Sanierung und Mobilitätsplanung getroffen. Die Stadt Köln reagiert damit auf veränderte demografische Bedingungen, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und die Notwendigkeit, eine moderne, inklusive und zukunftsfähige Bildungslandschaft zu schaffen.
Energetische Sanierungen an Schulen: Eine Investition in die Zukunft
Köln hat in den vergangenen Jahren immer wieder den Fokus auf die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude gelegt – und das gilt auch für Schulen. Im Januar 2026 wurden fünf Schulen in den Fokus der Sanierungsplanung genommen: die Paul-Maar-Schule, die Kopernikus-Schule, die Gemeinschaftsgrundschule Konrad-Adenauer-Straße, die Eduard-Mörike-Schule und die Heideschule.
Die Maßnahmen umfassen Dach- und Fassadensanierungen sowie die Prüfung von Photovoltaikanlagen. Ziel ist es, den Heizenergiebedarf zu reduzieren und die bauliche Substanz langfristig zu stabilisieren. Die Kölner Schulbaugesellschaft mbH wurde beauftragt, Machbarkeitsstudien und Planungen bis zur Leistungsphase 1 (LPh1) durchzuführen. Jedes Projekt hat ein Budget von maximal 50.000 Euro.
Die Sanierungen sind nicht nur aus ökologischen Gründen wichtig, sondern auch aus rechtlicher Perspektive. Sie erfüllen die kommunale Pflicht gemäß § 79 Schulgesetz NRW, die Qualität der schulischen Infrastruktur zu gewährleisten. Zudem wird die Finanzierung über den Wirtschaftsplan der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln abgedeckt – ein Beispiel dafür, wie Klima- und Bildungspolitik eng verzahnt sind.
Schulentwicklungsplanung: Schließungen, Umstrukturierungen und neue Standorte
Die Schulentwicklungsplanung ist ein zentraler Baustein der Bildungspolitik in Köln. Im Januar 2026 wurde entschieden, die Katholische Hauptschule am Rhein (Niederichstraße) im Schuljahr 2026/27 zu schließen. Der Grund: ein Rückgang des Bedarfs an Hauptschulplätzen. Der Bildungsgang Abendrealschule wird an den Standort Judenkirchhofsweg verlegt, und das Gymnasium Neustadt-Nord wird an zwei Standorten eingerichtet.
Ein weiteres Projekt betrifft das Richard-Riemerschmid-Berufskolleg. Wegen der Generalsanierung des Berufskollegs Ulrepforte wird ein Teilstandort in der Containeranlage Bonner Wall 21 eingerichtet. Der Umzug ist für das Schuljahr 2026/27 geplant. Hier ist eine Genehmigung gemäß § 81 Abs. 3 Schulgesetz NRW erforderlich.
Die Stadt plant auch, die Zahl der Grundschulplätze für das Schuljahr 2026/27 auf 11.266 zu halten, verteilt auf 579 Eingangsklassen. In einigen Stadtteilen wird die Schulplatzsituation weiterhin angespannt sein. Um die Wohnortnähe zu gewährleisten, werden Mehrklassen eingerichtet – etwa an der GGS Kapitelstraße oder der GGS Zehnthofstraße.
Mobilität: Neues Ticketmodell für städtische Schulen
Ein weiterer Schwerpunkt in der Bildungspolitik ist die Mobilität. Köln hat beschlossen, das Ticketmodell für städtische Schulen ab 1. August 2026 zu ändern. Die neuen Subventionsmodelle der Verkehrsverbünde VRS und AVV senken die monatlichen Kosten von 43 Euro auf 30 Euro. Damit spart die Stadt rund 390.000 Euro im Haushalt des Schuljahres 2026/27.
Freifahrtberechtigte Schüler*innen erhalten den Eigenanteil durch die Stadt erstattet. Die Umsetzung umfasst Neuvertragsgestaltung, Chipkarten und Informationskampagnen in Zusammenarbeit mit dem Kölner Verkehrs-Betrieb (KVB). Die Änderung ist nicht nur eine finanzielle Optimierung, sondern auch ein Schritt hin zu einer nachhaltigen Mobilitätsstrategie in der Bildung.
Ausblick: Bildung in Köln – eine kontinuierliche Herausforderung
Die Entscheidungen des Januars 2026 zeigen, dass Bildung in Köln in ständiger Entwicklung ist. Energetische Sanierungen, Schulentwicklungsplanung und Mobilitätsmaßnahmen sind zentrale Themen, die auf die Zukunftsaufgaben der Stadt abzielen. In einem Zeitraum, in dem Klimawandel, demografischer Wandel und digitale Transformation die Bildungspolitik prägen, ist es entscheidend, flexibel und vorausschauend zu handeln.
Die Stadt Köln hat mit diesen Maßnahmen gezeigt, dass sie bereit ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen – und das nicht nur mit kurzfristigen Lösungen, sondern mit langfristigem Planungswillen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Inklusion.
Quellen
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