Kamp-Lintfort im März 2026: Haushalt, Bäder und Personalplan im Fokus
Der März 2026 brachte in Kamp-Lintfort Entscheidungen im Bereich Haushalt, Personalplanung und Bäderbetrieb. Hier ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.
Haushalt, Bäder und Personal – März in der Kernaufstellung
Was diesen Monat wichtig war
- Der Haushaltsplan 2026 ist auf dem Tisch: Einnahmen und Ausgaben liegen im Gleichgewicht, mit Kreditrahmen von 100 Millionen Euro.
- Das Hallenbad bleibt trotz Rückgang der Besucher zahlenmäßig stabil, während das Freibad deutlich weniger genutzt wird.
- Der Stellenplan 2026 wurde beschlossen: 15 zusätzliche Stellen, darunter 18,4 tarifliche und 1,5 beamtete.
- Die Erweiterung des Gewerbegebiets Nord – Kamperbruch ist beschlossen, mit ökologischem Ausgleich bis Ende 2027.
- Die Fraktion DIE LINKE stellte einen Antrag auf einen zusätzlichen Mülleimer, aber keine konkreten Beschlüsse wurden gefasst.
- Der Haushaltssicherungskonzept-Antrag wurde vertagt, bleibt aber Thema der Ratssitzung im April.
Haushalt 2026: Einnahmen, Ausgaben und Kredite
Der Haushalt der Stadt Kamp-Lintfort für 2026 wurde in der Ratssitzung am 24. März vorgestellt. Mit 152,8 Millionen Euro Erträgen und 162,9 Millionen Euro Aufwendungen bleibt das Budget innerhalb der gesetzlichen Grenzen. Die Stadt plant 5,07 Millionen Euro Verpflichtungsermächtigungen, und der Kreditrahmen zur Liquiditätssicherung bleibt bei 100 Millionen Euro.
Die Einnahmen verteilen sich dabei auf 37,1 % Steuern, 37,6 % Zuwendungen und Umlagen, 13,9 % Leistungsentgelte und 5,7 % andere Erträge. Auf der Ausgabenseite dominieren 41,9 % Transferaufwendungen, gefolgt von 26,6 % Personalaufwendungen und 17,9 % Sach- und Dienstleistungen.
Der Haushaltssicherungskonzept-Antrag, der unter anderem Maßnahmen zur Konsolidierung vorschlägt, wurde auf die Ratssitzung im April vertagt, bleibt aber ein zentrales Thema.
Bäderbetrieb: Rückgang bei Besuchern, aber stabiler Gewinn
Der Betriebsausschuss Bad hat den Zwischenbericht 2025 vorgestellt. Das Hallenbad erzielte 60.483 Besucher, während das Freibad deutlich weniger genutzt wurde (10.007 Besucher) – ein Rückgang um 35 % gegenüber 2024. Grund hierfür war unter anderem die 5-monatige Schließung des Hubbodenbeckens.
Trotz der rückläufigen Besucherzahlen blieb der Gesamtgewinn 2025 mit 188.059 Euro positiv, wobei der Betriebsergebnisverlust von 1,3 Millionen Euro durch den Finanzgewinn von 1,53 Millionen Euro ausgeglichen wurde. Die Versicherungsentschädigungen spielten hierbei eine entscheidende Rolle.
Die Personalkosten blieben unter Plan, während Reparaturen und Vandalismusschäden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten. Der Gesamtleistungserlös lag bei 370.266 Euro, wobei Aqua-Fitness-Kurse über Planwerte hinaus eingenommen haben.
Stellenplan 2026: Personalwachstum und Nachwuchskräfte
Im März wurde der Stellenplan 2026 beschlossen. Insgesamt sind 520 Stellen geplant, was einem Zuwachs von 15 Stellen (+2,97 %) gegenüber 2025 entspricht. Davon sind 55,8 Beamtenstellen und 464,2 tarifliche Stellen vorgesehen.
Besonders hervorzuheben ist die Erhöhung der tariflichen Stellen um 18,4, was auf Personalbedarf in Verwaltung und Dienstleistungsbereichen zurückzuführen ist. Im Bereich der Nachwuchskräfte sind insgesamt 56 Stellen vorgesehen, darunter 22 Auszubildende im Pflegebereich, 20 Azubis im TVöD-Bereich und 11 Dienstanfänger. Die Ist-Besetzung liegt aktuell bei 39,31 Stellen.
Die Zustimmung des Personalrats und der Gleichstellungsbeauftragten wurde einstimmig erteilt, wodurch der Stellenplan reibungslos umgesetzt werden kann.
Ausblick: Haushaltssicherung, Bäderentwicklung und Personalplanung weiter im Fokus
Der April wird in Kamp-Lintfort voraussichtlich von der Beschlussfassung zum Haushaltssicherungskonzept, der Umsetzung der Flächennutzungsplanänderung und der Personalplanung geprägt sein. Die Stadt hat sich zudem verpflichtet, bis Ende 2027 eine ökologische Ausgleichsmaßnahme für die Erweiterung des Gewerbegebiets Nord umzusetzen, was neue Diskussionen über Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung auslösen könnte.
In der Verwaltung bleibt zudem die Konsolidierung des Bäderbetriebs ein Thema, insbesondere im Hinblick auf Personalkosten, Energiebedarf und Besucherzahlen.
Quellen
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