Sportpolitik in Hagen: Investitionen, Modernisierungen und Herausforderungen
In Hagen stehen im April 2026 zahlreiche sportpolitische Maßnahmen im Fokus: Von der Modernisierung des Westfalenbads über die Sanierung von Kunstrasenplätzen bis hin zur Umrüstung der Beleuchtung in der Ischelandhalle. Wir analysieren die Hintergründe, die geplanten Investitionen und die finanziellen Rahmenbedingungen.
Modernisierung des Westfalenbads: Herausforderungen und Chancen
Das Westfalenbad in Hagen ist eine der größten und bedeutendsten Sport- und Freizeiteinrichtungen der Stadt. Mit über 7,5 Millionen Besuchern bis Ende 2025 ist es nicht nur ein Gesundheits- und Wellnesszentrum, sondern auch ein zentraler Ort für Sport und Gemeinschaft. Die Anlage wurde 2010 eröffnet und verfügt über eine Wasserfläche von über 2.000 m² auf einer Gesamtfläche von 70.000 m².
Im Jahr 2025 wurde eine umfassende technische Analyse der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) durchgeführt, die auf substanzielle Investitionen hindeutet. Ziel ist es, die Betriebsfähigkeit des Bads bis 2045 zu gewährleisten und gleichzeitig die Energieeffizienz zu erhöhen. Allerdings hat das Westfalenbad bereits die Effizienzgebäude-Stufe 85 erreicht, wodurch es nicht förderfähig im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ ist. Die Stadt Hagen prüft dennoch, ob andere Förderprogramme genutzt werden können, um die Modernisierung zu finanzieren.
Ein Projektsteuerer wurde beauftragt, bis Ende 2026 ein Feinkonzept mit detaillierten Maßnahmen und Kostendimensionierungen zu erarbeiten. Die Stadt plant eine stufenweise Modernisierung, um die Attraktivität des Westfalenbads auch für zukünftige Generationen zu sichern.
Investitionen in Sportstätten: Kunstrasenplätze, Tribünen und Beleuchtung
Neben dem Westfalenbad stehen in Hagen zahlreiche Investitionen in Sportstätten im Fokus. Die Sportpauschale wurde von 1,8 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro erhöht, um diese Maßnahmen zu finanzieren.
Ein zentrales Projekt ist die Sanierung der Tribüne im Erich-Berlet-Stadion, die mit 392.700 Euro refinanziert wird. Weitere Investitionen betreffen den Kunstrasenplatz in Garenfeld (350.000 Euro) und den geplanten Neubau des Kunstrasenplatzes Haspe II (997.000 Euro). Die Sanierung des Kunstrasenplatzes in Hohenlimburg wurde bereits 2025 umgesetzt, sodass keine Neueinplanung notwendig ist.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Umrüstung der Beleuchtung in der Ischelandhalle. Die aktuelle Beleuchtung entspricht nicht mehr den Anforderungen der Basketball-Bundesliga, was bei einem möglichen Aufstieg der Hagener Mannschaft Phoenix Hagen in die 1. Bundesliga problematisch wäre. Die Umrüstung wird über die Sportpauschale finanziert und ist für 2026 geplant.
Haushaltsplanung und Finanzierung: Herausforderungen und Konsolidierung
Die Haushaltsplanung für 2026/2027 ist von mehreren Herausforderungen geprägt. Die Stadt Hagen plant Konsolidierungsmaßnahmen im Haushaltssicherungskonzept, um den Haushaltsausgleich bis 2034 zu erreichen. Gleichzeitig steigen die Sozialausgaben und die Inflation, was die Finanzierung sportpolitischer Maßnahmen erschwert.
Die Sportpauschale wird genutzt, um Investitionen in Sportstätten zu refinanzieren, darunter auch die Sanierung von Kunstrasenplätzen und die Umrüstung von Flutlichtanlagen. Die Stadt plant zudem, Förderprogramme wie das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu nutzen, um zusätzliche Mittel für große Projekte wie den Neubau eines Kunstrasenplatzes in Hohenlimburg zu erhalten.
Im Jahr 2026 ist vorgesehen, dass Maßnahmen wie die Umrüstung der Beleuchtung und der Bau von Umkleidegebäuden im Haupt- und Finanzausschuss gesondert beraten werden. Dies zeigt, wie sensibel die Finanzierung sportpolitischer Projekte im Haushaltskontext ist.
Zukunftsaussichten: Sport als zentraler Teil der Stadtentwicklung
Die Sportpolitik in Hagen ist ein zentraler Bestandteil der Stadtentwicklung. Mit über 34.500 organisierten Mitgliedern in 47 Sportvereinen und einer breiten Palette an Sportstätten (85 Einrichtungen) ist der Sport in Hagen stark verankert. Die Stadt investiert nicht nur in die Infrastruktur, sondern auch in die Förderung des Breiten- und Leistungssports, insbesondere in Schulen und Vereinen.
Die geplanten Modernisierungen und Investitionen sind nicht nur eine Frage der sportlichen Attraktivität, sondern auch eine Investition in die Zukunft der Stadt. Sie tragen dazu bei, Hagen als attraktives Sport- und Freizeitangebot zu präsentieren und gleichzeitig die Lebensqualität der Bevölkerung zu steigern.
Quellen
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