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Hagen im Fokus: Was sich im April 2026 bewegt hat

Hagen im Fokus: Was sich im April 2026 bewegt hat

Im April 2026 stand Hagen im Wandel: vom Standortentscheid für das Cuno-Berufskolleg bis zur Modernisierung des Westfalenbads. Hier der kompakte Monatsrückblick mit den wichtigsten Entwicklungen für die Stadt.

Hagen auf Kurs: Entscheidungen mit Zukunft

Was diesen Monat wichtig war

  • Cuno-Berufskolleg hat einen neuen Standort: Der Sportplatz am Höing wird bevorzugt, Kosten reduziert.
  • Westfalenbad bleibt weiter Teil der städtischen Sanierungsplanung – auch wenn die Förderung ausfällt.
  • Kultur und Bildung profitieren: Doppelhaushalt 2026/2027 beschlossen, Osthaus Museum investiert.
  • Investitionen in Sportstätten: Millionen für Kunstrasenplätze und Tribünen.
  • Finanzplanung auf Kurs: Haushaltssicherungskonzept und Einsparungen gesichert.
  • Umweltthemen im Fokus: Wildschweinberichte, Fischtreppe Volme und Naturschutzplanung.

Bildung und Stadtentwicklung: Cuno-Berufskolleg am Höing

Im April 2026 hat der Hager Stadtrat einen klaren Entscheid getroffen: Das Cuno-Berufskolleg wird am Sportplatz am Höing gebaut. Damit wird Variante 1 als bevorzugter Standort festgelegt. Die Kosten konnten durch wegfallende Flächen und eine nicht mehr geplante Sporthalle von 201,2 Millionen Euro auf 183,2 Millionen Euro reduziert werden. Die Finanzierung ist über eine außerplanmäßige Bereitstellung gesichert, sodass die Planung ohne neue Schulden voranschreiten kann.

Zudem ist entschieden worden, das bestehende Cuno-Gebäude entweder zu sanieren oder neu zu bauen – letzteres ist mit 69 Millionen Euro leicht teurer als eine Sanierung.

Sport und Infrastruktur: Modernisierung auf mehreren Ebenen

Eine der größten Herausforderungen für den städtischen Sportbereich bleibt das Westfalenbad. Obwohl eine technische Analyse einen dringenden Sanierungsbedarf bis 2045 ergeben hat, erfüllt das Bad nicht die Voraussetzungen für die Bundesförderung. Dennoch gibt es Fortschritte: Im Haushalt 2026/2027 sind erhebliche Mittel für Sanierungen an Kunstrasenplätzen und Tribünen vorgesehen. So fließen 1,7 Millionen Euro allein in die Modernisierung von Stadion und Plätzen.

Ein weiteres Projekt ist der Umkleideraum an der Alexanderstraße, für den die CDU/SPD eine Zwischenlösung beantragt hat. Die Verwaltung ist beauftragt, ein Konzept und eine Kostenschätzung zu erstellen.

Kultur und Museen: Hagen investiert in sein Profil

Der Doppelhaushalt 2026/2027 mit einem Volumen von 176,5 Millionen Euro ist beschlossen. Besonders hervorzuheben ist die Investition in das Osthaus Museum, wo die Restaurierung der Glasfenster im Altbau mit 60.000 Euro aus der NRW-Förderung ermöglicht wird. Ziel ist es, bis zu 28.500 Besucher pro Jahr anzulocken.

Zudem wird die Gartenanlage Hohenhof in die IGA 2027 eingebunden – ein weiterer Schritt, um Hagens Kulturprofil zu stärken. Auch das Archäologiemuseum plant eine Neukonzeption der Dauerausstellung, was den Standort langfristig attraktiver machen soll.

Umwelt und Naturschutz: Hagen bleibt sensibel

Im April 2026 wurden mehrere Anträge im Bereich Umwelt gestellt. Besonders auffällig ist der Sachstandsbericht zur Wildschweinpopulation, der von der Verwaltung beantragt wurde. Zudem ist ein Antrag auf wasserrechtliche Plangenehmigung für die Fischtreppe an der Volme in Bearbeitung.

Im Haushaltsplan 2026/2027 ist zudem eine 2. Lesung zu Teilplänen im Naturschutz vorgesehen, die in der Vorlage 0129/2026 behandelt werden.

Finanzplanung: Konsolidierung auf Kurs

Der Haushaltssicherungskonzept für den Doppelhaushalt 2026/2027 ist beschlossen. Die Stadt hat sich verpflichtet, 7 Millionen Euro an Personalkosten und 12,966 Millionen Euro an Sachkosten zu sparen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die langfristige finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Zudem ist die Finanzierung des Cuno-Berufskollegs bereits im laufenden Haushalt eingeplant.

Ausblick: Hagen baut Zukunft

Die Entwicklungen des Aprils zeigen: Hagen investiert in Bildung, Sport und Kultur, während gleichzeitig die finanzielle Konsolidierung im Vordergrund steht. Die Entscheidungen für den Cuno-Berufskolleg und die Sportstätten bilden den Grundstein für eine moderne Infrastruktur. Im Kulturbereich zeigt sich der Wille, Hagen als kreatives Zentrum stärker zu positionieren. Umweltthemen bleiben ein sensibles Thema, das in der Öffentlichkeit und Politik zunehmend an Gewicht gewinnt.

Im Mai wird es um die Umsetzung dieser Entscheidungen gehen – und ob die geplanten Projekte ihre Ziele erreichen können.

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