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Everswinkel im Fokus: Feuerwehr, Bildung und Klimaschutz im Februar 2026

Everswinkel im Fokus: Feuerwehr, Bildung und Klimaschutz im Februar 2026

Im Februar 2026 standen in Everswinkel wichtige Entscheidungen im Bereich Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz im Mittelpunkt. Der Neubau des Feuerwehrhauses Alverskirchen, die Reform der Elternbeiträge für die Offene Ganztagsgrundschule und die Haltung zur Windenergie prägten die politische Agenda.

Ein Monat mit klaren Impulsen für Bildung, Sicherheit und Klimaschutz

Was diesen Monat wichtig war

  • Neubau des Feuerwehrhauses Alverskirchen mit einem Budget von über 7,6 Millionen Euro und Baubeginn 2027
  • Umstellung der Elternbeiträge an der Offenen Ganztagsgrundschule auf einkommensabhängige Modelle
  • Keine neuen Windenergieflächen außerhalb der Vorranggebiete im Regionalplan
  • Sanierungsarbeiten an Rathaus, Schulen und Wirtschaftswegen
  • Digitalisierung der Fahrgastinformation an Bushaltestellen
  • Festlegung des Verkaufsoffenen Sonntags für 2026

Bildung und Elternbeiträge: Transparentere Finanzierung für Betreuungsangebote

Die Offene Ganztagsgrundschule Everswinkel hat sich im Februar auf einen neuen Kurs eingestellt. Die Elternbeiträge für die Betreuungsangebote „acht bis eins“ und „Dreizehn Plus“ wurden auf ein einkommensabhängiges Modell umgestellt. Ein Bruttojahreseinkommen von 37.000 Euro ist der neue Schwellenwert, ab dem Beiträge erhoben werden. Für das zweite Kind gilt eine 50 %ige Ermäßigung, weitere Kinder sind beitragsfrei.

Die Änderungen der Satzung wurden einstimmig beschlossen und sollen ab 1. August 2026 gelten. Gleichzeitig wurde die Geschwisterkindregelung angepasst und der Geschwisterbonus für Kindertagesstätten gestrichen. Rechtliche Grundlagen bilden das Ganztagsförderungsgesetz und das Kinderbildungsgesetz.

Diese Reform wird als Schritt zur Gleichheit und finanziellen Fairness empfunden, da sie die Belastung für Familien mit mehreren Kindern reduziert. Gleichzeitig bleibt die Finanzierung der Betreuungsangebote gesichert.

Sicherheit und Infrastruktur: Große Projekte und kleine Sanierungen

Im Bau- und Infrastrukturausschuss wurde der Neubau des Feuerwehrhauses Alverskirchen mit einem Gesamtvolumen von 7.695.421 Euro einstimmig beschlossen. Der Architekt Torsten Kiefer hat die Planung übernommen, der Baustart ist für Januar 2027 vorgesehen. Dies ist ein Meilenstein für die Brandschutzsicherheit in der Gemeinde.

Neben diesem Großprojekt standen auch mehrere Sanierungsmaßnahmen im Fokus:

  • Asphaltierung und Oberflächenbehandlung von Wirtschaftswegen (148.000 Euro)
  • Brandschutzmaßnahmen im Rathaus (190.000 Euro)
  • Kellerabdichtung an der Grundschule Alverskirchen (20.000 Euro)
  • Deckensanierung in der Turnhalle (50.000 Euro)
  • Bodenbelagsarbeiten in der Verbundschule (85.000 Euro)

Diese Investitionen zeigen, dass Everswinkel nicht nur in die Zukunft baut, sondern auch auf die Erhaltung bestehender Infrastruktur setzt.

Klimaschutz und Windenergie: Keine neuen Vorranggebiete

Der Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz hat entschieden, keine zusätzlichen Flächen für Windenergieanlagen außerhalb der bereits ausgewiesenen Vorranggebiete im Regionalplan zu prüfen. Diese Entscheidung spiegelt die aktuelle Haltung zur städtebaulichen und ökologischen Balance wider.

Gleichzeitig wurde ein CDU-Antrag zur Prüfung der Vermarktung der ehemaligen Kindergartenfläche im Baugebiet Bergkamp III angenommen. Das Grundstück hat einen Gesamtwert von 1,178 Millionen Euro und könnte für Wohnbau genutzt werden. Die Verwaltung wird nun die planungsrechtlichen, infrastrukturellen und wirtschaftlichen Aspekte untersuchen.

Die Gemeinde hat bereits 13 Windenergieanlagen und weitere 5 in Planung, wobei das Ziel des Regionalplans bereits übertroffen wurde. Zudem wurde ein Antrag zur digitalen Fahrgastinformation an der Bushaltestelle Freckenhorster Straße einstimmig beschlossen, um Mobilität und Nachhaltigkeit zu verbessern.

Übergeordnete Entwicklungen: Bildung, Sicherheit und Klima im Spannungsfeld

Ein zentrales Thema in Everswinkel ist die Gleichgewichtssuche zwischen Investitionen in Sicherheit, Bildung und Klimaschutz. Der Neubau des Feuerwehrhauses und die Sanierungsarbeiten zeigen, dass die Gemeinde bereit ist, große Summen in Infrastruktur zu investieren, um die Lebensqualität und Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten.

Gleichzeitig wird Bildung transparenter finanziert, was zur Vertrauensbildung zwischen Elternschaft und Verwaltung beitragen soll. Im Klimaschutz ist die Haltung vorsichtig, aber nicht ablehnend – die Gemeinde setzt auf bestehende Vorranggebiete und prüft neue Maßnahmen wie die digitale Fahrgastinformation.

Fazit und Ausblick

Der Februar 2026 war in Everswinkel geprägt von klaren Entscheidungen in Bildung, Sicherheit und Klimaschutz. Der Neubau des Feuerwehrhauses, die Reform der Elternbeiträge und die Haltung zur Windenergie zeigen, dass die Gemeinde strategisch und zukunftsorientiert handelt.

Im März steht neben der Baugenehmigung des Feuerwehrhauses auch die Umsetzung der digitalen Fahrgastinformation an. Die Sanierungsarbeiten werden fortgeführt, und die Neueinrichtungen im Bildungsbereich werden ihre Auswirkungen zeigen. Die Gemeinde bleibt dabei transparent, bürgernah und zielgerichtet.

Quellen

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