Düsseldorfs Kulturpolitik im Fokus: Ausbau der Diversität und Investition in Kulturgebäude
Im Januar 2026 hat Düsseldorf entscheidende Maßnahmen in der Kulturpolitik beschlossen, um Diversität zu stärken und Kulturgebäude langfristig zu sichern. Der Kulturausschuss setzte Schwerpunkte in der Inklusion, Bildung und Infrastruktur.
Diversität als neue Kulturstrategie
Im Januar 2026 hat Düsseldorf einen Meilenstein in der Kulturpolitik gesetzt: Der Kulturausschuss beschloss einen „Transformationsprozess Diversität“, der den kulturellen Alltag in der Stadt grundlegend verändern soll. Ziel ist es, die kulturellen Einrichtungen zugänglicher zu machen und die Besucher*innenstruktur sowie die Belegschaft transparenter zu gestalten.
Mit dem Einsatz von KulMon®-Datenbanken wird systematisch die Besucherstruktur erfasst, um gezielte Maßnahmen zur Inklusion zu entwickeln. Gleichzeitig wird eine Untersuchung zur Diversität in den Kulturteams geplant. Fortbildungsprogramme für Mitarbeitende und ein Diversitäts-Newsletter sollen Diversität als festen Bestandteil der Arbeit verankern. Die Maßnahmen sind Teil des Maßnahmenpakts 1 und sollen innerhalb von sechs Monaten umgesetzt werden.
Sanierung und Zukunft der Kulturgebäude
Zugleich setzt Düsseldorf auf langfristige Investitionen in die kulturelle Infrastruktur. Die Projektgruppe „Sanierung Kulturgebäude“ wurde neu besetzt und wird bis 2030 bestehen. Sie setzt sich aus Vertreter*innen der kommunalpolitischen Fraktionen zusammen und priorisiert Sanierungsmaßnahmen an städtischen Kulturgebäuden.
Ein zentrales Projekt ist der Umbau des Hetjens – Deutschen Keramikmuseums, wo ein Museumscafé entstehen wird. Während der Umbaumaßnahmen, die voraussichtlich bis 2027 andauern, bleibt der Eintritt „Pay what you want“, und der Sonntagseintritt bleibt frei. Ähnliche Sanierungen finden auch im Ehrenhof 4-5 des Museum Kunstpalast statt, wo der 3. Änderungsbeschluss zur Finanzierung einstimmig beschlossen wurde.
Kulturelle Bildung und Ausstellungsprogramme
Kulturelle Bildung ist ein weiterer Schwerpunkt. Zahlreiche Museen und Institutionen wie das Stadtmuseum, das Goethe-Museum oder das SchifffahrtMuseum Düsseldorf präsentieren umfangreiche Ausstellungsprogramme für das erste Halbjahr 2026. Diese reichen von thematischen Ausstellungen wie „Jazz: Düsseldorf/Palermo“ bis hin zu pädagogischen Projekten wie „Kinder machen Museum“, das von Schülern der KGS Höhenstraße mitgestaltet wird.
Ein weiteres Highlight ist die Ausstellung „gefährdet leben – Queere Menschen 1933 bis 1945“ in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, die in Kooperation mit der Bundestiftung Magnus Hirschfeld entstanden ist und die Lebensgeschichten queerer Menschen beleuchtet. Diese Projekte zeigen, wie Düsseldorf kulturelle Bildung und soziale Relevanz verbindet.
Kulturpolitische Kooperationen und Partnerschaften
Düsseldorf setzt zudem auf Partnerschaften mit anderen Städten und Institutionen. Die Ausstellung „Jazz: Düsseldorf/Palermo“ feiert beispielsweise die zehnjährige Städtepartnerschaft und präsentiert kulturelle Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Italien. Gleichzeitig wird das Polnische Institut Düsseldorf bei der Ausstellung zu Andrzej Wajda unterstützt, die anlässlich seines 100. Geburtstags stattfindet.
Diese Zusammenarbeit unterstreicht, wie Düsseldorf kulturelle Beziehungen nach außen stärkt und gleichzeitig interne Strukturen verändert, um eine inklusivere und zugänglichere Kulturpolitik zu ermöglichen.
Ausblick: Eine dynamische Kulturpolitik im Wandel
Die Entscheidungen des Kulturausschusses zeigen, dass Düsseldorf nicht nur auf die Erhaltung historischer Gebäude setzt, sondern auch auf Innovation und Diversität. Die Kombination aus Sanierungsmaßnahmen, kultureller Bildung und neuen Partizipationsformen macht die Düsseldorfer Kulturpolitik für das Jahr 2026 besonders dynamisch. Die nächsten Monate werden zeigen, ob diese Strategie in der Praxis Bestand hat und wie sie auf die breite Bevölkerung wirkt.
Quellen
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