Verwaltung in Dortmund 2026: Digitalisierung, Integration und Governance im Fokus
In der ersten Januarwoche 2026 standen in Dortmund zahlreiche Themen aus dem Bereich Governance and Administration im Fokus. Die Stadt setzt auf Digitalisierung, Personalentwicklung und Chancengerechtigkeit, um Verwaltungsprozesse effizienter und inklusiver zu gestalten.
Governance in Dortmund 2026: Wie die Stadt Verwaltung neu denkt
Die Stadt Dortmund hat sich 2026 verstärkt auf die Modernisierung ihrer Verwaltungskultur konzentriert. Themen wie Digitalisierung, Personalentwicklung, Chancengleichheit und Integration spielen eine zentrale Rolle. Diese Entwicklungen zeigen, wie die Kommune auf die Herausforderungen der Zukunft reagiert – und wie sie dabei sowohl bürgernah als auch effizient bleibt.
Digitalisierung als Schlüssel zur Verwaltungsmodernisierung
Die Digitalisierung der Verwaltung in Dortmund verläuft auf mehreren Ebenen. Die Einführung der e-Akte ist ein Meilenstein, der in mehreren Fachbereichen bereits abgeschlossen ist. Der Rollout in weiteren Bereichen ist für 2026 geplant, mit dem Ziel, bis 2028 eine flächendeckende digitale Archivierung zu ermöglichen. Ein weiteres Projekt ist das Dokumentenmanagementsystem Doxis, das das papierlose Arbeiten fördert und die Drucker-Nutzung reduziert.
Zwar gab es Diskussionen über den Einsatz von KI-Systemen – etwa zur Automatisierung von Routineaufgaben –, doch bleibt die Verwaltung vorsichtig. Skepsis besteht unter IT-Expert:innen, da die Technologie noch nicht vollständig reif ist. Dennoch wurden KI-Beauftragte eingesetzt, um langfristige Strategien zu entwickeln.
Ein weiteres Projekt, das Digitalisierung und Bürger:innenbedürfnisse verbindet, ist die LINa-App. Die CDU-Fraktion hat sich dafür starkgemacht, die App nicht als eigenständigen Dienst, sondern als Erweiterung der bestehenden Dortmund-App zu realisieren, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen.
Personalentwicklung und Ausbildung: Inklusiv und divers
Die Ausbildungspolitik in Dortmund ist 2026 ein zentraler Bestandteil der Governance-Strategie. Mit 95 Ausbildungsplätzen pro Jahr ist die Ausbildungskapazität gestiegen. Besonders hervorzuheben ist die Quote von 96 % Ausbildungsplatzbesetzung, die zeigt, dass Dortmunds Ausbildungspolitik funktioniert. Inklusive und assistierte Ausbildung wurde mit insgesamt 7 Plätzen realisiert.
Die Ausbildungskapazitäten werden nicht nur quantitativ ausgebaut, sondern auch qualitativ. Durch Projekte wie „Startklar“ und „Kita-Einstieg“ werden geflüchtete und neu zugewanderte Menschen gezielt in den Arbeitsmarkt integriert. Diese Formate werden ab 2026 verfestigt und finanztechnisch abgesichert.
Integration und Chancengleichheit: Mehr als nur Sozialpolitik
Integration ist in Dortmund nicht nur eine soziale Aufgabe, sondern auch ein zentraler Bestandteil der Governance-Strategie. Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration hat in der Sitzung am 29.01.2026 wichtige Themen aufgegriffen:
- Die Errichtung eines Ukrainischen Hauses wird geprüft, um geflüchteten Menschen einen zentralen Begegnungs- und Unterstützungsort zu bieten.
- Die Beschleunigung des Leichenschauverfahrens wurde angestoßen, um religiöse Bedürfnisse bei Auslandüberführungen zu berücksichtigen.
- Förderprojekte wie „Am Gemeinsamen Tisch“ und „DIALOG. BERUF. DORTMUND“ zeigen, wie Integration über Bildung und Austausch vorangetrieben wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die digitale Ausstattung der Ausschussmitglieder. Hier setzt Dortmund auf iPads und die Mandatos-App, um die Vorbereitung auf Sitzungen zu optimieren und Transparenz zu gewährleisten.
Governance-Struktur: Transparente Entscheidungsfindung
Die Struktur der Verwaltung und der politischen Gremien ist ein weiteres zentrales Thema. Nach der Amtseinführung von OB Alexander Kalouti läuft ein Prozess zur Neustrukturierung des Stabes „Dortmund 2035“. Zudem gab es Neubesetzungen in Ausschüssen wie dem für Chancengerechtigkeit und Integration, die auf veränderte Mehrheitsverhältnisse reagierten.
Die Barrierefreiheit und Transparenz in der Verwaltung sind dabei nicht nur formelle Vorgaben, sondern Teil der Governance-Philosophie der Stadt. So sind Sitzungsunterlagen digital zugänglich, und der Zugang für Menschen mit Behinderungen wird aktiv gewährleistet.
Ausblick: Was kommt 2026?
2026 wird in Dortmund ein Jahr der Umsetzung sein. Die Digitalisierung der Verwaltung wird beschleunigt, die Ausbildungspolitik bleibt inklusiv, und Integration wird als zentraler Governance-Faktor verankert. Zudem wird der Fokus auf die Erfolgskontrolle von Projekten und die Bürgerbeteiligung steigen – auch durch die Debatte um die „Stadtmarke Dortmund“-Kampagne.
Die Herausforderungen bleiben groß: KI-Strategie, Haushaltssperren, und die Integration von Geflüchteten. Doch mit einer klaren Governance-Strategie und einer transparenten, inklusiven Verwaltung ist Dortmund gut aufgestellt.
Quellen
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