Dortmunds Wirtschaftsentwicklung in Februar 2026: Digitale Infrastruktur, Seniorenwirtschaft und Ausbildung im Fokus
Im Februar 2026 beschäftigte sich der Ausschuss für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung in Dortmund intensiv mit Themen der digitalen Infrastruktur, der Ausbildungssituation, der Seniorenwirtschaft und der Integration innovativer Bildungsprogramme. Diese Beiträge geben einen Überblick über die wichtigsten Entscheidungen und Hintergründe.
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung: Digitale Infrastruktur als Schlüsselthema
Im Fokus der wirtschaftspolitischen Diskussionen stand in Dortmund der Ausbau der digitalen Infrastruktur, insbesondere im Bereich Glasfaser und Mobilfunk. Die Wirtschaftsförderung Dortmund (WF DO) wurde beauftragt, zwei Projekte zur Unterstützung des Infrastruktur-Ausbaus fortzuführen. Dazu gehören die Mobilfunkkoordination (MBK) und die Gigabitkoordination (GBK), die in den nächsten drei Jahren mit einem Budget von insgesamt 546.510 EUR ausgestattet werden. Die Stadt erhält Fördermittel in Höhe von 210.000 EUR vom Land Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, den Ausbau der Breitband- und Mobilfunkversorgung zu beschleunigen und zu koordinieren, wobei auch die Mitnutzung bestehender Infrastrukturen und die Identifizierung geeigneter Liegenschaften für Mobilfunkantennen eine Rolle spielen.
Die Projekteinsätze sind eingruppiert in die Gehaltsgruppen EG12 und A12 und sollen als Anlaufstelle für Unternehmen und Institutionen fungieren, die Fragen zur digitalen Infrastruktur haben. Neben der technischen Umsetzung ist auch eine breite Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen, um das Bewusstsein für digitale Chancen zu stärken.
Die Stärkung der Seniorenwirtschaft: Ein neues wirtschaftliches Segment in Dortmund
Ein weiteres zentrales Thema war die Entwicklung des Konzepts „Seniorenwirtschaft Dortmund“. Der Seniorenbeirat hatte dies angestoßen, um die Teilhabe älterer Menschen an der Stadtgesellschaft zu fördern und neue wirtschaftliche Chancen zu erschließen. Mit über 160.000 Seniorinnen und Senioren ist dieses Segment nicht nur sozial, sondern auch wirtschaftlich relevant.
Die Wirtschaftsförderung Dortmund wird federführend für die Entwicklung und Umsetzung des Konzepts verantwortlich sein. Ziel ist es, ein Qualitätssiegel „Partner der Seniorenwirtschaft Dortmund“ einzuführen und Unternehmen in Handel, Dienstleistung und Produktion anzusprechen. Ein Verein soll langfristig die Initiative tragen, unterstützt durch ein niedrigschwelliges Mitgliedschaftsmodell.
Die Wirtschaftsförderung plant außerdem, ein Internetportal zu schaffen, um Unternehmen und Seniorinnen und Senioren zu vernetzen. Im Rahmen der Zeitschrift „Senioren Heute“ und sozialer Netzwerke wird die Initiative beworben.
Ausbildungssituation in Dortmund: Herausforderungen und Handlungsbedarf
Die Ausbildungssituation in Dortmund war Gegenstand einer detaillierten Anfrage der Linksfraktion im Rat. Die Verwaltung wurde gebeten, zu klären, wie viele Ausbildungsplätze 2025 angeboten und besetzt wurden, sowie über die Quote der nicht besetzten Plätze und die Gründe dafür zu berichten. Zudem standen die Ausbildungsabbruchquote und deren Ursachen sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Mittelpunkt.
Die Stadt Dortmund setzt auf Programme wie „Dozubi Plus“, die Auszubildende und Betriebe finanziell unterstützen. Für 2026 sind themenbezogene Maßnahmen geplant, um die Fachkräftesituation zu stabilisieren und die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren. Die Ausbildungssituation ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Stadt.
Ausblick: Digitale Infrastruktur und wirtschaftliche Diversifikation
Die Entscheidungen des Februars 2026 zeigen, dass Dortmund sich bewusst auf die Zukunftsfelder der digitalen Infrastruktur und der wirtschaftlichen Diversifikation konzentriert. Mit Projekten wie „ACCESS Hubs“ und dem Fokus auf die Seniorenwirtschaft setzt die Stadt auf Innovation und Inklusivität. Gleichzeitig wird der Ausbau der Ausbildungssysteme als zentraler Hebel für die langfristige wirtschaftliche Stabilität gesehen.
Die nächsten Monate werden zeigen, wie erfolgreich diese Maßnahmen umgesetzt werden und welche Rolle Dortmund in der regionalen und überregionalen Wirtschaftsentwicklung spielt. Die Kooperation mit Wirtschaftsakteuren, das Land NRW und die breite Öffentlichkeit bleibt dabei entscheidend.
Quellen
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