Dortmund Monatsblog Februar 2026 – Was sich bewegt
Was sich in Dortmund in diesem Monat alles bewegt hat? Von Bauplanungen über digitale Infrastruktur bis zur Kultur. Hier der Überblick.
Was diesen Monat wichtig war
- Mobile Raumeinheiten (MRE): Die Stadt bereitet die Bereitstellung von MRE an neun Schulstandorten vor, mit einem Gesamtvolumen von über 16,7 Millionen Euro. Ziel ist es, dringend benötigten Raum für Bildung zu schaffen.
- Glasfaser- und Mobilfunkausbau: Dortmund investiert in digitale Infrastruktur – zwei Koordinatorenstellen wurden eingerichtet, um den Ausbau voranzutreiben.
- IGA 2027: Der Zukunftsgarten Huckarde/Mengede nimmt Formen an. Der Kokereipark wird barrierefrei und bis 2026 asphaltiert.
- Bezirksvertretungen in Aktion: In Scharnhorst und Lütgendortmund standen Finanzplanungen, Tempo 30-Vorschläge und Projekte im Fokus.
- Kultur und Sport: Der Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit beschloss Investitionen in städtische Sportanlagen und setzte sich für mehr Bewegungsfreiräume ein.
- Finanzkontrolle: Der Rechnungsprüfungsausschuss identifizierte Schwachstellen im Rechnungswesen und fordert Prozessverbesserungen.
Bauplanungen und Stadtentwicklung – Wo wird gebaut?
Der Februar war geprägt von städtebaulichen Entscheidungen. Der 87. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Änderung des Bebauungsplanes Br 217 für den Fußballpark Borussia wurden beschlossen. Zudem wurde ein städtebaulicher Vertrag unterzeichnet, der den Rahmen für künftige Entwicklung setzt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Innenentwicklungsstrategie, die die Stadtentwicklung bis in die nächsten Jahrzehnte planbar macht. Die Sanierung des Freibads Hardenberg und die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie sind erste Schritte in diese Richtung.
Neben den großen Projekten standen auch kleinere, aber wichtige Initiativen im Fokus: So wurden beispielsweise barrierefreie Straßenübergänge in Huckarde geplant und der Neubau des Haupteingangs der Kokerei Hansa als Teil der IGA 2027 vorangetrieben.
Digitale Infrastruktur – Dortmund wird vernetzt
Dortmund investiert kräftig in die digitale Zukunft. Im Ausschuss für Wirtschafts-, Beschäftigungsförderung, Europa, Wissenschaft und Forschung wurde beschlossen, zwei Koordinatorenstellen einzurichten – eine für den Mobilfunkausbau, eine für den Glasfaser-Ausbau. Diese Stellen sollen die Planung, Genehmigungen und Koordination mit Behörden und Unternehmen übernehmen.
Ein weiteres Projekt, das den digitalen Fortschritt vorantreibt, ist ein überplanmäßiger Projekteinsatz mit staatlicher Förderung. Mit 210.000 Euro aus dem Landeshaushalt und einem Eigenanteil von 546.510 Euro will Dortmund die digitale Infrastruktur bis 2026 deutlich verbessern.
Kultur, Sport und Bildung – Was wird unterstützt?
Im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit standen Investitionen in städtische Sportanlagen im Mittelpunkt. So wurde beispielsweise ein Investitionsmaßnahmenbericht für die Sanierung des Haupteingangs des Max-Planck-Gymnasiums vorgestellt, mit einem Gesamtvolumen von 444.980 Euro.
Neben der Sportförderung wurde auch die Kultur Dortmunds thematisiert. Der Dritte Quartalsbericht der Kulturbetriebe und der Vierteljahresbericht 2025 wurden vorgestellt. Zudem wurde ein Prüfer für den Jahresabschluss des Theater Dortmund benannt.
Auch in der Bildung wurde aktiviert: Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie stimmte einer Verlängerung des Projekts „Bildungskommune Dortmund“ bis 2027 zu. Zudem wurden Zuschüsse für Investitionen in Kindertageseinrichtungen beschlossen.
Finanzkontrolle und Haushaltsdisziplin
Der Rechnungsprüfungsausschuss hat im Februar 2026 mehrere Prüfungsberichte ausgewertet – und dabei Schwachstellen identifiziert. So wurden beispielsweise Skontoverluste in mehreren Fachbereichen festgestellt, die zwischen 10,23 % und 24,09 % lagen. Auch Verzugszinsen und ungewollte Gutschriften wurden thematisiert.
Die Prüfungen zeigen zwar keine dolosen Handlungen, aber sie verdeutlichen, dass Prozesse optimiert und Mitarbeiter sensibilisiert werden müssen. Mit einem Aktualisierungsplan für das Interne Kontrollsystem (IKS) und das AGA-Ermächtigungskonzept will Dortmund Risiken weiter reduzieren.
Was sich alles verbindet
Dortmund bewegt sich auf mehreren Ebenen: Bau, Bildung, Kultur – und immer wieder die Digitalisierung. Die Mobile Raumeinheiten zeigen, wie der Druck auf die Bildungsinfrastruktur aufgefangen wird. Die digitale Infrastruktur wiederum ist der Schlüssel für eine moderne Stadt, die zukunftsfähig bleibt. Und die Finanzkontrolle sorgt dafür, dass die Mittel effizient eingesetzt werden.
Die Stadt verfolgt also ein klares Ziel: Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Vorausschau. Ob im Schulbau, in der Verwaltung oder in der Kultur – Dortmund setzt auf Strategie, Investition und Kontrolle.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war ein Monat, in dem sich in Dortmund viel getan hat. Vom Bau der IGA 2027 bis zur digitalen Infrastruktur – die Stadt zeigt, dass sie bereit ist, Herausforderungen anzunehmen und Lösungen zu entwickeln.
Im März wird sich zeigen, ob die Dringlichkeitsentscheidungen Wirkung zeigen und ob die Investitionen in Bildung und Sport ihre ersten Früchte tragen. Die Finanzkontrolle bleibt ein Thema, das im Hintergrund immer präsent sein wird – und das ist gut so.
Dortmund bewegt sich – und das in die richtige Richtung.
Quellen
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