Bildung in Dortmund: Von mobilen Klassenzimmern bis zur digitalen Zukunft
Im Februar 2026 standen in Dortmund entscheidende Maßnahmen im Bereich Bildung und Öffentliche Einrichtungen im Fokus. Vom Bau neuer Schulen über die Digitalisierung bis zur psychosozialen Unterstützung an Schulen – die Stadt plant aktiv, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.
Bildung in Dortmund: Von mobilen Klassenzimmern bis zur digitalen Zukunft
Die Bildungspolitik in Dortmund ist in den letzten Monaten von einem intensiven Planungsprozess geprägt. Zahlreiche Entscheidungen, Baumaßnahmen und Investitionen wurden im Februar 2026 beschlossen, um die Infrastruktur an Schulen zu sichern und die Zukunftsfähigkeit der Bildungssysteme langfristig zu stärken. Besonders auffällig ist das Tempo, mit dem mobile Raumeinheiten (MRE) in Betrieb genommen werden, sowie die Investitionen in den Neubau und die Erweiterung von Schulen.
Mobile Raumeinheiten: Notwendige Übergangslösung mit langfristigem Plan
Die Stadt Dortmund setzt weiterhin auf mobile Raumeinheiten (MRE), um den steigenden Klassenzahlen an Gymnasien und Gesamtschulen gerecht zu werden. Allein im Jahr 2026/2027 sind mehrere Schulen an der Aktivierung beteiligt, darunter das Helene-Lange-Gymnasium oder das Wilhelm-Rein-Friedrich-Schiller-Gymnasium. Die Investitionskosten für die MRE-Anschaffung und -Herrichtung summieren sich auf über 14 Millionen Euro.
Auch wenn MRE eine vorübergehende Lösung darstellen, sind sie im Haushaltsrahmen als Investitionen mit Abschreibungslaufzeiten (20 Jahre bei Kauf/Herrichtung) verankert. Die jährlichen Bewirtschaftungskosten belaufen sich auf rund 47.000 Euro pro Einheit. Zudem wird bereits geplant, wie und wann diese Einheiten später abgebaut oder versetzt werden – eine Evaluation ist für 2031 vorgesehen.
Schulbau: Neubauten und Erweiterungen als Teil der Langfristplanung
Der Neubau der Gesamtschule in Eving ist ein zentrales Projekt der städtischen Bildungspolitik. Die Schule soll zukunftsorientiert ausgestattet werden – mit einer Sporthalle, einer Aula, einer Mensa und einem Café. Allerdings stoßen Planungen auf Herausforderungen, insbesondere bei der Flächennutzung und der Finanzierung. Privateigentum und unzureichende Gesamtfläche machen die Umsetzung schwierig.
Weitere Projekte wie der Erweiterungsbau des Phoenix-Gymnasiums und die Vierfach-Sporthalle am Helene-Lange-Gymnasium werden in die Berichterstattung zur Schulentwicklung einbezogen. Im Rahmen des „Dortmund 2035“-Programms sind Investitionen im Umfang von rund 600 Millionen Euro für den Schulbau vorgesehen. Die Stadt plant auch Interimsquartiere in Brackel, Derne und Hacheney – vor allem für den Ausbau der Sekundarstufe I.
Digitalisierung und psychosoziale Unterstützung: Zwei Pfeiler der Bildungspolitik
Die Digitalisierung an Schulen ist ein weiterer Schwerpunkt. Mittel aus dem Digitalpakt 2.0 könnten hier eingesetzt werden, um digitale Infrastruktur und Ausstattung weiter zu verbessern. Im Jahr 2026 sind bereits 48.000 Euro für digitale Investitionen an Schulen veranschlagt. Gleichzeitig wird diskutiert, wie psychosoziale Unterstützung an Schulen ausgebaut werden kann. Die Verwaltung wird aufgefordert, einen Sachstandsbericht zu liefern, der den Ausbau der psychologischen Beratung, die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und die Sichtbarkeit der Angebote in den Schulen darstellt.
Ausblick: Bildung in Dortmund als Schlüssel für die Zukunft
Dortmund hat sich in den letzten Monaten als Stadt mit klarem Bildungsfokus präsentiert. Die Investitionen in Schulbau, Digitalisierung und psychosoziale Unterstützung zeigen, dass die Stadt bereit ist, Herausforderungen wie demografische Veränderungen, steigende Schülerzahlen und die Notwendigkeit einer inklusiven Schulentwicklung aktiv zu begegnen. Mit dem „Dortmund 2035“-Programm und den geplanten Evaluationszyklen wird zudem ein langfristiger Plan sichtbar – ein Plan, der Bildung als Schlüssel für die Zukunft sieht.
Quellen
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