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Wohnungslosigkeit, Schulwegsicherheit und Prävention von häuslicher Gewalt: Fokus auf soziale Angelegenheiten in Castrop-Rauxel im Februar 2026

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Wohnungslosigkeit, Schulwegsicherheit und Prävention von häuslicher Gewalt: Fokus auf soziale Angelegenheiten in Castrop-Rauxel im Februar 2026

Im Februar 2026 standen in Castrop-Rauxel soziale Themen im Fokus. Der Betriebsausschuss 2 diskutierte die Situation wohnungsloser Menschen, die Sicherheit auf Schulwegen und die Bekämpfung von häuslicher Gewalt. In diesem Blog-Artikel analysieren wir die wichtigsten Entscheidungen und Hintergründe.

Wohnungslosigkeit in Castrop-Rauxel: Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze

Die Situation wohnungsloser Menschen in Castrop-Rauxel bleibt eine zentrale soziale Herausforderung. Im Bericht des Sozialarbeiters Herrn Schmidt wurde deutlich, dass aktuell fünf Menschen auf der Straße leben. Dieses Problem wird durch den Mangel an bezahlbarem Wohnraum verschärft, was auch den Ansatz „Housing First“ in Frage stellt.

Die Verwaltung verlässt sich aktuell auf eine Vielzahl von Freiwilligenangeboten, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen müssen. Dies ist eine Herausforderung, da die Kapazitäten begrenzt sind und nicht alle Bedürfnisse abgedeckt werden können. Zudem sind Tiere wie Hunde in den meisten Einrichtungen nicht erlaubt, was für manche Nutzer*innen eine zusätzliche Hürde darstellt.

Im Rahmen des Prüfauftrags, den der Betriebsausschuss einstimmig beschlossen hat, werden sowohl kurz- als auch langfristige Maßnahmen diskutiert. Dazu gehören aufsuchende Hilfen wie der Kältebus, die Anpassung von Notunterkünften und die Prüfung möglicher Landesförderprogramme. Langfristig bleibt die Frage, wie Castrop-Rauxel dauerhaft für wohnungslose Menschen eine Perspektive schaffen kann.

Schulwegsicherheit an der Cottenburgschule: Ein Schwerpunkt im kommunalen Handeln

Ein weiteres zentrales Thema war die Sicherheit auf dem Schulweg zur Cottenburgschule. Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen reichte einen Antrag ein, in dem konkrete Maßnahmen zur Verbesserung gefordert wurden. Dazu gehören unter anderem die Einrichtung von Zebrastreifen, Warnsystemen und verkehrsberuhigenden Maßnahmen.

Die Diskussion um die Sicherheit auf dem Schulweg ist nicht neu, sondern spiegelt eine langfristige Sorge der Elternvertretungen wider. Die Verwaltung wurde beauftragt, konkrete Vorschläge zu prüfen und umzusetzen. Dabei soll auch der Bereich Migration und Obdachlosenhilfe einbezogen werden, da es auch nicht angemeldete Kinder gibt, die auf besondere Betreuung angewiesen sind.

Orange-Bänke als Zeichen gegen häusliche Gewalt: Ein politisches Statement mit sozialem Gewicht

Eine weitere Entscheidung, die politisch und symbolisch stark wirkt, ist die Aufstellung orangefarbener Bänke in Castrop-Rauxel. Diese sogenannten „Orange-Bänke“ dienen als öffentlich sichtbares Zeichen gegen häusliche Gewalt. Sie sind an prominenten Orten der Stadt aufzustellen und tragen eine Informationsplakette mit Kontaktdaten lokaler Hilfsangebote.

Im Jahr 2024 wurden in Castrop-Rauxel 246 Delikte von häuslicher Gewalt registriert, weshalb das Thema auf kommunaler Ebene besonders dringlich ist. Die Farbe Orange ist international als Symbol für eine gewaltfreie Zukunft etabliert. Die Bänke sollen nicht nur ein Zeichen setzen, sondern auch Betroffene motivieren, sich Hilfe zu holen.

Der Antrag wurde mit 14 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und ohne Enthaltungen angenommen. Frau Lasser-Moryson betonte, dass die Auslastung des Frauenhauses konstant über 100 % liegt, was die Dringlichkeit der Maßnahmen unterstreicht.

Ausblick: Kommunikation, Kooperation und langfristige Planung

Die Entscheidungen im Februar 2026 zeigen, dass Castrop-Rauxel sich aktiv mit sozialen Herausforderungen auseinandersetzt. Ob bei der Bekämpfung von Wohnungslosigkeit, der Sicherheit auf dem Schulweg oder der Prävention von Gewalt – die Stadt setzt auf Prüfaufträge, symbolische Statements und langfristige Planung.

Künftig wird es entscheidend sein, die Ergebnisse der Prüfanträge umzusetzen und dabei möglichst viele Akteur*innen einzubeziehen. Die Einbindung von Elternvertretungen, dem Kinder- und Jugendparlament sowie regionalen Hilfsorganisationen wird hierbei eine zentrale Rolle spielen.

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