Castrop-Rauxel März 2026: Kindertagesstätten, Schulwegsicherheit und Stadtpolitik im Fokus
Im März 2026 standen in Castrop-Rauxel wichtige Entscheidungen im Bereich der Kindertagesstätten, Schulwegsicherheit sowie städtebaulicher und finanzieller Planungen im Vordergrund. Der Blog fasst die wichtigsten Entwicklungen des Monats zusammen.
Kita-Plätze, Sicherheit und Haushalt: März in Castrop-Rauxel
Was diesen Monat wichtig war
- Kita-Baumaßnahmen beschlossen: Der Jugendhilfeausschuss stimmte für den Kita-Bericht 2025/26 bis 2029/30. Konkrete Neubauten und Ausbauten sind in Planung, darunter Kita Merklinde mit 5 Gruppen, die bereits 2025/26 in Betrieb gehen soll.
- Schulwegsicherheit an der Cottenburgschule: Der Rat beriet drei Varianten zur Querungssicherung. Die kostengünstigste Variante (Fahrbahnverengung) wurde favorisiert.
- 100 Bänke für mehr Teilhabe: Der Ausschuss für Generationen, Inklusion und Diversität beschloss einstimmig einen Antrag der SPD-Fraktion zur Installation von 100 barrierefreien Bänken.
- Neuausrichtung des Vorstandes EUV Stadtbetriebs: Der Verwaltungsrat EUV beschloss die Neuausrichtung des Vorstandes mit neuen Mitgliedern und Geschäftsverteilungsplan.
- Bebauungsplan Feuerwache verabschiedet: Der Bebauungsplan Nr. 259 wurde in geänderter Fassung beschlossen, um den ehemaligen Kraftwerkstandort neu zu gestalten.
- Flächennutzungsplan geändert: Die 8. Änderung des Flächennutzungsplans wurde beschlossen, um Planungssicherheit für den Bereich der ehemaligen Feuerwache zu gewährleisten.
Kita-Plätze und Ausbau: Wie sich die Betreuungslandschaft verändert
In diesem Monat standen die Kindertagesstätten im Mittelpunkt. Der Jugendhilfeausschuss stimmte dem Kita-Bericht 2025/26 bis 2029/30 zu, der einen klaren Ausblick auf die zukünftige Betreuungsinfrastruktur gibt. Aktuell fehlen im Kita-Jahr 2025/26 255 Plätze für Ü3-Kinder, die durch Überhangplätze und Brückenprojekte abgemildert werden. In den Stadtteilen Mitte und Süd wird sogar ein Platzüberhang erwartet.
Die Kita Merklinde wird als Neubau mit 5 Gruppen errichtet und ab 2025/26 in Betrieb gehen. Weitere Baumaßnahmen betreffen die Kitas Beerenbruch, St. Lambertus und Am Wetterschacht. Der Fokus liegt dabei auch auf inklusiver Struktur, um mehr Kindern eine barrierefreie Betreuung zu ermöglichen.
Im Bereich der U3-Betreuung stehen aktuell 795 Plätze zur Verfügung, was einer Versorgungsquote von 43 % entspricht. Bis 2029/30 können ca. 16 weitere Plätze geschaffen werden. Die Stadt plant aktiv, um den steigenden Betreuungsbedarf abzudecken.
Sicherer Schulweg: Entscheidungen für die Cottenburgschule
Die Sicherheit auf dem Weg zur Schule ist ein zentrales Thema in Castrop-Rauxel. Im März wurde intensiv über die Schulwegsicherheit an der Cottenburgschule diskutiert. Drei Optionen standen zur Auswahl:
- Variante 1 (Zebrastreifen mit Beleuchtung): Kosten: €65.100
- Variante 2 (Fahrbahnverengung): Kosten: €36.270
- Variante 3 (Status quo): Kosten: €0
Die Verwaltung empfahl Variante 2, da der Zebrastreifen als zwingend erforderlich angesehen wird. Zudem wurden zusätzliche Maßnahmen wie Gehwegverbreiterung (€90.900) und Beleuchtung (€29.700) beraten. Die Verwaltung soll ein integriertes Konzept für sichere Wege zu Schulen und Kitas erarbeiten, das bis zur nächsten Sitzung vorgelegt werden soll.
Städtebau und Flächennutzung: Der Bebauungsplan „Feuerwache“
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Bebauungsplan Nr. 259 „Feuerwache“, der in geänderter Fassung beschlossen wurde. Der Plan regelt die städtebauliche Entwicklung des ehemaligen Steinkohlekraftwerksgeländes. Der nördliche Bereich wird als Feuerwache genutzt, der nördöstliche Teil als kommunale Infrastruktur und der südliche Teil als Sportanlage.
Die baulichen Vorgaben sind strikt: Maximal vier Vollgeschosse mit einer GRZ von 0,5, die durch Stellplätze bis 1,0 überschritten werden darf. Für die kommunale Infrastruktur gelten drei Vollgeschosse mit einer GRZ von 0,8. Um den Biotopwertverlust auszugleichen, ist ein Ausgleich über das städtische Ökokonto „Obercastrop“ vorgesehen.
Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung der Bezirksregierung Münster zur Genehmigung vorzulegen. Die Kosten für Gutachten und Umweltberichte sind bereits berücksichtigt.
Finanzpolitik und Haushalt: Der Nachtragshaushalt 2026
Im März wurde auch der Nachtragshaushalt 2026 in Höhe von €948.944.947 festgelegt. Begleitend dazu wurde ein Haushaltssicherungskonzept vorgestellt. Der Verwaltungsrat EUV stimmte der Einrichtung einer zusätzlichen Stelle im Betrieb 2 sowie der Anpassung der Bäderentgeltordnung zu.
Zudem wurde die 16. Änderungsentgeltordnung zur Entgeltordnung für Sonderleistungen des EUV Stadtbetriebs genehmigt. Der Vorstand wurde uneingeschränkt entlastet, und ein Arbeitskreis „Friedhof“ wurde eingerufen, um ein Konzept für die Weiterentwicklung des Friedhofwesens zu entwickeln.
Integration und Inklusion: 100 Bänke für mehr Begegnung
Der Ausschuss für Generationen, Inklusion und Diversität stimmte einem Antrag der SPD-Fraktion zu, wonach 100 Bänke in der Stadt installiert werden sollen. Ziel ist die Schaffung zusätzlicher barrierefreier Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum, um soziale Begegnung und Teilhabe zu fördern.
Die Verwaltung soll ein Umsetzungskonzept mit Kostenübersicht und Zeitplan erarbeiten. Die Maßnahme hat keine finanziellen Auswirkungen, da keine Haushaltsmittel berührt werden. Die Bänke sollen in verschiedenen Stadtteilen verteilt werden, um die soziale Infrastruktur zu stärken.
Cross-topic Einschätzung: Planungssicherheit und Bürgerbeteiligung
Ein übergeordnetes Thema war in diesem Monat die Planungssicherheit in städtischen Projekten. Ob bei der Kita-Planung, der Schulwegsicherheit oder dem Bebauungsplan – die Stadt setzt auf klare, langfristige Konzepte, die mit der Bürgermeinung abgestimmt werden. Gleichzeitig wird deutlich, dass Bürgerbeteiligung und Transparenz im Fokus stehen – etwa bei der digitalen Bereitstellung von Sitzungsunterlagen oder der Ernennung sachkundiger Einwohner*innen in Ausschüssen.
Zudem zeigen sich tiefgreifende Strukturveränderungen im städtischen Leben: von der städtebaulichen Entwicklung ehemaliger Industriegebiete bis hin zur Sicherstellung von Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur. Castrop-Rauxel blickt in die Zukunft mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Inklusion und bürgernahe Politik.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war in Castrop-Rauxel ein Monat mit vielen Entscheidungen im Bereich der Kindertagesstätten, Schulwegsicherheit, Städtebau und Finanzpolitik. Die Stadt setzt auf klare Planung, Bürgerbeteiligung und langfristige Konzepte, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Im April wird es besonders spannend, wie sich die beschlossenen Maßnahmen in der Umsetzung zeigen – vor allem bei den Kita-Baumaßnahmen und der Schulwegsicherheit.
Quellen
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