Bottrop im Fokus: Was sich im Februar 2026 veränderte
Im Februar 2026 hat Bottrop in mehreren Bereichen wichtige Entscheidungen getroffen – von streetart bis zur Jugendförderung. Hier ist der Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.
Von Streetart bis Schulschutz: Bottrop im Februar 2026
Was diesen Monat wichtig war
- Neues Streetart-Projekt „Graffiti.With.Attitude“: Die Stadt Bottrop hat das Pilotprojekt genehmigt, das die westliche Wand des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) sowie Flächen im Umfeld des Saalbaus künstlerisch gestalten wird.
- Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ an Bottroper Schulen: Das Projekt zur Förderung der psychischen Gesundheit an drei Schulen wurde beschlossen und wird vom Verein Irrsinnig Menschlich e.V. umgesetzt.
- Kinder- und Jugendförderplan 2026–2030: Der Plan wurde in seiner vorgelegten Form beschlossen und sieht einen jährlichen Haushaltsansatz von €2.214.400 vor.
- Tempo 30 in der Nacht auf der Horster Straße: Die Stadt Bottrop setzt bis zur Sanierung im Jahr 2029 eine vorübergehende Geschwindigkeitsreduzierung um.
- Keine Schwerpunkte für interkulturelle Förderung 2027: Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration verzichtet auf Schwerpunkte im nächsten Jahr und plant die Entscheidung für 2026.
Streetart wird Teil der Stadtgestaltung
Der Kulturausschuss hat das Streetart-Projekt „Graffiti.With.Attitude“ offiziell freigegeben. Die künstlerische Gestaltung der westlichen ZOB-Wand durch den Künstler Sponk ist Teil eines größeren Plans, die Flächen um den Saalbau zu entwickeln. Der Verein, der das Projekt trägt, übernimmt die Kosten für Planung, Umsetzung und Pflege für mindestens fünf Jahre. Ziel ist es, eine kreative Alternative zu illegalen Graffiti zu schaffen und gleichzeitig ein künstlerisches Bild der Stadtentwicklung zu zeigen – von der Bergbaustadt hin zur modernen, offenen Stadt. Kinder und Jugendliche sind in Workshops und Beteiligungsformaten eingebunden. Die Dokumentation und Ausstellung der Projekte erfolgt sowohl analog als auch digital, um die künstlerische Entwicklung nachhaltig zu begleiten.
Schulschutz: „Verrückt? Na und!“ wird real
Das Jugendparlament und der Schulausschuss haben gemeinsam den Start des Präventionsprogramms „Verrückt? Na und! – Seelisch fit in der Schule“ beschlossen. Das Programm wird ab 2026 an drei Bottroper Schulen (Heinrich-Heine-Gymnasium, Vestisches Gymnasium, Willy-Brandt-Gesamtschule) umgesetzt. Der Verein Irrsinnig Menschlich e.V. leitet das Projekt und wird unterstützt durch einen dreitägigen Präsenzworkshop (€4.000), der durch eine Spende der Sparkasse Bottrop finanziert wird. Die Stadt trägt zudem die Sachmittel und stellt eine Koordinationsstelle bereit. Ziel ist es, psychische Gesundheit und Resilienz bei Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Kinder- und Jugendförderplan: Langfristige Investition in die Zukunft
Der Kinder- und Jugendförderplan 2026–2030 wurde in seiner vorgelegten Form beschlossen. Mit einem jährlichen Haushaltsansatz von €2.214.400 ist der Plan ein zentraler Baustein für die Entwicklung Bottrops. Der Plan wurde unter Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, freier Jugendhilfe und kommunalen Fachstellen erstellt und berücksichtigt gesellschaftliche, gesetzliche und politische Herausforderungen. Die finanzielle Sicherheit bis 2030 ist gewährleistet, sodass langfristige Projekte und Initiativen umgesetzt werden können. Der Plan ist ein dynamisches Arbeitsinstrument, das auch flexibel an veränderte Bedingungen angepasst werden kann.
Verkehr und Sicherheit: Tempo 30 in der Nacht
Im Rahmen einer vorübergehenden Maßnahme wurde die Geschwindigkeit auf der Horster Straße zwischen Ostring und Aegidistraße auf 30 km/h reduziert. Die Maßnahme gilt nur im Nachtzeitraum und ist vorerst bis zur vollen Sanierung der Straße im Jahr 2029 geplant. Die Kosten für die Umsetzung belaufen sich auf 10.000 € einmalig und 51.000 € jährlich. Ziel ist es, den Verkehrsfluss zu beruhigen und die Sicherheit der Anwohnerinnen und Anwohner zu erhöhen.
Integration und Förderung: Keine Schwerpunkte für 2027
Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration hat entschieden, keine Schwerpunkte für interkulturelle Förderung im Jahr 2027 zu setzen. Stattdessen wird die Entscheidung im Jahr 2026 getroffen. Die Zuschüsse für interkulturelle Projekte bleiben mit maximal 7.000 € begrenzt – Projekte mit Kooperationen können bis zu 1.500 €, solche ohne bis zu 750 € erhalten. Die Entscheidung bleibt finanziell neutral und soll Flexibilität in der Förderung ermöglichen.
Cross-topic Einblicke: Stadtentwicklung und Partizipation
Zentrale Themen im Februar 2026 waren Partizipation, Nachhaltigkeit und kreative Stadtgestaltung. Das Streetart-Projekt und das Präventionsprogramm zeigen, wie Bottrop kreative und soziale Initiativen verbindet. Gleichzeitig ist der Kinder- und Jugendförderplan ein Beleg für die langfristige Investition in die Zukunft der Stadt. Die Entscheidungen zeigen, dass Bottrop nicht nur reagiert, sondern auch aktiv Zukunft gestaltet – mit Jugendlichen, Künstlern und Partnern aus der Zivilgesellschaft.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war in Bottrop geprägt von klaren Entscheidungen, kreativen Projekten und langfristigen Planungen. Mit dem Streetart-Projekt, dem Präventionsprogramm und dem Kinder- und Jugendförderplan hat die Stadt wichtige Weichen gestellt. Die nächsten Monate werden zeigen, wie diese Projekte umgesetzt werden und welche Wirkung sie entfalten. Für Einwohnerinnen und Einwohner ist zu erwarten, dass sich Bottrop in den nächsten Jahren kreativ, sozial und nachhaltig weiterentwickelt.
Quellen
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