Jugendpolitik in Bocholt: Strukturelle Veränderungen und Investitionen im März 2026
Im März 2026 setzte Bocholt wichtige Meilensteine in der Jugendpolitik. Der Jugendhilfeausschuss beschloss Strukturveränderungen, Investitionen in Freizeit- und Bildungsangebote sowie Finanzierungsmodelle für die Zukunft. Ein Überblick über die relevanten Entscheidungen.
Jugendpolitik in Bocholt: Strukturelle Veränderungen und Investitionen im März 2026
Im März 2026 setzte die Stadt Bocholt entscheidende Impulse in der Jugendpolitik. Der Jugendhilfeausschuss tagte am 10. März und legte den Grundstein für eine stärkere Beteiligung junger Menschen, eine bessere Finanzierung der Betreuungsangebote und Investitionen in die Infrastruktur. Die Sitzung markiert einen Meilenstein in der kommunalen Jugendpolitik und spiegelt die Prioritäten des Haushaltsjahres 2026 wider.
Strukturelle Veränderungen im Jugendhilfeausschuss
Nach der Neuwahl der Ausschussführung ist Bocholt nun in eine neue strukturelle Phase der Jugendbeteiligung eingetreten. Finn Hölter wurde als Vorsitzender bestätigt, unterstützt von Sylvia Schmeink als Stellvertreterin. Die Schriftführung übernimmt Chiara Johann, die auch die Leitung des Fachbereichs Jugend und Familie innehat. Eine besondere Rolle spielen in diesem Jahr neue beratende Mitglieder, darunter Vertreter von Jugendringen und Jugendselbstvertretungen, die in den Ausschuss integriert wurden.
Diese personelle und institutionelle Erneuerung ist Teil eines breiteren Bemühens, junge Menschen stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Der Ausschuss plant für das Jahr vier Sitzungen, die sich thematisch auf Strukturentwicklung, Budgetierung und Investitionen konzentrieren werden.
Satzungsanpassung und Beteiligung stärken
Ein zentraler Punkt der Sitzung war die Anpassung der Satzung des Jugendamts. Ziel ist es, die Beteiligung von Jugendselbstvertretungen zu stärken. Die Anpassung erfolgt auf Grundlage des nordrhein-westfälischen Ausführungsgesetzes zum SGB VIII (AG-KJHG) und wird am 25. März in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Nach der öffentlichen Bekanntmachung tritt die neue Satzung in Kraft.
Diese Anpassung ist ein entscheidender Schritt, um die Jugendbeteiligung nicht nur formell, sondern auch inhaltlich zu stärken. Sie erlaubt zukünftig eine strukturierte Einbindung junger Menschen in die Planung und Umsetzung von Jugendhilfemaßnahmen.
Betreuungsbedarfsplanung 2026/27: Herausforderungen und Lösungen
Die Betreuungsbedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2026/27 zeigt, dass Bocholt vor Herausforderungen steht. Laut Prognose werden 2.958 Kinder in Tagesbetreuung benötigt, wobei 290 davon in Kindertagespflegeplätzen untergebracht sein müssen. Die Finanzierung dieser Plätze ist abhängig von Landeszuschüssen und kommunalen Mitteln. Für Mietkosten mobiler Raumeinheiten sind 174.581,64 EUR berechnet, ergänzt durch Förderungen für kirchliche Einrichtungen.
Ein zentraler Baumaßnahmenkomplex ist der Ersatzbau der Kita Blumenwiese am Heutingsweg, der möglicherweise auf dem Gelände der Friedhofsgärtnerei realisiert wird. Zudem fehlen aktuell zehn Betreuungsgruppen im Stadtgebiet, was den Ausbaubedarf unterstreicht.
Investitionen in Freizeit und Bildung
Bocholt investiert zudem in die Freizeit- und Bildungslandschaft für Kinder und Jugendliche. So wurde ein einmaliger Zuschuss von 83.126,33 EUR an die Kirchengemeinde Liebfrauen für die Minigolfanlage St. Helena in Barlo bewilligt. Auch das Projekt „KisS – Kinder stärken am Schulstandort Weserstraße“ wird weiter gefördert, mit einem jährlichen Zuschuss von bis zu 92.305 EUR. Dieses Projekt wird von jusina e.V. umgesetzt und setzt auf Elternarbeit, Sprachförderung und Frühstücksangebote am Schulstandort.
Weitere Investitionen betreffen den Geräteaustausch an Spielplätzen. So wurden 100.000 EUR für den Lindenplatz und 60.000 EUR für die Freilufthalle TuB Bocholt bewilligt. Die Gesamtkosten betragen somit 160.000 EUR, wobei die Unterhaltskosten jährlich bei ca. 9.100 EUR liegen.
Fazit: Richtung Zukunft
Die Entscheidungen des Jugendhilfeausschusses zeigen, dass Bocholt im März 2026 einen klaren Kurs für die Zukunft der Jugendpolitik gesetzt hat. Strukturelle Veränderungen, Investitionen in Infrastruktur und Bildung sowie eine verstärkte Beteiligung junger Menschen bilden die Säulen einer zukunftsorientierten Jugendpolitik. Mit dem neuen Kinder- und Jugendförderplan 2026–2030 und der Einrichtung einer politischen Begleitgruppe für die Evaluation ist Bocholt gut gerüstet, um auch in den kommenden Jahren jugendgerechte Lösungen zu entwickeln.
Quellen
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