Monatlich 2 Min. Lesezeit

Finanzentscheidungen in Wiesmoor: Quartalsbericht und Gebührenanpassungen im April 2026

Finance and Budget 📍 Wiesmoor · Niedersachsen
Finanzentscheidungen in Wiesmoor: Quartalsbericht und Gebührenanpassungen im April 2026

Im April 2026 standen in Wiesmoor wichtige Finanzentscheidungen an, darunter der Quartalsbericht der städtischen Finanzen und die Anpassung der Friedhofsgebühren. Der Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Tourismus diskutierte die aktuelle wirtschaftliche Lage der Stadt sowie langfristige Kalkulationen.

Quartalsbericht 2026 Q1: Umsätze steigen, Kosten wachsen

Der vierteljährliche Finanzbericht für das erste Quartal 2026 zeigte eine gemischte wirtschaftliche Entwicklung in Wiesmoor. Alle Betriebsabteilungen verzeichneten Umsatzsteigerungen, mit Ausnahme des Solarparks, der durch fehlende Einspeisevergütungen aufgrund einer offenen Versicherungsentscheidung um etwa 54.000 Euro einbruchte.

Zugleich stiegen die Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aufgrund der anhaltenden Inflation. Besonders in der Gastronomie blieb der Wareneinsatz um knapp 10.000 Euro niedriger, obwohl der Umsatz gestiegen war. Dies könnte auf eine Optimierung des Einkaufs und der Kosteneffizienz hinweisen.

Personal- und Beratungskosten: Aufwärtsentwicklung

Die Personalkosten stiegen durch mehr Vollzeitanstellungen, Erhöhungen im TVöD und Mindestlohn. Dies spiegelt eine generelle Entwicklung in der öffentlichen Verwaltung wider, die verstärkt auf Personalqualität und Arbeitsbedingungen fokussiert.

Zusätzlich wurden Rechts- und Beratungskosten durch umfassende Gastronomieberatungen erhöht. Eine Überprüfung der Verteilung der Personalkosten auf die Kostenstellen wird vorgeschlagen, um eine transparentere Finanzplanung zu ermöglichen.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Rückzahlung von Corona-Fördergeldern. Die Stadt musste 18.791,65 Euro aus einer Rückstellung von 17.189,56 Euro zurückzahlen. Die Differenz zwischen Rückstellung und Rückzahlung beeinflusste das Ergebnis negativ, was auf die Unsicherheiten im Umgang mit staatlichen Fördermitteln hindeutet.

Friedhofsgebühren 2026–2028: Kalkulation im Fokus

Ein weiteres Schwerpunktthema in der Aprilsitzung war die Festlegung der Friedhofsgebühren für den Zeitraum 2026–2028. Die Verwaltung schlägt vor, die Gebühren so zu gestalten, dass eine kostendeckende Abrechnung der gebührenpflichtigen Tatbestände im Bestattungswesen gewährleistet ist.

Für den Erwerb von Nutzungsrechten wird eine 50-prozentige Gebühr geplant. Bei Gräbern in der Gemeinschaftsgrabanlage, zusätzlicher Grabpflege und Stelen (ohne Gravur) wird die Gebührenobergrenze von 100 Prozent angewandt. Bestattungsgebühren und Friedhofsunterhaltungsgebühren bleiben ebenfalls bei 100 Prozent. Für die Benutzungsgebühren der Friedhofskapelle und Totenkammer wird eine 50-prozentige Gebühr vorgeschlagen.

Die Kalkulation wurde von der Fachfirma Heyder + Partner durchgeführt, die auf Kommunalberatung spezialisiert ist. Ziel ist es, eine nachhaltige Finanzierung der Friedhofsbetriebskosten zu gewährleisten, ohne die Bürger übermäßig zu belasten.

Ausblick: Stabilität im Fokus

Die Entscheidungen des April 2026 zeigen, wie Wiesmoor mit den Herausforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung umgeht. Die Stadt setzt auf Transparenz, Kosteneffizienz und langfristige Planung. Die Anpassung der Friedhofsgebühren ist ein Beispiel dafür, wie kommunale Dienstleistungen finanziell nachhaltig gestaltet werden können.

Zukünftig wird es darauf ankommen, wie sich die Inflation und die Arbeitsmarktentwicklung weiter auf die städtischen Finanzen auswirken. Auch die Entwicklung im Solarpark bleibt ein entscheidender Faktor für die Einnahmen der Stadt. Die Aprilsitzung hat gezeigt, dass Wiesmoor bereit ist, sich diesen Herausforderungen mit pragmatischen Lösungen zu stellen.

Quellen

Sitzung

Weitere Beiträge aus Wiesmoor

Früher wissen. Früher handeln.

Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.

Jetzt kostenlos testen