Salzgitter – Städtebauliche Transformation und Klimaresilienz im Fokus
Im März 2026 konzentriert sich Salzgitter auf städtebauliche Innovationen, Energieeffizienz und Klimaschutz. Der Ideenwettbewerb für Marienbruch, Quartiersförderung und Wärmeplanung bilden den Kern der Entwicklungen.
Städtebauliche Transformation in Salzgitter: Visionen für Marienbruch und mehr
Salzgitter hat sich in den letzten Jahren als dynamische Stadt der Transformation etabliert. Im März 2026 setzt das Rathaus mit einer Vielzahl an Initiativen und Projekten den Fokus auf städtebauliche Innovation, Klimaresilienz und soziale Integration. Der Ideenwettbewerb für Marienbruch, die Quartiersförderung im Bereich Kampstraße / Saldersche Straße und die strategische Wärmeplanung sind zentrale Elemente dieser Entwicklungsstrategie.
Marienbruch: Der Start eines neuen Wohnquartiers
Mit dem offenen städtebaulich-freiraumplanerischen Ideenwettbewerb für Marienbruch (Lebenstedt) will Salzgitter ein lebendiges, gemischtes Wohnquartier schaffen, das auf Klimaresilienz, Nachhaltigkeit und soziale Durchmischung setzt. Das Projekt umfasst eine Fläche von etwa 11,7 Hektar, was die größte städtebauliche Herausforderung in Salzgitter seit Jahren darstellt.
Zielsetzung: Mindestens 250 Wohneinheiten sollen entstehen, flankiert von einer breiten Infrastruktur, die für alle Altersgruppen attraktiv ist. Besonders hervorzuheben ist die Integration des bestehenden Festplatzes mit rund 30.000 m², der erhalten und aktiv genutzt werden soll. Brachflächen im Süden, Nordosten und Nordwesten des Areals bieten zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Finanzen & Zeitplan: Der Wettbewerb ist mit einer Summe von 60.000 Euro dotiert, wobei die Gesamtkosten für die Durchführung auf 150.000 Euro geschätzt werden. Die Bearbeitung startet im April 2026, die Abgabefrist liegt im Juni, und das Preisgericht wird im August zusammentreten. Das Planungsbüro CMAS ist für die Organisation verantwortlich.
Bewertungskriterien: Die Jury wird sich auf städtebauliche Qualität, Wohnqualität, Nachhaltigkeit, Klimaresilienz und Umsetzbarkeit konzentrieren. Neben Architekt:innen und Stadtplaner:innen sind Landschaftsarchitekt:innen als Teilnehmer:innen willkommen.
Quartiersförderung: Kampstraße / Saldersche Straße
Neben der Entwicklung neuer Wohnquartiere ist Salzgitter auch im Bereich Quartiersförderung aktiv. Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für den Bereich Kampstraße / Saldersche Straße setzt auf soziale Aufwertung, Klimaanpassung und eine stärkere Nahversorgung.
Schwerpunkte:
- Sanierung des öffentlichen Raums (Wege, Spielplätze, Grünflächen)
- Aufwertung des Marktplatzes als zentrales Quartierzentrum
- Förderung von Fuß- und Radverkehr
- Etablierung eines Quartiersmanagements
Finanzierung: Die Maßnahmen werden zu 100 % aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Der Verfügungsfonds beträgt jährlich 5.000 Euro, wodurch auch kleinere Quartiersprojekte unterstützt werden können.
Bürgerbeteiligung: Ein zentraler Aspekt des ISEK ist die Einbindung der Bewohner:innen. Über Auftaktwerkstätten, Online-Befragungen und Nachbarschaftsgespräche werden Prioritäten ermittelt. Ziel ist es, ein Quartier zu schaffen, das nicht nur baulich, sondern auch sozial nachhaltig ist.
Klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040
Ein weiterer Schwerpunkt ist die kommunale Wärmeplanung, die Salzgitter bis 2040 klimaneutral machen soll. Erdgas, das aktuell 90 % des Wärmebedarfs deckt, wird sukzessive durch erneuerbare Energien ersetzt.
Potenziale:
- Erd- und Umweltwärme: 452 GWh/a
- Photovoltaik: 323,9 GWh/a
- Solarthermie: 234,2 GWh/a
- Abwärme: 294,3 GWh/a
Strategie:
- Wärmenetze sollen bis 2040 erweitert werden, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten.
- Denkmalschutzgebäude und Industriestandorte bleiben im Fokus, da sie aufgrund ihres hohen Temperaturbedarfs nicht für Umweltwärme geeignet sind.
- Geothermie und Bergbauschächte werden als zusätzliche Quellen untersucht, auch wenn bergbaurechtliche und geologische Einschränkungen bestehen.
Finanzierung: Der Ausbau der Wärmenetze und die Einführung neuer Technologien (z. B. Wärmepumpen) erfordern Investitionen. Die Stadt plant hierfür eine Kofinanzierung mit Bund und Land sowie private Investoren.
Fazit: Eine Stadt im Wandel
Salzgitter bewegt sich im März 2026 an der Schnittstelle zwischen städtebaulicher Innovation, Klimaschutz und sozialer Integration. Mit dem Ideenwettbewerb für Marienbruch, der Quartiersförderung in Lebenstedt und der Wärmeplanung zeigt die Stadt, dass sie bereit ist, für die Zukunft zu bauen – nachhaltig, inklusiv und klimaresilient.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob diese Visionen in die Realität umgesetzt werden können. Doch eines ist klar: Salzgitter hat sich als Vorreiter in der Stadtentwicklung etabliert.
Quellen
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