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Oldenburg im Februar 2026: Haushalt, Stadion und Integration im Fokus

Oldenburg im Februar 2026: Haushalt, Stadion und Integration im Fokus

Im Februar 2026 stand Oldenburg vor wichtigen Entscheidungen: Der Haushalt wurde beschlossen, der Stadionneubau einstimmig verabschiedet und Themen der Integration und Sportinfrastruktur diskutiert.

Finanzen im Visier: Haushalt beschlossen, Defizite bleiben

Der Haushalt für 2026 ist mit einem Volumen von 880 Millionen Euro verabschiedet worden – ein bedeutendes Ereignis für die Stadt Oldenburg. Das Haushaltsgesamtergebnis bleibt jedoch negativ: ein Defizit von 69 Millionen Euro und eine Netto-Neuverschuldung von 79,8 Millionen Euro sind geplant. In den kommenden vier Jahren (2026–2029) wird das Gesamtdefizit auf 453,3 Millionen Euro steigen, weshalb Liquiditätskredite ab 2026 notwendig werden.

Die Gewerbesteuer stieg um 58 Millionen Euro auf 227 Millionen Euro, während Einsparungen im Ergebnishaushalt lediglich bei 100.000 Euro liegen – eine Kritikpunkt, besonders für die Grünen, die den Haushalt ablehnten und eine pauschale Anpassung um 2 % für Träger forderten. Die BSW-Fraktion kritisierte den Haushalt ebenfalls und lehnte Projekte wie das Flötenteichbad ab.


Stadionneubau: Grundsatzbeschluss gefasst, Finanzierung offen

Der Grundsatzbeschluss für den Neubau des Stadions wurde einstimmig verabschiedet. Allerdings ist die konkrete Finanzierung noch unklar. Ein Modell wie in Osnabrück, wo der Verein 50 % der Kosten trägt, wird diskutiert. Allerdings wird eine 100 %ige Finanzierung aus Steuermitteln abgelehnt.

Der aktuelle Defizitstand des VFB-Stadions beträgt 2,65 Millionen Euro im Jahr 2029. In der Diskussion standen auch Themen wie Beihilfen, Toilettenzahl, Notifizierungsunterlagen und der State Aid Number. Ein Bürgerentscheid wurde nicht durchgeführt, was zu Debatten führte.

Die FDP beantragte zudem die Überarbeitung der Förderrichtlinien für Dach- und Fassadenbegrünungen, um bürokratische Hürden abzubauen.


Integration und Sicherheit: Neue Maßnahmen zum Schutz und zur Aufklärung

Im Bereich Integration und Migration gab es mehrere Vorhaben, die auf mehr Inklusion und Sicherheit abzielen. Der Polizeiausbildungsplan wird künftig interkulturelle Kompetenz und Aufklärung gegen Racial Profiling beinhalten. Gleichzeitig wird der Ausbau ambulanter Unterstützungsangebote gegen Gewalt an Frauen vorangetrieben – mit barrierefreien Frauenhäusern und zusätzlichen Fortbildungen.

Ein Flyer gegen Genitalverstümmelung wurde gedruckt, und Awareness-Workshops für Vereine sind geplant. Die Valentinstagsaktion mit Rad-Sattelschonern wurde erneut durchgeführt, allerdings gab es Bedenken gegen die Aussage „Ich liebe dich, du gehörst nur mir“.

Im März 2026 finden die Oldenburger Wochen gegen Rassismus statt, gefolgt vom Diversity-Tag am 19. Mai 2026 – weitere Schritte in Richtung einer offeneren Stadtgesellschaft.


Sport und Infrastruktur: Planung und Transparenz im Fokus

Die CDU forderte einen Sachstandsbericht zur Umsetzung des Umkleidegebäude-Projekts im Sportpark Dornstede, da es Verzögerungen und Unklarheiten im Zeitplan gibt. Zudem soll die Prioritätenliste für Kunstrasenplätze fortgeschrieben werden, und der Stadtsportbund soll in die Planung einbezogen werden.

Die Diskussion um Transparenz in Sportthemen bleibt – nicht zuletzt durch die Stadionfrage – ein zentraler Punkt für die Stadtpolitik.


Zusammenhänge: Haushaltsdruck trifft Stadion und Integration

Die Haushaltslage und die Finanzierung des Stadions bilden einen wichtigen Spannpunkt in der aktuellen Oldenburger Politik. Während die Stadt in der Sportinfrastruktur investiert, müssen in anderen Bereichen Einschnitte gemacht werden. Dies zeigt sich etwa in der Kürzung des Ernährungsrats um über 50 %.

Gleichzeitig wird deutlich, dass Integration und soziale Sicherheit stärker in den Fokus rücken – nicht zuletzt durch Initiativen gegen Rassismus und Gewalt. Die Balance zwischen Investitionen in die Zukunft und Einhaltung finanzieller Grenzen wird für die nächsten Monate entscheidend sein.


Fazit und Ausblick

Der Februar 2026 war in Oldenburg geprägt von wichtigen Haushaltsentscheidungen, einem einstimmigen Grundsatzbeschluss zum Stadionneubau und neuen Initiativen zur Integration. Die finanzielle Situation bleibt kritisch, und die Diskussion um Transparenz und bürokratische Vereinfachung zieht sich durch mehrere Themen.

In den kommenden Wochen wird es vor allem um die Finanzierung des Stadions, die Umsetzung der Haushaltspläne und die weitere Entwicklung der Integrationspolitik gehen. Bürgerinnen und Bürger können sich auf mehr Transparenz, aber auch auf Herausforderungen in der Haushaltsführung einstellen.

Quellen

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