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Mobilität in Lüneburg: Fahrradinfrastruktur, Verkehrsberuhigung und Zukunftsvisionen

📍 Lueneburg · Niedersachsen
Mobilität in Lüneburg: Fahrradinfrastruktur, Verkehrsberuhigung und Zukunftsvisionen

Im April 2026 hat Lüneburg wichtige Entscheidungen und Planungen im Bereich Mobilität getroffen. Der Fokus lag auf der Ausweitung der Radinfrastruktur, der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt sowie der Integration klimafreundlicher Verkehrskonzepte. Dieser Beitrag analysiert die Schlüsselthemen, Hintergründe und Auswirkungen.

Mobilität in Lüneburg: Fahrradinfrastruktur, Verkehrsberuhigung und Zukunftsvisionen

Die Stadt Lüneburg hat sich im April 2026 mit einer Vielzahl von Maßnahmen im Bereich Mobilität befasst, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf das Verkehrssystem und die Lebensqualität der Bürger haben werden. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung einer leistungsfähigen Radverkehrsinfrastruktur, der Verkehrsberuhigung in zentralen Bereichen und der Umsetzung des Nachhaltigen Urbanen Mobilitätsplans (NUMP). Diese Maßnahmen sind nicht nur Teil der lokalen Verkehrsplanung, sondern auch ein Schritt in Richtung Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung.

Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur

Lüneburg setzt konsequent auf den Fahrradverkehr als zentralen Bestandteil seiner Mobilitätsstrategie. Der Fahrradring Lüneburg ist dabei ein zentrales Projekt, das im April 2026 in der Planung fortgeführt wurde. Der Abschnitt Marienplatz, Am Ochsenmarkt inklusive der Bardowicker Straße wird als Teil der Radverkehrsstrategie ausgebaut. Die Umgestaltung von „Am Ochsenmarkt“ wird als Fahrradstraße mit einem Querschnitt von 8,00 m geplant, wobei die Fahrbahn 5,00 m und der Multifunktionsstreifen 3,00 m breit sein wird.

Diese Maßnahmen sind Teil der Radverkehrsstrategie 2035, die 44 bauliche und 15 verkehrsrechtliche Maßnahmen vorsieht. Die bisherige Strategie 2025, die 105 Maßnahmen umfasste, ist zu einem großen Teil umgesetzt oder in Bearbeitung. Davon wurden 34 Maßnahmen realisiert, 13 befinden sich in Umsetzung, 20 sind verworfen und 38 noch nicht umgesetzt.

Ein weiteres Projekt ist die Umbau der Sternkreuzung, die im April beschlossen wurde. Ziel ist es, den Rad- und Fußverkehr zu optimieren, wobei Gehwege und Radwege deutlich verbreitert werden. Zudem wird durch Grünstreifen eine räumliche Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern geschaffen. Die Kosten für den Umbau liegen bei 3,8 Mio. €, wovon 2 Mio. € aus dem Landeshaushalt bereitgestellt werden.

Verkehrsberuhigung und Modalfilter

Ein weiterer Schwerpunkt der Mobilitätsplanung in Lüneburg ist die Verkehrsberuhigung, insbesondere in zentralen Wohngegenden. In den Quartieren Roten Feld und Thorner Straße werden Modalfilter geplant, die den Eintrag von Pkw-Verkehr begrenzen und den Fuß- und Radverkehr fördern. Zudem werden Polleranlagen in mehreren Straßen installiert, um die Sicherheit und die Umweltbilanz zu verbessern.

Diese Maßnahmen sind Teil des Nachhaltigen Urbanen Mobilitätsplans (NUMP), der als strategisches Instrument für eine klimafreundliche und barrierefreie Mobilität dient. Ziel des NUMP ist es, den Modal Split auf 70 % für Fußverkehr, Fahrrad und ÖPNV zu steigern. Dazu werden auch Barrierefreie Straßenübergänge und Winterdienst für Rad- und Fußverkehr verstärkt.

Integration des Öffentlichen Nahverkehrs

Auch im Bereich des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) sind konkrete Maßnahmen geplant. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Soltau–Lüneburg ist ein Meilenstein, der für 2028 geplant ist. Mit der Bahnstrecke wird auch eine Ladeinfrastruktur für E-Bikes und E-Autos errichtet, sowie Sharing-Stationen an Bahnsteigen. Zudem ist eine Kooperationsvereinbarung mit der SinON GmbH geplant, um den ÖPNV zu stärken.

Ein weiteres Projekt ist die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes, der in 2027 umgestaltet werden soll. Ziel ist es, die Sicherheit, die Barrierefreiheit und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Dazu gehören taktile Leitelemente, Bäume, Sitzplätze und eine bessere Beleuchtung. Diese Maßnahmen sind auch als Teil des NUMP geplant.

Ausblick und Herausforderungen

Die Mobilitätsplanung in Lüneburg ist in einer dynamischen Phase. Mit der Umsetzung der Radverkehrsstrategie 2035 und der Reaktivierung der Bahnstrecke Soltau–Lüneburg wird die Stadt in den nächsten Jahren deutlich umgestaltet. Gleichzeitig bleibt die Finanzierung ein entscheidender Faktor für die Umsetzung der Projekte. Nicht alle Maßnahmen können aufgrund von Kosten-Nutzen-Verhältnissen realisiert werden, was zu Kompromissen führt.

Zudem ist die Beteiligung der Bevölkerung ein zentraler Aspekt. Die Stadt plant, in den nächsten Jahren verstärkt auf Dialog und Transparenz zu setzen, um die Akzeptanz der Maßnahmen zu steigern. Dazu gehören auch Informationstermine, bei denen die Bürger über die Planung informiert werden.

Lüneburg hat mit den Entscheidungen des April 2026 einen klaren Kurs in Richtung nachhaltiger Mobilität gesetzt. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird nicht nur die Verkehrssituation verbessern, sondern auch die Lebensqualität der Bürger steigern und den Klimaschutz vorantreiben.

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