Nachhaltigkeit, Bildung und Planung – Das war April 2026 in Langenhagen
Im April 2026 standen in Langenhagen entscheidende Schritte in der Schulbauplanung, der Integration und der Stadtentwicklung im Mittelpunkt. Hier ist unser Monatsrückblick.
Nachhaltigkeit, Bildung und Planung – Das war April 2026 in Langenhagen
Was diesen Monat wichtig war
- Der Neubau der IGS Langenhagen gewinnt an Fahrt: Das Nachhaltigkeitskonzept mit Fokus auf Recycling, Wiederverwendung und CO₂-Einsparung wurde vorgestellt.
- Der Stadtrat entschied gegen den Bau einer Dreifeldsporthalle im Westbereich – stattdessen wird eine Zweifeldhalle geplant.
- Der Jugendhilfeausschuss prüfte die Kita-Betriebskostenzuschüsse der Jahre 2018–2023 und bereitet sich auf eine Erweiterung des Personals vor.
- Im Finanzausschuss wurde Lena Schroeder als Gleichstellungsbeauftragte berufen und der Mietvertrag der Schornsteinfegerschule fristlos gekündigt.
- Der Stadtplanungsausschuss setzte Kurs auf grüne Stadtentwicklung, darunter mehr Wohnraum, Ladepunkte und ein kommunaler Wärmeplan.
- Die Kita in Godshorn erweitert ihre Öffnungszeiten – unter Vorbehalt der Genehmigung durch das Landesjugendamt.
Bildung und Schulentwicklung: Nachhaltigkeit im Fokus
Der technische Schulbauausschuss legte einen Meilenstein in der Sanierung und Erweiterung der IGS Langenhagen vor. Das Nachhaltigkeitskonzept, vorgestellt von Architekten BKSP, integriert innovative Ansätze wie Urban Mining, Wiederverwendung von Bauteilen und CO₂-Einsparung durch Holzbauweise. Die Maßnahmen zielen auf eine DGNB-Zertifizierung ab und beinhalten unter anderem Gründächer, barrierefreie Zugänge und eine 11–14%-ige ReUse-Komponente. Die Fertigstellung der Mensa ist für Ende 2026 geplant, und der Ganztagsbereich zieht im Mai 2026 in den Erdgeschossbereich.
Im Bildungs-, Schul- und Kulturausschuss wurde ein Prüfauftrag zur Öffnung von Schulgärten für generationenübergreifende Projekte beschlossen. Ziel ist es, Schulgärten für ehrenamtliche Initiativen zu öffnen und so soziale Wurzelbildung zu stärken. Die Prüfung umfasst rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen und wird im November 2025 entschieden.
Stadtentwicklung und Klimaschutz: Mehr Wohnraum und grüne Infrastruktur
Der Stadtplanungs-, Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss setzte in der Sitzung vom 16. April 2026 Kurs auf mehr Wohnraum und Klimaschutz. Bis Ende 2028 sollen 250 zusätzliche Wohneinheiten geschaffen werden, darunter 75 im sozialen Wohnungsbau. Brachliegende Flächen werden in die Planung einbezogen, und der kommunale Wärmeplan ist in Umsetzung. Zudem wurden Ladepunkte verdoppelt, und ein Baumpflegekonzept für die Bauleitplanung geplant.
Im Ortsrat Godshorn wurde ein Votum abgegeben, das Gehwegschilder an Radverkehrskreuzungen zu entfernen, um den Radverkehr wieder zu ermöglichen. Zudem wurde die Werkstoffinsel am Hallenbad Godshorn gegen eine Abschaffung verteidigt, um Vermüllung zu vermeiden.
Finanzen und Personal: Neue Stellen und Entscheidungen
Der Finanz-, Wirtschafts- und Personalausschuss berief Lena Schroeder zur ständigen Vertreterin der Gleichstellungsbeauftragten, und der Mietvertrag der Schornsteinfegerschule wurde fristlos aufgelöst, da bei Vertragsabschluss Asbest in den Räumen verschwiegen wurde. Zudem wurde ein Zuwendungsantrag des Schützenvereins abgelehnt, da das Budget für 2026 bereits ausgeschöpft war.
Integration und Jugendpolitik: Neue Strukturen und Debatten
Im Jugendparlament wurde Manja Bödecker als aktives Mitglied aufgenommen, und die Ausschüsse wurden neu besetzt. Bürgermeister Mirko Heuer nahm an der Sitzung teil und unterzeichnete als Vertreter der Stadtverwaltung. Im Jugendhilfeausschuss wurde die Prüfung der Kita-Betriebskostenzuschüsse fortgeführt, und ein neues Personal ist in der Einarbeitung.
Überblick und Ausblick
Der April 2026 war geprägt von klaren Entscheidungen in Bildung, Stadtplanung und Finanzen. Die Nachhaltigkeit in der Schulentwicklung, die Umbauplanung der IGS und die grüne Stadtentwicklung sind zentrale Themen, die auch in den nächsten Monaten an Bedeutung gewinnen werden. Die Debatte um den Sportstättenbau im Westbereich zeigt, wie sensibel Planungsentscheidungen in der Kommune sind.
Die Jugendbeteiligung und Integration bleiben zentrale Themen, wobei der Stadtrat und die Ausschüsse verstärkt auf Transparenz und Beteiligung setzen. In den kommenden Wochen werden die Prüfberichte zu Kita-Finanzierung, Sportstättenkonzepten und Baumpflege weitere Entscheidungsgrundlagen liefern.
Fazit und Ausblick
Der April 2026 war ein Monat mit klaren Entscheidungen und Fortschritten in Langenhagen. Die Nachhaltigkeit, Bildung und Stadtentwicklung standen im Vordergrund. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die geplanten Projekte konkret umgesetzt werden und welche neuen Themen in die politische Debatte einfließen. Bleiben Sie informiert – mit unserem monatlichen Blog halten wir Sie über die Entwicklungen in Langenhagen auf dem Laufenden.
Quellen
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